Ab 8000 Besucher wird Springe dicht gemacht
23.08.2011 | 17:31 Uhr 2011-08-23T17:31:00+0200
Hagen-Mitte.Wenn die Band „Brings“ am Samstag beim Springefest in Hagen auftritt, dann kann jeder zuhören. Umsonst. Der Eintritt ist frei. Das Ordnungsamt sagt jedoch: Bei mehr als 8000 Festbesucher auf der Fläche wird dicht gemacht. Das sei mit den Beteiligten vereinbart.
Vor knapp sechs Wochen zog die Kölner Partyband 40 000 (!) Besucher zu ihrem Jubiläumskonzert „20 Jahre Brings“ ins Müngersdorfer Stadion. Am Samstag, 27. August, rücken die Rheinländer mit hohem Spaßfaktor - ihren Top-Hit „Super jeile Zick“ kennt beinahe jeder - beim Springefest in Hagen an. Und das bei freiem Eintritt. „Unser Sicherheitskonzept steht“, beruhigt Hans Sporkert vom Ordnungsamt. „Befinden sich mehr als 8000 Festbesucher gleichzeitig auf der Fläche, machen wir dicht.“ Das sei zwischen den Beteiligten - Mitveranstalter Bier Schneider, Eventagentur m&b Show-Concepts, Polizei, Ordnungsamt, Feuerwehr und Sanitäter - vereinbart.
5000 qm für Zuschauer
Vom 8000 qm großen Springe-Platz können 5000 qm von den Zuschauern genutzt werden, „aber mehr als 8000 Besucher können weder von der Fläche noch vom Personal verarbeitet werden“, erklärt Sporkert, seines Zeichens Bereichsleiter für öffentliche Sicherheit. Man habe „technische Mittel“, um das Gelände dicht zu machen. Sporkert weiter: „Wir haben am Samstagabend zehn Außendienstler auf dem Platz, Bier Schneider setzt 13 Security-Leute ein, Polizeibeamte konzentrieren sich auf den Rand der Fläche. „Wenn es nötig werden sollte - wovon wir nicht ausgehen, da Brings als eine Band, mit der man gut feiern kann, bekannt ist - werden wir Kräfte vom Ordnungsamt die Polizei um Amtshilfe bitten.“
Um zuverlässige Zuschauerzahlen zu erhalten, werden Zählstellen eingerichtet; es handelt sich schließlich um eine Freiluftveranstaltung ohne Umzäunung, die theoretisch jeder aufsuchen kann.
Frankfurter Straße gesperrt
Zum Sicherheitskonzept gehört auch, dass die Frankfurter Straße am Samstag bis nach Mitternacht gesperrt bleibt, Busse werden umgeleitet, der Taxistand wird an die Böhmerstraße verlegt.
Mitveranstalter Wolfgang Schneider rechnet am Samstagabend je nach Wetterlage mit 6000 bis 8000 Springefest-Besuchern, „allerdings über den gesamten Abend verteilt“. Und Stefan Borowa (m&b), der die Kölschen Jungs seit Jahren von Festivals kennt, betont: „Brings ist eine friedliche Band, die auf und vor der Bühne viel Spaß verbreitet.“
Das Konzert der Partymacher beginnt um 21 Uhr und endet gegen Mitternacht.
15:23
brings ist eine friedliche Band. Ich hatte auch keine gewalttätige Randaleband erwartet.
Dann wollen wir mal hoffen, dass der Wettergott auch friedlich gesonnen ist und es ein schönes Fest wird.
11:10
@4 hagfri
wenn das so ist, kann man ja beruhigt sein.
@ 5
8.000 Personen auf 5.000 m² ist imPrinzip kein Problem. Die VStättV sieht 2 Perosnen je m² vor und das ist nicht eng.
Stimmt! Im Prinzip....
Nur bestehen die 5000m² nicht aus einer einzigen Fläche, sondern es wurden von der Gesamtfläche die Flächen der Zelte, Bierstände etc. abgezogen, und dann verteilen sich die 5000m² schon ganz anders. Und es dürfte im Bereich unmittelbar vor der Bühne ganz besonders eng werden!
Und wer soll und kann die Zuschauer zählen? Nicht erst ab Konzertbeginn, sondern bereits ab Veranstaltungsbeginn findet ein Kommen und Gehen statt - wer soll da wie den Überblick haben und behalten?
13 Leute Security - das ist wirklich lächerlich gering.
Und dass man mit Brings eine FRIEDLICHE Band engagiert hat....sehr erfreulich und unbedingt erwähnenswert!
Brings ist übrigens nicht nur eine friedliche, sondern auch eine exzellente Band! Ein guter Griff!
23:59
8.000 Personen auf 5.000 m² ist imPrinzip kein Problem. Die VStättV sieht 2 Perosnen je m² vor und das ist nicht eng.
Lächerlich sind lediglich 13 Securitypersonen.
Das größte Gefahrenpotenzial waren letztes Jahr die Umzäunung, wobei die Notausgänge nicht einmal laut Vorschrift richtig kenntlich gemacht wurden.
Herr Borowa „Brings ist eine friedliche Band, die auf und vor der Bühne viel Spaß verbreitet.“ verkennt damit, dass ein Gefahrenpotenzial auch nicht unbedingt von der Band, sondern eher von den Besuchern ausgeht.
Die Veranstaltung mit technischen Mitteln dicht zu machen ist interessant. Bautypisch gibt es nur Zäune, Absperrketten und Polizeiketten. Verhindert den Weg rein, aber nicht unbedingt den Weg wieder raus....
22:03
ffolkes, macht sich Gedanken die andere schon gelöst haben
21:46
....und bei Überfüllung dichtmachen?
Wer denn, wo denn, wie denn???
21:44
....davon abgesehen: wer soll und KANN die Zuschauer auf dem frei zugänglichen Gelände zählen? Es kann allenfalls geschätzt werden - und dann ist man immer auf der sicheren Seite. Passiert nichts, so waren es 8.000, passiert etwas, so waren es eben nur 6.000.....
Und alle sind fein raus....... so oder so....
21:34
8.000 Menschen auf 5000m²?
Theoretisch mag das ja möglich sein - vielleicht auch praktisch, wenn die Fläche aus einem Stück besteht. Das ist hier aber nicht der Fall - diverse Stände/Zelte bilden Inseln auf der Gesamtffäche und teilen sie in viele mehr oder weniger große Freiflächen auf. Denn die 5000m² setzen sich nicht nur aus großen Freiflächen, sondern auch Durchgängen/Zugängen zusammen.
Wenn eine Panik ausbrechen oder Personen in der Menge ärztlich zu versorgen sein sollten - dann sehe ich schwarz.
Als ob man aus einem 100l-Heringsfass auf Anhieb den dicksten herausfinden könnte....
Leute, rechnet nicht nur. Sondern stellt alles mal bildlich dar. Macht einen maßstabsgerechten Plan mit allen Ständen, Zelten, Durchgängen und Freiflächen. Und plaziert dann die Zuschauer - nur 2 pro m². Ob dann noch ausreichend Platz für 8000 ist? Ich bezweifel es!