Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 17°C
Winter

Mehr Unfallpatienten in Gelsenkirchen seit Wintereinbruch

22.01.2013 | 17:21 Uhr
Die Notfallambulanz der Kinderklinik im Bergmannsheil Buer. Auch hier sind seit Wintereinbruch mehr Patienten eingeliefert worden als sonst.Foto: Franz Meinert

Gelsenkirchen.  Eis und Schnee bescheren den Krankenhäusern seit Wintereinbruch einen erhöhten Zulauf. Die häufigsten Verletzungen sind dabei Verstauchungen, Prellungen, Platzwunden und Knochenbrüche. Bis zu 20 Prozent mehr Patienten verbuchte beispielsweise das Gelsenkirchener St.-Marien-Hospital.

Glatteis, Schneematsch, durch Bodenfrost hochstehende Gehwegplatten – Gelegenheiten für schmerzhafte Stürze gibt es zurzeit viele. Das macht sich auch in den hiesigen Krankenhäusern durchaus bemerkbar. Sämtliche Notaufnahmen verzeichnen mehr Patienten als sonst. Platzwunden, Verstauchungen und Oberschenkelhalsbrüche liegen seit einer Woche hoch im Kurs. Konkrete Zahlen können die Kliniken nicht nennen. „Die Unfallursache wird nicht erfasst. Es kann auch im Haus passiert sein“, erklärt Sabine Ziegler, Pressesprecherin im Bergmannsheil Buer .

Jeder zweite Patient ein Sturzopfer

„Wir haben ein erhöhtes Aufkommen in unserer Notfallambulanz“, sagt Corinna Lee, Pressesprecherin der Evangelischen Kliniken an der Munckelstraße in der Altstadt. Jeder zweite Notfall-Patient sei aktuell ein Sturzopfer. Die große Welle sei am letzten Montag losgegangen, nachdem der Winter am Sonntag Einzug gehalten hatte. „Es waren viele Arbeitsunfälle dabei, die Müllabfuhr war zum Beispiel betroffen“, so Lee. Besonders gefährdet seien Arbeitnehmer, die früh aus dem Haus müssten.

Also wenn die Gehwege noch nicht so geräumt und gestreut sind, wie sie es sein sollten. Auch Kinder auf dem Schulweg oder auf dem Schulhof gehören zu den Patienten. Das gleiche gilt für ältere Leute. Zumeist würden die Verunfallten Verstauchungen im Schulter- oder Sprunggelenk davontragen.

Diverse Verletzungen möglich

Auch im Marienkrankenhaus in Ückendorf machen sich Schnee und Eis bemerkbar: 10 Prozent mehr Notfall-Patienten schlagen laut Sprecher Uwe Becker an der Virchowstraße auf. Im St. Marien-Hospital in Buer – das ebenfalls zur St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH gehört – sind es sogar 20 Prozent. Rational erklären könne man das nicht, so Becker. Betroffen seien dann in erster Linie Arme und Beine. „Der Klassiker bei älteren Menschen ist eine Oberschenkelhalsfraktur.“ Wer sich nach dem Ausrutschen auf Eis oder Schnee im Fallen reflexmäßig abstütze, könne Verletzungen an Elle, Speiche und Handgelenk davontragen, sagt Uwe Becker.

Im Bergmannsheil Buer verzeichnet Dr. Friedrich Kutscha-Lissberg – Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie – ebenfalls einen 20-prozentigen Patienten-Zuwachs: „Am Wochenende kamen viele Patienten mit Verletzungen, die beim Schlittenfahren oder Eislaufen passierten.“ Prellungen, Platzwunden, ausgekugelte Schultergelenke, Fingerbrüche, aber auch Unterschenkel- und Unterarmbrüche mussten medizinisch versorgte werden.

Gelsenkirchen-Buer im Schnee aus der...

 

Von Tobias Mühlenschulte



Kommentare
23.01.2013
01:52
Für mehr Sicherheit sorgen.
von pedder59 | #1

Zitat:
"Am Wochenende kamen viele Patienten mit Verletzungen, die beim Schlittenfahren oder Eislaufen passierten.“

Also warum werden Eislaufbahnen nicht gestreut und Rodelbahnen nicht geräumt?
Unverantwortlich sowas.

Aus dem Ressort
Puddingschnecken für Schneckentempo in Gelsenkirchen
Blitzmarathon
Gelsenkirchener Grundschulkinder verteilen Gebäck an rücksichtsvolle Autofahrer beim Blitzmarathon. Dennoch: Bis Mittag werden 99 Tempoverstöße registriert und bis dahin insgesamt 5500 Fahrzeuge kontrolliert.
Mordfall Madeleine W. – eine Tote klagt den Stiefvater an
Prozess
Für Günther O., der seine Stieftochter ermordet und begraben haben soll, läuft es im Mordprozess schlecht. Erst muss er eine Stunde lang die Stimme Madeleine W.s hören, dann widerlegt auch noch die Rechtsmedizinerin seine Version vom Unfalltod. Eindeutig: Madeleine war tot, als sie begraben wurde.
Klimabündnis Gelsenkirchen-Herten bietet 24 Veranstaltungen an
Aktionswoche
Die Stadt Gelsenkirchen bietet allen Bürgern die Möglichkeit, sich im Rahmen der Aktionswoche „Klimametropole Ruhr 2022“ mit Zukunftsfragen im Sinne der Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Zwei Meister der spitzen Feder stellen Buch vor
Lesung
Meister der spitzen Feder sind sie beide, Karikaturist Heiko Sakurai und Autor Lars von der Gönna. Ihr gemeinsames Buch stellten sie nun in Gelsenkirchen vor.
Gelsenkirchenerin war als Freiwillige in Südamerika
Auslandsjahr
Inga Clever (20) hat ein Jahr lang über das Programm „Seitenwechsel“ des Bistums Essen in Bolivien gearbeitet. Viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammelte sie dabei: In einem Kinderheim hat sie mit Jungen im Alter von sieben bis 18 Jahren gearbeitet, sie und ihre Geschichten kennen gelernt.
Umfrage

Im Essener Folkwang-Museum denkt man derzeit über freien Eintritt für die Besucher nach - zumindest samstags. Im Gelsenkirchener Kunstmuseum gilt schon längst an allen Tagen: Eintritt frei. Auch ins Horster Schloss kommt man für wenige Euro in die sehenswerte historische Schau. Was meinen Sie, sollte der Eintritt zu Museen generell frei sein?

 
Fotos und Videos
Der Südosten ist bunt
Bildgalerie
Stadtteilfest
Gigantisches Oktoberfest auf Schalke
Bildgalerie
Oktoberfest
Gelsenkirchen-Buer von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Gelsenkirchen von oben
Bildgalerie
Aus der Luft