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Feinschmecker-Festival

Schlemmen auf der Dorfwiese beim Feinschmecker-Festival

05.08.2012 | 18:13 Uhr
Schlemmen auf der Dorfwiese beim Feinschmecker-Festival
Der Vorstand des Bürger- und Verkehrsverein Schönebeck: Jürgen Gorges (Beisitzer), Eckhard Herlitz (2.Kassierer), Kai Schmid (Beisitzer), Martin Fütterer (Beisitzer), Michael Philipp (1.Vorsitzender), Uwe Spellerberg (Kassierer), Elke Gelitzki (Geschäftsführerin), Sven Nierfeld (Beisitzer Jugend), Harald Häde (2.Vorsitzender). Foto: Ulrich von Born

Schönebeck.   Das Schönebecker Feinschmecker-Festival hat bei seiner vierten Auflage auch in den Nachbarstädten Fans gewonnen. Die parallel laufende Gourmetmeile in Rüttenscheid stellt keine Konkurrenz zum kulinarischen Treiben auf der Dorfwiese dar.

Schlemmen unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein und Livemusik – das lassen sich die Schönebecker nicht zwei Mal sagen. Ihre Dorfwiese ist proppenvoll und doch fühlen sich die Menschen nicht gedrängt. In trauter Runde sitzen sie beisammen, probieren, was die Gastronomen ihnen anbieten und genießen das vierte Schönebecker Feinschmecker Festival.

„Die Menschen lieben einfach den Dorfcharakter hier auf unserer Wiese“, weiß Roswitha Schirrmacher von der Schönebecker Schweiz. Das Ehepaar Schirrmacher hatte damals die Idee ein solches Fest zu organisieren und fand beim Bürger- und Verkehrsverein Schönebeck 1994 schnell Kooperationspartner. „Wir wollten einfach etwas für unseren Stadtteil auf die Beine stellen“, erklärt die Gastronomie ihre Motivation. Natürlich sei der Aufwand enorm – bis auf wenige Ausnahmen bereiten die Köche alles frisch zu. „Aber es lohnt sich und ist immer sehr gemütlich.“

Schönebecker und Nachbarn aus angrenzenden Stadtteilen wissen die Atmosphäre zu schätzen. „Man trifft hier viele Bekannte und kann ein Schwätzchen halten“, nennt Heike Martschinke die Vorteile des Festes. Natürlich gebe es auch gutes Essen. „Der Vorspeisenteller von ,Fatamorgana’ ist super lecker“, verrät die Schönebeckerin. Auch wenn die Preise auf Gourmetmeilen stets etwas „happig sind“, lässt sie sich das Vergnügen nicht nehmen. „So oft macht man das ja nicht und es kommt uns auf das Beisammensein an.“ Insgesamt acht Gastronomen bieten beim Feinschmecker Festival ihre Speisen an. Ergänzt wird das Fest durch das Bühnenprogramm. Für das musikalische Wohl sorgen „The Boys of ’64“ sowie die „Brentwood Skifflers.“ „Wir planen die Bands im Zweijahresrhythmus zu rotieren“, erklärt Michael Philipp, frischgebackener erster Vorsitzender des BVV. Die Einlage der Bauchtänzerin sei im letzten Jahr praktisch ein Präsent des Restaurants „Fatamorgana“ gewesen. „Der Auftritt kam so gut an, dass wir ihn wieder mit ins Programm nahmen.“

Bei der Organisation gilt – wie so oft – nach dem Fest ist vor dem Fest. Bereits jetzt steht der nächste Planungstermin fest. „Wir setzen uns immer im Februar zusammen, um schon frühzeitig alles zu klären“, sagt Philipp. Welche Gastronomen machen mit? Welches Rahmenprogramm? Wie sind die Vorlaufzeiten? „Ein gutes halbes Jahr müssen wir dafür immer einplanen.“

Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen das Team und entlasten mit ihrer Hilfe auch die Gastronomen. „Die Motivation ist, sich bekannt zu machen und über Stadtteilgrenzen hinaus neue Kunden von sich zu überzeugen“, sagt Michael Philipp. Mittlerweile habe sich das Festival in gemütlicher Runde schon bis in benachbarte Städte herumgesprochen. „Es ist schön, dass auch Mülheimer und Oberhausener dabei sind.“ Für Besucher des Festes eine gute Gelegenheit, neue Restaurants kennenzulernen und zu testen. „Wir kommen aus Rüttenscheid und finden es gut, einmal etwas weiter weg zu sein“, findet Bulut Kocdemir, Geschäftsführer des „Lorenz.“ „Es ist einfach schön, die eigenen Gerichte einmal wo anders zu präsentieren und neue Kunden zu gewinnen.“

Das Konzept scheint aufzugehen. Ein Blick über die Dorfwiese zeigt lauter zufriedene Gesichter. Die zeitgleich stattfindende Gourmetmeile in Rüttenscheid stellt hier keine Konkurrenz dar. „Die Schönebecker sind sehr stadtteilbezogen“, erklärt Michael Philipp. Um die Mittagszeit waren alle 500 Sitzplätze bereits vergeben. „Wir sind sehr zufrieden“, betont er und fügt schmunzelnd hinzu: „Wir hatten uns ehrlich gesagt mehr Sorgen um das Wetter gemacht.“

Jennifer Humpfle


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