Flickschusterei statt Sanierung
10.03.2010 | 17:54 Uhr 2010-03-10T17:54:00+0100
Hagen. Tausende von Löchern und Rissen schmücken derzeit die Hagener Straßen. Der Stadt fehlt das Geld, um die Fahrbahnen grundlegend zu sanieren.
Die Arbeiter des Hagener Bauhofs kommen sich derzeit vor wie Sisyphos: Doch während der griechische Held einen schweren Felsbrocken, der ihm immer wieder entgleitet, einen Hang hinaufwälzen muss, stopfen die Männer der Bautrupps die Löcher auf den heimischen Straßen. Bis diese abermals aufplatzen.
Die Frostschäden dieses strengen Winters drohen das städtische Straßen-Krisenmanagement hoffnungslos zu überfordern. „Autofahrer müssen erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen”, gibt Michael Haneke zu, stellvertretender Leiter des Fachbereichs für Grünanlagen- und Straßenbetrieb. „Die Straßen sind sogar an Stellen aufgerissen, von denen wir das niemals erwartet hätten. Und der Winter ist ja nicht einmal zu Ende.”
Frost und Tauwetter
Vor allem der häufige Wechsel zwischen Frostperiode und Tauwetter hat den Fahrbahnen zugesetzt. Immer wieder drang Wasser durch Risse in die oberste Asphaltschicht, gefror, dehnte sich aus und sprengte schließlich den Belag. Tausende Löcher, Risse und Spalten sprenkeln mittlerweile die Straßen. „Ich bin jetzt seit fast 30 Jahren in diesem Job”, berichtet Straßenmeister Thomas Jesert. „Vor so einer Situation haben wir noch nie gestanden.”
Drei Bautrupps sind derzeit täglich auf den Straßen unterwegs, um wenigstens die ärgsten Schäden zu beheben. Auf der Ladefläche ihres Baufahrzeugs bringen die Arbeiter ein neues Thermofass mit zum Einsatzort, in dem der in den Mischwerken Kemna (Vorhalle) und HKW (Hohenlimburg) hergestellte Asphalt warm gehalten wird. Knapp 14 Tonnen werden pro Tag verarbeitet. 160 bis 180 Grad heiß ist die schwarze Flüssigkeit, bevor sie auf der Straße aushärtet. „Eigentlich ist es noch zu kalt, um Asphalt aufzubringen, aber aus Gründen der Verkehrssicherheit sind wir dazu gehalten”, so Jesert. „Mit den Thermofässern geht's einigermaßen. Kalter Asphalt würde gar nicht binden. Dennoch: Was wir hier treiben, ist reine Gefahrenabwehr, ist Flickschusterei, kein klassischer Straßenbau.”
Straßen zerstört
Einige Straßen, etwa die Holthauser Straße in Hohenlimburg oder der Hunsdiek in den Dahler Bergen, sind dermaßen zerstört, dass sie nicht mehr geflickt werden können. An anderen Stellen wurden wegen der Schlaglöcher und der brüchigen Fahrbahnränder Tempo-30-Schilder platziert. Der Bauhof verfügt über 150 Verkehrszeichen, die Autofahrer und Fußgänger vor Frostschäden warnen: „Derzeit sind alle aufgestellt”, berichtet Jesert.
Für eine grundlegende Sanierung der beschädigten Straßen fehlt der Stadt das Geld. Eine fachtechnisch dringend erforderliche Substanzerhaltung sei aufgrund der angespannten Haushaltslage leider nicht möglich, so Haneke. Dabei ist das ständige Löcher stopfen auf lange Sicht teurer als eine komplette Erneuerung der Verschleißdecken im Abstand von ungefähr zwölf Jahren. „Wir wissen ganz genau, dass das, was wir derzeit machen, nicht halten wird”, so Haneke. „Wenn die nächste Kehrmaschine kommt, fliegt der frische Asphalt wieder aus den Löchern raus.”
Und was passiert, wenn der Winter 2010/2011 wieder so kalt und frostig wird? Haneke: „Dann werden wir gewiss so manche Straße sperren müssen.”
