Hohe Benzolwerte entfachen Diskussion um BP-Erweiterung in Gelsenkirchen
28.05.2012 | 08:00 Uhr 2012-05-28T08:00:00+0200
Gelsenkirchen-Scholven. An der Messstelle Fünfhäuserweg sind im April wieder erhöhte Benzolwerte im Umfeld der BP-Raffinerie gemessen worden. Dort lag der Wert bei 9,2 und damit deutlich über dem Grenzwert von fünf Mikrogramm pro Kubikmeter. Die geplante Norderweiterung des Chemiestandorts dürfte neu diskutiert werden.
Im vergangenen Monat sind an der kritischen Messstelle Fünfhäuserweg wieder erhöhte Benzolwerte im Umfeld der BP-Raffinerie gemessen worden. Dort lag der Wert bei 9,2 und damit deutlich über dem Grenzwert von fünf Mikrogramm pro Kubikmeter, teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz jetzt dem Referat Umwelt der Stadt mit. Damit wird die politische Diskussion um die Norderweiterung des Chemiestandortes erneut angefeuert.
Im ersten Quartal 2012 hatte das Umweltreferat noch von einer Entspannung der Lage gesprochen. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Durchschnittswert für alle fünf Messstellen bei 2,9 Mikrogramm. Die Verdreifachung dieses Wertes am Fünfhäuserweg bezeichnet die Stadtverordnete Irene Mihalic von den Grünen als „unglaublich“. Auf der Grundlage dieser Entwicklung sei der „Fahrplan“ für die Genehmigung der Norderweiterung nicht mehr zu halten. Deshalb müsse die Stadt endlich auch die Ordnungsverfügung durchsetzen und den Fremdfirmenhof an der Ulfkotter Straße räumen und das Planverfahren aufgeben. Die Stadt hatte Ende April mit Blick auf die zurückgegangenen Werte angekündigt, dass sie auf eine erneute Offenlage der Pläne verzichten wolle und der Bebauungsplan wohl Ende September verabschiedet werden könne.
Neues Öl wohl verantwortlich
Als mögliche Ursache für den Anstieg der Benzol-Werte nennt eine BP-Sprecherin ein anderes Öl, das während des vorübergehenden Betriebsstillstands des Horster Werkes jetzt in Scholven eingesetzt werde. Rainer Faber, einer der Sprecher der Bürgerinitiative „Grün für 3“, zeigt sich von der aktuellen Entwicklung nicht überrascht. Für ihn spielt die Windrichtung eine Hauptrolle: „Im Februar, März kam der Wind hauptsächlich aus nordöstlicher Richtung, im April dagegen aus südwestlicher Richtung.“ Er wirft der Stadt vor, den Einfluss des Wetters bei der Beurteilung im Bebauungsplanverfahren nicht hinreichend berücksichtigt zu haben. Die Benzol-Belastung des Stadtnordens werde sich zwangsläufig noch erhöhen, sollte es zu einer Betriebserweiterung kommen. Denn auf dem Gelände, wo jetzt noch die Fremdfirmen untergebracht sind, soll auf einer Fläche von 40 Hektar Benzol in unbegrenzter Menge gelagert und verarbeitet werden können.
Über die Benzol-Werte diskutiert die Bezirksvertretung Nord am 31. Mai ab 16 Uhr im Rathaus Buer.
11:44
Das unterstellen Sie einfach, weil Sie argumentativ in die Ecke gedrängt worden sind.
Ihre aufgeregte Reaktion zeigt deutlich, dass ich hier ins "Schwarze" (oder vielmehr ins "Grüne") getroffen habe. Das wollte ich nur. Nun, Sie haben mir ja den Gefallen mehrfach getan...
Es bleibt dabei: Unrealistische Neinsagerei bringt keine Wählerstimmen und keine Jobs. Und das ist unsozial. Besonders von Leuten, die lebenslang verbeamtet sind und diese Privilegien dauernd genießen im Gegensatz zu Normalbürgern.
Ansonsten: "Über die Benzol-Werte diskutiert die Bezirksvertretung Nord am 31. Mai ab 16 Uhr im Rathaus Buer." Dort können Sie sich umfassend informieren.
