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Schulschließungen

Die Zahlen hinterfragen

03.09.2008 | 17:56 Uhr

Hagen. Noch ist nicht entschieden, welche zehn Grund- und Hauptschulen auf Empfehlung des Mentors bis 2014 auslaufen sollen.

Bislang gehört die Grundschule Boloh zu den Streichkandidaten, die Schließung möchte der Förderverein verhindern. Um dennoch das vorgegebene Sparziel des Mentors von einer Millionen Euro jährlich erreichen zu können, schlägt der Verein einen Hagener Schulkonsens vor.

Alternativ zur Schließung von Schulen setzt der Förderverein auf die Solidarität aller 80 Hagener Bildungseinrichtungen, erläuterte Hinrich Riemann am Mittwoch während eines Informationsabends in der Grundschule Boloh. „Wir möchten einen Konsens aller Schulen erreichen.” Sämtliche Schulen der Stadt sollen an einem Strang ziehen, um das vom Mentor geforderte Sparvolumen von einer Millionen Euro zu erfüllen, das die Schließung ab 2014 pro Jahr mit sich brächte. Werde diese Summe unter allen Schulen aufgeteilt, müsste jede ab dem Stichjahr jährlich 13  000 Euro aufbringen. „Beispielsweise mit Einsparungen bei den Betriebskosten oder durch Einnahmen, wenn beispielsweise Räume der Schule vermietet werden”, so Riemann, der betont, dass Ideen gemeinsam erarbeitet werden sollen.  Einen ungewöhnlichen Vorschlag hält der Förderverein bereits bereit: Ihm schwebt ein zinsloses Bürgerdarlehen an die Stadt vor, die das Geld zweckgebunden für eine jeweilige Schule verwenden soll.  Vor den Ferien hatte der Boloh-Förderverein sämtliche Schulen angeschrieben und ihren den Konsens vorgestellt. Die Reaktionen waren bislang eher verhalten, allerdings besuchten einige Schulleiter den Infoabend. Auch waren Vertreter sämtlicher Ratsfraktionen zu Gast. Auf die Grundschule Boloh bezogen, legte Riemann ihnen u. a. aktuelle Erkenntnisse der Verwaltung über Schülerzahlen vor, die den Politikern bislang unbekannt waren. „Sämtliche Zahlen, die für eine mögliche Schulschließung relevant sind, müssen hinterfragt werden”, so Riemann, der aus diesem Grund forderte, die für die Ratssitzung am 13. November vorgesehene Entscheidung über die Schulschließungen zu verschieben.

Anke HOFFMANN



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