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Protest beim CSD

09.08.2010 | 12:36 Uhr

Beim siebten Christopher Streetday in Essen stand Ruhrbischof Overbeck weiterhin in der Kritik.

Unter dem Motto "Ein Pott voller Vielfalt" tauchten hunderte Lesben und Schwulen den Essener Kennedyplatz beim siebten Ruhr Christopher Streetday in Regenbogenfarben. In dem farbenfrohen und friedlichen Programm fanden jedoch auch kritische Töne Platz. So protestierten die Essener Homosexuellen weiterhin gegen die umstrittenen Äußerungen des Ruhrbischofs Overbeck, gleichgeschlechtliche Liebe sei Sünde. Dem schlossen sich auch einige Politiker an, die am Nachmittag offen auf der Bühne diskutierten. Eine Entschuldigung forderte etwa Bundestagsmitglied Kai Gehring, Grünen-Sprecher für Jugend, Generationen- sowie Hochschulfragen. Am 2. September ist eine Delegation der Essener Lesben und Schwulen zum Gespräch bei Overbeck eingeladen.

Der Akzeptanzpreis 2010 wurde an Stadtdirektor Christian Hülsmann und den ehemaligen schwulenpoltitischen Aktivisten Wolfgang Berude verliehen. Hülsmann habe sich bereits in den 90er-Jahren für die homosexuelle Szene eingesetzt. So wirkte er maßgeblich am Handlungsprogramm "Gleichgeschlechtliche Lebensweisen - ein Beitrag zur Vielfalt" mit.

Bei der traditionellen Schweigeminute um 19 Uhr wurde in diesem Jahr nicht nur den HIV-Kranken, sondern auch den Loveparade-Opfern gedacht. "Wir wollten auch für die Angehörigen ein Zeichen setzen und ihnen zeigen, dass wir bei ihnen sind", sagte Dietrich Dettmann, Vorstand von Essen Andersrum e.V., der den CDS gemeinsam mit dem Forum Essener Lebsen und Schwule (FELS) und dem Verein Frauenliebe im Pott (FLIP) organisiert hatte.

Jennifer Schumacher

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10.08.2010
16:28
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von brink | #62

Für einen Mann ist die Frage ob ein anderer Mann schwul ist doch eigentlich nur dann interessant wenn er selbst schwul ist. Ansonsten kann ich nicht verstehen warum einen das interessieren sollte.

09.08.2010
22:15
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von Eurofighter_Forever | #61

Also, wenn Schalke endlich die verdammte Schale holt, werde ich für einen Tag auch schwul, denn dann habe ich die Truppe ganz doll lieb ................

09.08.2010
19:45
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Name von Moderation entfernt | #60

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08.08.2010
17:43
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von elante | #59

....# 39
es ist vollkommen belanglos für die Entwicklung eines Kindes, ob beide Elternteile nun männlich oder weiblich sind, oder ob es von einem Mann-Frau Elternpaar erzogen wird. Wichtig ist das Umfeld, in dem es aufwächst, welche Werte vermittelt werden und ob das Kind Zuneigung bekommt und ob die Eltern die Verantwortung für ein Kind überhaupt übernehmen können.
Ich denke, dass Homosexuelle Paare bessere Eltern wären. Denn erstens ist die Entscheidung (und die Folgen) für ein Kind verantwortungsvoll überdacht worden (im Gegensatz z.B. wo Kinder aus einem geplatzten Kondom entspringen) und zweitens könnten die Kinder wohl auch zu toleranteren und weltoffeneren Menschen erzogen werden.

08.08.2010
17:24
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von gonzo | #58

@natur pur: Bin auch katholisch, bleibe es auch, und bin sehr dafür, dass gewisse humanistische Werte dieser Lehre erhalten bleiben - gerade in der Familie.
Aber Schwulsein sucht man sich nicht aus - glauben Sie mir: Homosexualität ist keine Wahlveranstaltung!!!
Und welche Rechte wollen Sie diesen Leuten entziehen???