Abschließend noch ein Satz von Karl Jaspers: "Die Parteien machen sich den Staat zur Beute." (1968 bereits). Wie wahr, wie wahr...
Ja, so ist die Parteigängerei. ...
09:34
Sehr geehrter Herr tagesschau, auf Offenkundiges hinzuweisen ist nicht unseriös. Sie können den Gegenbeweis ja durchaus erbringen indem Sie uns das von Ihnen postulierte "technische Problem" näher erläutern.
Ansonsten haben Sie in Kommentar 2 eingestanden, dass Ihnen bewusst war in Kommentar 1 Irreführung zu betreiben. Für diesen Fortschritt in Anstand bedanke ich mich sehr herzlich bei Ihnen.
00:17
"Sie zeigen einmal mehr ihre völlige Ahnungslosigkeit Herr tagesschau."
Bleiben Sie bitte seriös und anständig.
"Die Grünen haben seinerzeit auf Druck ihres Kooperationspartners SPD der Norderweiterung zugestimmt."
Ja, das ist bekannt. Auch ich lese Zeitung. Das heisst ja, dass sich die Grünen von der SPD unterdrücken lassen - interessant ... Und dann wollen die Grünen hier glauben machen, bei ihnen herrsche eine freie Meinungsbildung. Offenbar nicht! Da ging es also schon mal um die Posten hier.
"Das ist wohl bedingt durch ihr Parteibuch." Ich habe gar kein Parteibuch. So kann man sich irren. Die Parteigängerei engt immer die freie Meinung so sehr ein (siehe oben!). Das lasse ich doch lieber, wie eine überwältigende Mehrheit der Bürger.
Und die Grünen sind und bleiben eine Neinsagerpartei, die Jobs stark gefährdet. Das ist eine unsoziale und unverantwortliche Politik. Daher gibt es dafür immer wieder nur wenig Stimmen: Schauen Sie doch bitte auf die mageren Wahlergebnisse.. Na...
23:37
Sie zeigen einmal mehr ihre völlige Ahnungslosigkeit Herr tagesschau. Das ist wohl bedingt durch ihr Parteibuch. Daher hier zur Erinnerung:
Die Grünen haben seinerzeit auf Druck ihres Kooperationspartners SPD der Norderweiterung zugestimmt. Basis war die (damals schon fragwürdige) Behauptung der SPD bzgl. der 2000 perspektivischen Arbeitsplätze.
Nun wissen wir aber heute das BP trotz zwischenzeitiger Genehmigung strukturell Arbeitsplätze ab zu bauen bedenkt.
Sie können sich ihr Fabulieren also dort hinstecken wo auch ihre technische Kompetenz zu schlummern scheint. Alternativ auch zuende studieren. Ihnen fällt da schon was ein.
11:49
den es zu bekämpfen gilt! Sie selbst haben ja viele Beamte (Polizisten wie Mihalic und Melerski, Lehrer) in ihren Reihen, die lebenslang rundum gesichert sind! Da sieht die Welt schon anders aus gegenüber den Normalbürgern. Nicht zuletzt wegen dieser Verhaltensweise haben die Grünen in Gelsenkirchen stets sehr schlechte Wahlergebnisse und nur wenig Mitglieder. Das wird auch so bleiben.
Zeitweise höhere Benzolwetre sind ein technisches Problem, das bald gelöst sein wird.
23:50
In einer industriepolitikfetischistisch geprägten Stadt, wird der Wind schon manchmal zum Freund der großkopferten. Man legt sich Zahlen halt gerne zurecht. Dumm nur wenn der Wind sich als so unzuverlässiger Partner erweist.
Von vornherein gemauschelt und geschoben. "2000 Arbeitsplätze!" war sich die SPD nicht zu schade im Zusammenhang mit der Norderweiterung zu versprechen. Hab ich auch noch irgendwo schriftlich. Jetzt muss man schon froh sein wenn keine Leute entlassen werden.
Der Vergleich mit den Benzolwerten dürfte präzise sein.
10:00
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Vielleicht sollte der OB den Bürgern auch mal sagen, das der Fremdfirmenhof später nach Bergmannsglück verlegt verlegt sollte....!
22:29
Aber was ist schon das Häufchen Bürger...