Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen 9°C
Neue Energien

Das Interesse für Solarenergie wecken

07.05.2012 | 08:00 Uhr
Die Solarsiedlung Bismarck.Foto: Hand Blossey

Gelsenkirchen. „Das ist die Photovoltaik-Anlage. Sie wandelt das Sonnenlicht in Strom um“, erklärt Damian Difort und zeigt auf das Dach eines Hauses, an dem die blau glitzernden Zellen angebracht sind. „Daneben sieht man die solarthermische Anlage, die Warmwasser erzeugt.“ Eine kleine Gruppe folgt dem Zwölfjährigen bei einem Rundgang durch die Solarsiedlung Gelsenkirchen-Bismarck.

Für das Projekt „Solar na klar für Kids“, das vom Förderverein für solare Energie und Lebensqualität (SOL) und der Evangelischen Gesamtschule (EGG) initiiert wurde, führen ältere Schüler regelmäßig jüngere Kinder durch die Sonnensiedlung. So soll das Bewusstsein der Kleinsten für das Thema regenerative Energien geschärft werden.

Heizkosten sparen

Am Samstag fand nun eine Führung im Rahmen der „Woche der Sonne “ statt. Aufgrund des verregneten Wetters blieb die Gruppe recht klein, doch Damian erfüllte seine Aufgabe mit Bravour und erklärte, wie die Häuser mit Hilfe der Sonne Wärme und Strom produzieren und was dafür nötig ist. Gestartet wurde vor dem Solarpoint am Wendekreis vor der Gesamtschule. Hier gab es anhand einer Luftaufnahme einen ersten Überblick. Auf dem Weg durch die Siedlung erhielten die Zuhörer zahlreiche Informationen über die Rigole oder die Kollektoren auf den Dächern. „Die Fenster der Südseite sind sehr groß, weil die Sonne hier viel länger reinstrahlt. Auf der anderen Seite befinden sich kleine Fenster, um Wärmeverlust zu vermeiden. So können Heizkosten gespart werden“, verrät der junge Tourleiter.

Massenprotest gegen Kürzungen

„Durch das Projekt können wir nachfolgenden Generationen zeigen, dass man auch anders wohnen kann“, sagt Martin Weyer-von Schoultz, Vorstandsmitglied des SOL-Fördervereins und Didaktischer Leiter der EEG, der selbst in der Solarsiedlung wohnt.

Studienreferendar Patrick Skiba erarbeitete das Projekt und stellte mit Schülern verschiedener Jahrgänge im Rahmen einer Projektwoche eine Mappe mit Informationen zusammen, die auf die Führungen vorbereiten soll. „Die Kinder hören eher älteren Schülern als Erwachsenen zu", sagt Skiba. „Außerdem lernen die Großen so, ihr erworbenes Wissen sinnvoll zu vermitteln.“

Jessica Hellmann



Kommentare
07.05.2012
12:47
Das Interesse für Solarenergie wecken
von nachdenklichergelsenkirchener | #1

Hat der Herr auch erzählt, dass in Gelsenkirchen-Rotthausen einmal die modernste Anlage zur Herstellung von Solarzellen stand, aber diese mittlerweile Pleite ist. Und beim Kampf der Arbeitnehmer um den Erhalt der Fabrik hat man keinen dieser Herren gesehen, welche immer noch dem Märchen hinterherlaufen, dass Gelsenkirchen eine Solarstadt ist. Produktion gibt es keine mehr, die großen Händler haben teilweise auch Probleme, und die paar PV-Watt, die pro Einwohner hier auf den Dächern sind werden von jedem bayrischen Kuhdorf mit links übertroffen. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es schon fast lächerlich....

Aus dem Ressort
Gelsenkirchener Berufskollegs für die Zukunft aufstellen
Bildung
Spätestens im Schuljahr 2013/24 werden die Schülerzahlen der Gelsenkirchener Berufskollegs die Talsohle erreicht haben. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens der Projektgruppe Bildung und Region. Deren Empfehlung: Die heute vier Berufskollegs mit ihren sieben Standorten auf drei Zentren...
Wandel in Gelsenkirchen – vom Reformhaus zum Bio-Körbchen
Handel
Isabel Evers und David Bone vermarkten bislang auf dem Altstadt-Markt in Gelsenkirchen und in ihrem Bio-Laden in Moers Produkte aus eigenem Anbau. Nun übernehmen sie das Ladenlokal des Wörishofener Kräuterhauses und wollen dort spätesten nächsten März ihr „Bio-Körbchen“ eröffnen.
S04-Mitarbeiterin soll mit Knappenkarten betrogen haben
Arbeitsgericht
Auf Schalke zahlen die Fans mit ihrer Knappenkarte. Mit einer solchen soll eine Arbeitnehmerin ihren Arbeitgeber Schalke 04 um Geld betrogen haben und wurde deshalb im Sommer gekündigt. Die Schalker stehen damit juristisch aber auf dünnem Eis, die Mitarbeiterin könnte vor Gericht siegen.
Autorin besucht die Proben im Consol Theater
Theater
Die prominente Dramatikerin Sibylle Berg schrieb für das Consol Theater das Jugendtheaterstück „Mein seltsamer Freund Walter“. Vor der Uraufführung kam sie zu einem Probenbesuch nach Gelsenkirchen.
Wie viel Steuergeld darf ein Theaterbesuch in Gelsenkirchen kosten?
Kulturförderung
Auch wer als Gelsenkirchener nie ins Theater geht, finanziert jeden Besuch des Musiktheaters im Revier mit. Im Jahr 2012 wurden im Schnitt 120 Euro pro Besuch aus dem Stadtsäckel bezogen. Zu viel Geld, moniert der Bund der Steuerzahler in NRW: Gelsenkirchen landet in der Negativstatistik im oberen...
Umfrage

Geht es nach dem Willen der nordrhein-westfälischen Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK), dann sollen langjährige Empfänger von Hartz IV, die kaum noch Aussicht auf Rückkehr auf einen regulären Arbeitsplatz haben, als „Assistenten“ in Schulen, Kitas sowie Alt- und Pflegeheimen eingesetzt werden. Im Gegenzug werden ihre Sozialleistungen aufgestockt und künftig als „Gehalt“ gezahlt. Was halten Sie davon?

 
Fotos und Videos
Schalke-Choreos
Bildgalerie
Schalke-Fans
Bierpreise in Bundesliga und Region
Bildgalerie
Bierpreise
Erster Heimsieg für Di Matteo
Bildgalerie
Schalke 04