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Fröndenberg

Zarte Sonaten mit Violine und Piano

17.03.2008 | 19:41 Uhr

Fröndenberg. (alex) Rund 30 Zuhörer erlebten am Samstagnachmittag im Fröndenberger Stifts-Saal einen Hörgenuss der Extraklasse.

Im Rahmen der Konzertreihe der evangelischen Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen gaben Pianistin Anna Gorelkina und Violinist Ivan Skiba ein Kammerkonzert mit Werken großer Komponisten wie Beethoven, Tschaikowsky, Rachmaninov oder Elgar. Der Kontakt zu den beiden Musikern jüdischen Glaubens aus der Ukraine war über die erste Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Unna, Alexandra Khariakova, zustande gekommen.

Diese wiederum hatte Kantorin Ramona Kühn die beiden wärmstens ans Herz gelegt und so für eine Einladung nach Fröndenberg gesorgt. Pfarrer Achim Heckel schwärmte bereits im Vorfeld des Konzertes von den Proben des Duos, die er im Vorbeigehen am Stiftsgebäude mitbekommen habe.

Pianistin Anna Gorelkina ist Preisträgerin der ukrainischen Kammermusikwettbewerbe der Städte Donjezk und Lwow. Seit fünf Jahren lebt sie in Unna. Violinist Ivan Skiba absolvierte sein Musikstudium in den ukrainischen Städten Uschhorod und Kies, aber auch in Dortmund. Seit 14 Jahren lebt der junge Musiker in Deutschland und beteiligt sich, neben seiner Arbeit als Lehrer für musikalische Früh- und Grunderziehung an zahlreichen eigenen Musikprojekten. Das Duo musiziert seit zwei Jahren miteinander. Das Repertoire des Kammerkonzertes am Samstagnachmittag haben die Musiker selbst zusammengestellt. Eingeleitet wurde der Hörgenuss mit vielen Vorschusslorbeeren an Applaus - die waren denn auch gerechtfertigt. Zum Einstieg wurde die "Sonate in d-moll" aus Arcangelo Corelli mit butterweichen Violinen-Linien zu Gehör gebracht, in ähnlichem Stil ging es mit einer vierteiligen Sonate von Ludwig van Beethoven weiter. Nach einer Pause und weiteren Klassik-Stücken von Tschaikowsky, Rachmaninov, Massenet, Elgar und Kreisler bewiesen die beiden Musiker, dass sie auch - oder erst recht - auf dem Terrain der jüdischen Volksmusik zuhause sind. Nach dieser "Klezmer"-Einlage wurde das Duo mit fulminantem Beifall verabschiedet.



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