Bei „Emil heizt ein“ brennen Schüler für die Kunst
07.09.2010 | 17:19 Uhr 2010-09-07T17:19:00+0200
Hagen-Mitte.„Wir brennen für die Kunst“ und „Wir behüten die Kultur“ - zwei Slogans, die in Kürze zusammenfassen, um was es im Grunde geht.
Nämlich nicht ausschließlich um ein Schülerprojekt im großen Stil, sondern um das gemeinsame Einsetzen für eine Sache und um das Bekenntnis zur Stadt mit ihren kulturellen Schätzen.
Emils Geburtstag
Es geht um „Emils Geburtstag“ - der Künstler wäre am 29. August 98 Jahre alt geworden, und nun wird nachgefeiert, am Freitag, 10. September, von 11 bis 14 Uhr im Kunstquartier.
Seit fünf Jahren wird „Emils Geburtstag“ gemeinsam mit Hagener Schülern gefeiert, im letzten Jahr - als das Emil-Schumacher-Museum eröffnet wurde, natürlich in besonders großem Rahmen. Diesmal wird’s etwas beschaulicher, statt 3000 beteiligen sich „nur“ 1800 Schüler zwischen sechs und 18 Jahren; von den mehr als 50 Schulen sitzen diesmal „nur“ 26 mit im Boot. „Wir feiern schließlich nicht den 100. Geburtstag“, zeigt sich Gabriele Fischer, Mit-Organisatorin des Festes, Vorstandsmitglied im Förderverein des Emil-Schumacher-Museums und Kunstlehrerin an der Hauptschule Remberg, dennoch zufrieden.
Bilder, Musik, Tanz
Bei „Emil heizt ein“, so das Motto in diesem Jahr, gibt’s nicht nur an 180 Metern Stellwand befestigte Schülerkunst, sondern auch Musik- und Tanzdarbietungen. Emster Grundschüler flanieren in rot-gelb gehüllte Stoffe als „Lauffeuer“ durch die Stadt, und Hauptschüler vom Remberg präsentieren sich als „Be-Hüte-Verschenker“, sprich, sie basteln aus Zeitungspapier Hüte und verschenken diese an Passanten. Diese Aktion - eine soziale Plastik im Stile Beuys - versinnbildliche, dass „Kultur behütet werden muss“, so Fischer. Übrigens: Erst nach drei Stunden Unterricht startet „Emil heizt ein“.
11:35
@18: KLASSE! Vielleicht müssen wir auch einmal ein schönes Bild malen und werden dann ganz berühmt in der Weltstadt Hagen!
@16: Ich habe tatsächlich das Glück, mittlerweile in Breckerfeld zu wohnen.
16:54
@ g.danke: Wenn all diese Vorschläge umgesetzt werden, na dann prost Mahlzeit. Die Schüler werden sich bedanken, wenn sie dafür ständig den Kopf hinhalten müssen.
Soll sich doch diese Lehrerin von oben bis unten blau anmalen und dann selbst vor dem Museum ´rumhüpfen.
16:47
Nun wird also jedes Jahr Emils Geburtstag mit Pomp und solchen zweifelhaften Aktionen gefeiert? Nun ja, es müssen ja Besucher her, koste es, was wolle. Die armen Schüler. Diese massenweise Zwangsbeglückung wird wohl auf Dauer eher Widerwillen, als Interesse für Kunst hervorrufen. Aber egal. Ich hab da noch ein paar Vorschläge für weitere Events: Emils Todestag (offensichtlich), Emils Begräbnis, Emils Hochzeitstag, Emils 1. Schultag, Emils 1. Erfolg auf dem Töpfchen, usw. ;-).
12:59
Wer hat sich eigentlich diese - leicht misszuverstehende - Überschrift ausgedacht?
10:31
Hier werden mal wieder Kinder für die Ziele Erwachsener eingesetzt.
@peterx, wenn wir das alles nicht hätten was sie da aufschreiben, dann wären wir Schuldenfrei und würden glücklich wohnen wie die Menschen in Breckerfeld.
08:18
#14
passt nicht!!!!!!!!
09:07
Wobei man beim Thema Kunst geteilter Meinung sein kann. Hätte ich, im Kunstunterricht in der Schule, ein Bild abgegeben, das einem Emil-Schumacher-Werk, ähnlich gesehen hätte, wäre die Folge eine sechs und ein Brief an die Eltern gewesen. Für die wenigen, welche die Werke von Schumacher als so herausragende Kunst bezeichnen, hätte der Umbau eines vorhandenen Gebäudes, als Museum, vollkommen genügt. Stattdessen hat die Stadt rund 30 Millionen Euro verplempert. Von den Subventionen ganz zu schweigen (siehe Echtkostenrechnung).
Geld, welches eigentlich gar nicht vorhanden war und an anderer Stelle viel dringender benötigt wurde.
Das dieses Museum, unter diesen Umständen, sehr vielen Menschen ein Dorn im Auge ist, sollte doch wohl, für jeden nachvollziehbar sein.
Und jetzt zwingen Lehrer und Lehrerinnen in Hagen ihre Schüler dazu, dieses Museum zu besuchen und Werbeaktionen zu veranstalten. Stadt der Vollidioten, das passt.
08:18
#11 Da bin ich doch lieber ein Vollidiot, als dass ich wie Sie völlig dummes Zeugs schreibe. Mehr haben Sie nicht zu sagen? oscarfingal, da haben Sie sich aber jetzt als argumentsloser Dummschwätzer geoutet.
08:16
peterx & co, ihr seid die Knüppelgarde der selbsternannten Kunstelite in unserer Stadt. Gegen andere Kulturangebote und -einrichtungen wird ja nichts geschrieben und gesagt. Nur gegen die dominante Hervorhebung, Ausstattung und Finanzierung von Kunst, da stehen mittlerweile immer mehr Menschen auf. Der aktuelle Kölner Kunstskandal hat doch gezeigt, was hinter dem Gepinsel steckt.
06:49
peterx, ich fürchte, du irrst, dieses substanzlose Geschwätz repräsentiert durchaus die Mehrheit hier in der Stadt der Vollidioten... leider, und es wird nicht weniger werden.