„Bahn frei“ erst ab 8. Juli
12.05.2011 | 18:26 Uhr 2011-05-12T18:26:00+0200
Hagen-Mitte.Den 8. Juli sehnen sie herbei wie Kinder den Heiligen Abend. Denn ab besagtem Freitag können die Handwerker am und im Theater endlich richtig loslegen.
„Es handelt sich um eine außergewöhnliche Baustelle“, betont Torsten Heumann. Der Geschäftsführer der Wirtschafts- und Servicegesellschaft des Handwerks (WSGH) spielt damit nicht nur auf den straffen Bauzeitenplan an, sondern auch auf die strengen Vorlagen seitens des Denkmalschutzes. Dennoch sei man stolz, als Handwerker aus Hagen mitarbeiten zu dürfen, das Theater zu seinem 100-jährigen Bestehen wieder in würdigem Rahmen erstrahlen zu lassen.
Mit angezogener Handbremse
Seit sechs Wochen wird an Fassade und Dachlandschaft gearbeitet, allerdings „mit angezogener Handbremse“. Da der Spielbetrieb im Musentempel momentan noch in vollem Gange ist, können die Handwerker nicht uneingeschränkt arbeiten. Acht Stunden Lärm, Staub und Geruchsbelästigung könne man den Schauspielern, Tänzern und Musikern natürlich nicht zumuten, räumt Heumann ein. Am 8. Juli starten die Ferien am Theater, dann heißt es für Dachdecker, Elektriker, Schreiner und andere beteiligte Gewerke „Bahn frei“ - zumindest bis zum 22. August, denn da kehren die Theaterleute aus den Ferien zurück.
Gesamtinvestition 1,3 Millionen Euro
Für 1,3 Millionen Euro wird das Stadttheater saniert - von der Gesamtsumme trägt die Sparkasse Hagen eine Million. „In den letzten Jahren hat sich das Theater optisch zu einem Schandfleck entwickelt, in dem man ein 100-jähriges Jubiläum nicht feiern kann“, begründet Sparkassen-Chef Frank Walter das große finanzielle Engagement seines Hauses. Die verbleibenden 300 000 Euro steuert die Stadt aus Instandhaltungsrückstellungen bei. Oberbürgermeister Jörg Dehm bedankte sich beim heimischen Handwerk für dessen Unterstützung auf der Großbaustelle Theater und lobte die Möglichkeit zur liberalisierten „beschränkten Ausschreibung“, die den Einsatz lokaler und regionaler Handwerker erleichtert habe.
Beim Musentempel herrsche „optischer und energetischer Nachholbedarf“, so Heumann. Statische Probleme aufgrund von Rissen in der Fassade müssten gelöst und etliche Details mit der Denkmalbehörde geklärt werden. Bislang habe man hohle Putzstellen beseitigt und Flachdächer erneuert sowie mit Dämmung versehen. 40 Fenster werden restauriert, 120 neue eingesetzt. „Von den insgesamt 3500 Quadratmetern Fassade müssen 25 bis 30 Prozent abgestemmt werden“, schätzt der WSGH-Experte.
Sieben beteiligte Handwerksbetriebe
Ende September wollen die sieben beteiligten Handwerksbetriebe mit allen Arbeiten fertig sein - schließlich wird vom 5. bis 9. Oktober „100 Jahre Theater Hagen“ mit Festakt, Empfang und Gala gefeiert.
08:22
Werden denn auch die unbequemen Sessel ausgetauscht? Oder fallen die auch unter den Denkmalschutz?
Die Sitze waren für mich der Anlass, das Abo zu kündigen.
05:03
Komisch, bisher war immer nur von einer Million Euro Gesamtkosten ohne städtische Beteiligung die Rede, jetzt sind es schon 1,3 Millionen mit städtischer Beteiligung.
Dabei wird es garantiert nicht bleiben, denn man weiß als Hagener schon jetzt, wie es kommen wird: Unerwarteter Mehraufwand, vergessene Posten in der Kalkulation, natürlicher Preisanstieg etc.. Gründe wurden in Hagen schon immer schnell gefunden, warum eine städtische Baumaßnahme am Ende doppelt so teuer wie veranschlagt wird, warum sollte sich das in Zukunft ändern?
23:48
#1
Lassen wir uns überraschen...
Wenn es nichts wird, oder nicht so, wie es soll, dann sehen wir keinen von den Herrn mehr so freundlich in die Kamera grinsen :-)
Dann sehen wir wieder Archivbilder, wie der Herr in der Mitte grimmig guckt :-)
21:56
Wolln wer doch ma sehen, ob dat was wird. Vielleicht sind da noch so einige Nachträge zu verhandeln...?