11:38
@#5 von PeterFox ...wenn der staat nicht soviele schulden machen würde...
Was genau haben die Staatsschulden jetzt mit den aus Kommunalkassen zu flickenden Straßen zu tun???
00:57
Da ist das Geld geblieben:::
http://www.derwesten.de/staedte/hagen/Niemand-wird-fuer-die-Hagener-Millionen-Pleite-belangt-id2697557.html
22:12
Am besten ist die Eduard-Müller Str.
Da sorgt die Firma Rempke das sich so einige Achsen verabschieden.
21:53
Holt euch das Geld aus dem Osten. Da sieht es in den meisten Städten einfach super aus. Die haben auch richtig viel Geld, um die Straßenschäden zu beseitigen. Dann bleiben auch in jeder Kreisstadt die vier Badeanstalten im Sommer geöffnet. Dank dem Soli!
21:20
Die Strassen waren schon vor dem Winter voller Löcher. Der Winter hat ihnen nur den rest gegeben. Die Baustellen von SEH ( Abwaser) und Mark E ( Strom ,Wasser) sowie Telecom und andere wurden unsachgemäß verschlossen. Es wurde der Untergrund nicht ausreichend verdichtet. Bekanntlich werden diese Baustellen nicht durch die Stadtverwaltung kontrolliert.
Auf diese Art wird durch die Verwaltung Volksvermögen vernichet.
21:17
die transferleistungen sind in deutschland der knackpunkt.streicht die pendlerpauschale, wohngeld, kindergeld, Hartz IV + das was die noch reingepumpt bekommen und noch so paar andere sachen, dann hätte man die kohle für die straßen.weil das geld im sozialenbereich fehlt, wird das geld woanders hergenommen.
noch besser wäre es, wenn der staat nicht soviele schulden machen würde.die zinsen sind zurzeit die höchste belastung des steuerzahlers.5 jahre schulden abbhauen.in der zeit hat man soviele gelder gespart.damit kannse locker die autobahnen pflastern
20:44
Der Winter wird ein neues Konjunkturprogramm für Werkstätten (Stossdämpfer, kleine Lackschäden etc ...) und Autohäuser.
Oder auf Grund der Schlaglöcher wird ganz Hagen zur Spielstrasse :) :) :) mit 6 kmh fahren, und zu sehen wie einige Fussgänger schneller sind.
Und dann noch ein paar Radarfallen aufstellen auf Grund der Schlaglöcher, und die Stadtkasse wird voll, und viele Autofahrer sind ihren Führerschein los, weil sie zu schnell sind.
... ne ne das Szenario möchte ich mir lieber nicht vorstellen!
18:54
Kein Wunder das es an Geld fehlt. Die Bürokraten verplempern Millionen und der Bürger muß nur zahlen, zahlen, zahlen, Und die Dumpfbacken bleiben alle in Amt und Würde , siehe Gerbersmann oder dat AnnKatrinchen in Aachen !!
18:34
dafür haben wir doch ein museum, und beschmierte brücke,
18:28
Und dafür zahlt der Deutsche Autofahrer 43 Milliarden Euro an Mineralölsteuer, 7 Milliarden Euro an Mehrwertsteuer (wird erhoben auf die Mineralölsteuer), 7,3 Milliarden Euro an KFZ-Steuer und 9,3 Milliarden Euro an KFZ Haftpflichtversicherungssteuer. Macht 66,6 Milliarden Euro die der Deutsche Autofahrer Jährlich an den Fiskus entrichtet, ohne die LKW-Maut und Öko-Steuer versteht sich. Dafür darf sich dann die Melkkuh Autofahrer mit solchen maroden Straßenverhältnissen begnügen, weil der Staat von genau diesen 66,6 Milliarden Euro gerade einmal 4,38 Milliarden Euro in den Erhalt unserer Straßenverkehrsinfrastruktur, unserem Bundesverkehrsminister zur Verfügung stellt.
Gute Fahrt und immer Schön weiter stillschweigend Abzocken lassen, die nächste Radarfalle kommt bestimmt.