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Wanderweg an der Ruhr

Der Dschungel von Steele-Horst

09.08.2012 | 19:24 Uhr
Der Dschungel von Steele-Horst

Steele-Horst. Dietmar Husemann ist ein echter Horster. Seine Freizeit verbringt er gerne in freier Natur und so wandert er beispielsweise an der Ruhr entlang. Momentan muss er jedoch aufpassen, sich nicht zu verlaufen, denn das rechte Ruhrufer gleicht derzeit auf Teilen der Wegstrecke zwischen dem Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen und Steele-Horst in Höhe der ehemaligen Fabrik Vogelsang bzw. der Antonienallee einem Dschungel.

Das Dickicht ist mittlerweile so gewuchert, dass man – geht man in Kolonne über den Wanderweg – den Vordermann schon nach wenigen Metern komplett aus den Augen verliert. „Auf Bochumer Stadtgebiet ist der Weg gänzlich freigeschnitten und das Grün gepflegt. Nur auf Essener Gelände herrscht Wildwuchs“, wundert sich Dietmar Husemann, der sich so gar nicht mehr beim Wandern entspannen kann, wie er sagt.

Des Rätsels Lösung präsentiert Eckhard Spengler, Leiter für Öffentlichkeitsarbeit bei „Grün & Gruga“. Ihm ist das Problem mit dem üppigen Neophyten – wie die Pflanzen in der Fachsprache heißen – durchaus bekannt. „Der Aufwuchs ist aufgrund des feuchtwarmen Wetters so massiv, dass die Rückschnitte beziehungsweise Schlegelgänge eine weitaus höhere Frequenz erfordern würden, als derzeit möglich ist“, erklärt Spengler. Das beschriebene Areal liegt zwar im Zuständigkeitsbereich von Grün und Gruga, die Arbeiten seien aber zurzeit aus „Kapazitätsgründen nicht leistbar“, wie Spengler ergänzt.

Da es sich bei diesem Ruhrabschnitt um einen Wanderweg in einer naturnahen Grünanlage handelt und keine „prioritär zu leistende Verkehrssicherungspflicht“ vorliegt, werde man diese Grünschnittarbeiten nachfolgend erledigen.

Von Michael Heiße



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