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„Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen“

03.06.2012 | 18:19 Uhr
„Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen“
Für den neuen Ennepeströter Frank Hesselmeyer (Mitte) erfüllt sich ein Traum.

Haspe.   Frank Hesselmeyer heißt der neue Ennepeströter und Nachfolger von Siegfried Gras. Beim Kirmeskommers im Hasper Ufo wurde er inthronisiert.

Kirmesbauer Udo Röhrig begrüßt sein Volk.

„Jetzt steh‘ ich schon wieder hier, da ist ein ganzes Jahr schon vorbei, und nun soll ich auch noch meine Abschiedsrede halten“, beginnt Siegfried Gras und pikiert sich direkt im nächsten Moment darüber, dass es ihm an diesem Abend an Rednerhilfen fehle, die er noch letztes Jahr mit Kusshand von Werner Hahn entgegennehmen konnte. Kurzum gibt es einen Löffel Eversbusch und aus der Amtsverabschiedung wird ein Rücktritt mit dem Ennepeströter-Lied, das dieses Jahr nicht nur gesungen, sondern natürlich auch mit Eversbuschflaschen geblasen wird.

„Eine Rücktrittserklärung ist dann eben doch einfacher, als eine Abschiedsrede“, erklärt „Siggi“ Gras. Nach dem Marsch aus der Rundturnhalle - auch Ufo genannt - des alten Ennepe­ströters 2011 mit seinen Pagen, folgt der Einmarsch des neuen Ennepeströters 2012 Frank Hesselmeyer. „Nach langer und intensiver Besprechung wurde einstimmig entschieden“, so heißt es. Und der waschechte Hasper tritt sein Amt mit den Worten „für mich geht ein großer Traum in Erfüllung“ an.

Brandmeister im Hauptberuf

Den Ulkorden verlieh HHBV-Präsident Dietmar Thieser an Petra Lohmberg-Bracht.

Unterstützung erhält er für sein Amtsjahr von seinen Pagen Kathrin Thieser und Kerstin Fröhlecke. Der 56-jährige bekleidet aber nicht nur den Ennepeströter 2012, sondern agiert hauptberuflich als Brandmeister in Hohenlimburg-Oege. „Die Arbeit ist wirklich der einzige Bereich, in dem ich Haspe jemals untreu geworden bin“, versichert er den rund 350 Gästen.

Jedoch ist beim Kirmeskommers am Samstagabend nicht nur der neue Ennepeströter ein Grund zum Feiern, sondern der Auftakt bietet in diesem Rahmen auch die perfekte Gelegenheit, um den Ulk-Orden zu verleihen. Der geht in diesem Jahr an die Schneidermeisterin Petra Lohmberg-Bracht. Den Orden muss man sich erst einmal verdienen, da sind sich alle einig. Doch auch wenn sie keine eingeborene Hasperin, sondern ursprüngliche Rheinländerin ist, kann sie schon auf einen eindrucksvollen Werdegang in Westfalen zurückblicken. Mit ihrem Mode-Engagement ergatterten sie und ihre Fußtruppen in der Vergangenheit bereits viele Preise. Und den bisherigen Höhepunkt ihrer Karriere stellt das Jahr 2001/02 dar, als sie als Hagener Karnevalsprinzessin dem närrischen Treiben verfiel. Ihr Mann und HHBV-Geschäftsführer Detlef Bracht lenkte sie dann aber in Richtung des Hasper Kirmeswahns, und schließlich verdient sie sich den Ulk-Orden mit Kleidern, die nicht von der Stange kommen. „Da fehlen mir die Worte“, freut sich Petra Lohmberg-Bracht und bietet auch an diesem Abend in ihrem Kostüm einen Augenschmaus auf der Bühne.

Einstimmung auf den Kirmeszug

Doch damit nicht genug. Eine Einlage des Parodisten Jörg Hammerschmidt aus Berlin und Showtanz von der Gruppe Calypso aus Duisburg sowie Big-Band-Sounds von „Brass on Spass“ aus Eschweiler sind die Pfeiler eines bunten Rundumprogramms und stimmen schon auf das Wolkenschieberfest am folgenden Wochenende und den 133. Hasper Kirmesfestzug am Samstag, 16. Juni ein.

Chantal Otterbein

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