08.08.2010
17:05
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von natur pur | #57

@gonzo: Eltern

Sehen Sie, ich gehöre auch einer Minderheit an, nämlich der kath. Kirche, die den Wert der christlichen Familie sehr hoch ansetzt. Gestern hatten wir noch eine Tauffeier, insgesamt 5 Täuflinge, 5 Elternpaare, 5 Patenpaare und das Sakrament von einem indischen Pfarrer gespendet (der sich richtig mitfreute nach dem Motto: Inder UND Kinder, der Rüttgers hatte ja keine Ahnung ;-)). Wie dem auch sei.
Was der Gender-Mainstream propagiert, ist vollkommen irrelevant, aus dem schlichten und einfachen Grund: Er propagiert überhaupt nichts. Irgendwas propagieren tun nur Menschen, indem sie effektiv handeln. Und da braucht es keine Massen. Die hat es noch nie gebraucht, um Wesentliches lebendig zu halten.

08.08.2010
16:58
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von Schalk | #56

An Nr. 27

Wer schreibt denn jetzt hier, der persönliche refernet des Chefredakteurs? WAZ und Zensur, das ist wohl peinlich, deshalb immer schnell zensieren. Mit der Zensur wird nicht nur der Demokratie geschadet, sondern die WAZ schadet sich selbst, denn massiv rückläufige ABO-Zahlen sprechen doch wohl für sich. Nicht alle lassen sich im Sinne dieser mediengruppe zensieren, auch nicht mit Unterstützung solcher Verbalartisten wie unter Nr. 27, jeder disqualifiziert sich so gut er kann und wenn es mit schlechtem Deutsch ist.

08.08.2010
16:49
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von natur pur | #55

@gonzo: Was hat die privatwirtschaftliche Situation mit der Akzeptanz der Menschen zu tun?

GELD
Der Profi-Fußball wird derzeit eher als Männersport vermarktet und entsprechend würden offen geoutete schwule Spieler sich eher störend aufs Geschäftsmodell auswirken. Das hat alles im weiteren Sinne mit dem System Tendenzbetrieb zu tun. Manchmal spielen da sexuelle und physische Aspekte sehr stark rein. Sie erwarten bei S Oliver auch nicht unbedingt als Verkäuferin eine Speckbarbie ohne modische Ambitionen. Bei Edeka wird es Ihnen hingegen relativ egal sein, wieviel Feminität die Kassiererin ausstrahlt, usw.

08.08.2010
16:45
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von gonzo | #54

@natur pur... in dem Punkt werden wir uns nicht einig werden. Ich war auch mal ihrer Meinung und habe nach intensiven Studien der Faktenlage (empirische wie qualitative) die Meinung geändert.
Sie vertreten eine etwas konservative Position, die noch kein Equivalent zur sozialien Realität kennt. Das ist nicht weiter schlimm.

Fakt ist aber leider, dass das, was Sie gerne für die Kinder hätten, zunehmend eine Illusion ist. Fakt ist, dass die meisten Kinder in Deutschland das, was Sie propagieren nicht bekommen. Dafür aber alleinerziehende Mütter und Väter, die alles andere als ein Vorbild sind.

Und was machen Sie mit Leuten, die durch eine frühere Het.beziehung eigene Kinder mitbringen? Wollen Sie den Menschen die Kinder wegnehmen, weil ein paar ewig Gestrige archaische Familienbilder pflegen wollen?

Fakt ist auch, die meisten Kinder homos. Paare werden hetero!!!!

08.08.2010
16:34
Regenbogenfarben und Protest beim CSD
von gonzo | #53

@natur pur: Nein nein, Homophobie vermute ich nicht überall. Und ich glaub auch nicht, dass wir mehr Tolleranz als jetzt bekommen werden - den meisten Leuten ist es ja auch egal.

Was hat die privatwirtschaftliche Situation mit der Akzeptanz der Menschen zu tun? Das Problem wären da wohl eher die Fans und einige Funktionäre, Spieler, Trainer, für die das ein gefundenes Fressen wäre.

Sie können aber nicht behaupten, es wäre überhaupt kein Problem. Es gibt eben viele Lebensbereiche, in denen Menschen nicht offen sagen können, dass sie schwul sind - und dafür sind solche Events ganz gut, um den Allerletzten dann mal zu demonstrieren Wir sind so und wir gehen jetzt auch nicht mehr weg.

Dass es manche damit auch übertreiben... keine Frage.

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