Das aktuelle Wetter Essen 6°C
Hallenbad-Neubau

Kostenfrage für Bad-Neubau in Essen bleibt ungeklärt

18.01.2012 | 06:00 Uhr
Kostenfrage für Bad-Neubau in Essen bleibt ungeklärt
Das „Lippe Bad“ in Passivbauweise gilt als Beispiel für das geplante Hallenbad auf dem Thurmfeld.Foto: Schmaelzger

Essen.  Der Sport- und Bäderausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag den Weg für die weiteren Schritte zum Bau eines neuen Hallenbades auf dem Thurmfeld nahe der Universität frei gegeben. Bis Mitte April soll eine präzise Kostenschätzung für den Neubau vorliegen.

Der Sport- und Bäderausschuss hat in seiner Sitzung den Weg für die weiteren Schritte zum Bau eines neuen Hallenbades auf dem Thurmfeld nahe der Universität frei gegeben. Bis Mitte April soll eine präzise Kostenschätzung für den Neubau vorliegen, über die Ergebnisse eines Architektenwettbewerbs, zu dem Stadt ausgesuchte Teilnehmer einladen will, soll eine Jury noch vor der politischen Sommerpause entscheiden.

Für die SPD brachte Fraktionsvorsitzender Rainer Marschan noch einmal die Sorge zum Ausdruck, das Schwimmbad könnte teurer werden als kalkuliert und dies zu Lasten des ebenfalls geplanten Umbaus des Strandbades „Hesse“ in Dellwig gehen. „Wenn wir Pech haben, sind im Mai die Planungskosten überschritten. Dann beginnen wir wieder bei null“, so Marschan.

Die SPD-Fraktion „hofft und erwartet“, dass das Freibad „Hesse“ mit Beginn der Badesaison 2013 umgebaut sei. Finanziellen Spielraum böte sich allenfalls, sollte die Stadt die ebenfalls geplante Sanierung des Borbecker Hallenbades zurückstellen - zugunsten der anderen beiden Bäder. Wolfgang Rohrberg, Geschäftsführer des Essener Sportbundes, warb schon einmal dafür: „Lasst uns erst die Knackepunkte lösen.“

"Hier wird es Probleme geben."

Denn was die Kosten angehe, hänge das eine sehr wohl mit dem anderen zusammen, unterstrich Sportdezernent Andreas Bomheuer . Hat die Politik mit Zustimmung der Bezirksregierung doch ein Gesamtpaket geschnürt. Vorgesehen sind 2,5 Millionen Euro für „Hesse“, 4,7 Millionen für die Sanierung des Borbecker Hallenbades und 9,7 Millionen für den Neubau auf dem Thurmfeld. Mehr dürfe es nicht werden, was Wolfgang Rohrberg zu einem bitteren Kommentar nötigte: „Bei jeder Ampel, die gebaut wird und die 50.000 Euro mehr kostet, gibt es kein Theater. Hier wird es Probleme geben.“

Soviel steht fest: Ein Hallenbad nach modernsten Energiestandards dürfte für knapp zehn Millionen Euro kaum zu haben sein. Unbeantwortet bleibt die Frage, welche Kosten auf die Stadt zukommen werden, um das Grundstück baureif zu machen. Im Untergrund werden Altlasten vermutet, das Ergebnis von Bodenuntersuchungen steht noch aus.

Mitte bis Ende 2015 soll das neue Hallenbad stehen. Die FDP warb dafür, das übrige Gelände planersich frei zu halten. Mit der vorgesehenen Wohnbebauung durch eine Siedlung des Werkbundes hole die Stadt sich die Nachbarschaftsprobleme erst „ins Haus“.

Marcus Schymiczek


Kommentare
18.01.2012
08:19
Bei den Kosten nicht ins Schwimmen kommen
von hasimir | #1

Ich würde ein Zentralbad bauen. Somit könnte Borbeck wegfallen und die Kosten für die dort geplante Renovierung sollten dafür dem Neubau zu Gute kommen. Dafür muss der Neubau auch ein zweites Becken haben. Eigentlich müssten es sogar 3 Becken sein, weil das aktuelle Hauptbad ja auch schon 2 Becken hat und die bisherigen Kapazitäten aufzufangen sind..
Von Borbeck ist man mit dem Auto oder dem Rad in 10 bis 15 Minuten am neuen Standort. Ferner würde ich von der Fläche her die Option für ein Außenbecken offen halten. Vorteil der ganzen Sache wäre auch, dass man Personalkosten sparen könnte, weil nicht zwei Bäder bewirtschaftet werden müssen.
In 10 Jahren fragt man sich wieder rückblickend, warum hier viel passiert ist, aber alles nur halbe Sachen entstanden sind, weil man irgendwie immer allen gerecht werden musste. Hier gilt es einfach mal alte Zöpfe abzuschneiden und dafür richtig guten Ersatz zu bauen, vor allem nach neuesten Energiestandards

Umfrage
Die A40 und A52 im Essener Osten sind seit Mittwochabend gesperrt. Dort muss ein alter Bergbauschacht verfüllt werden. Wie reagieren Sie?

Die A40 und A52 im Essener Osten sind seit Mittwochabend gesperrt. Dort muss ein alter Bergbauschacht verfüllt werden. Wie reagieren Sie?

 
Aus dem Ressort
Warum bei der A40-Umleitung ein Verkehrschaos drohen könnte
Autobahnsperrung
Weil Straßen NRW unter der Autobahn 40 in Essen einen alten Bergbauschacht verfüllt, muss der Verkehr durch die Stadt ausweichen. Außerhalb der Ferienzeit fahren täglich 65 000 Fahrzeuge in östliche Richtung über die A40. Wie lange die Umleitung bestehen bleibt, ist vorerst offen.
A40 und A 52 gesperrt - das sind die Umleitungen
Autobahnsperrung
Die A40 und die A52 werden wegen eines Bergbauschachts in Fahrtrichtung Bochum gesperrt. Der Landesbetrieb Straßen NRW empfiehlt, das Dreieck Essen-Ost weiträumig zu umfahren. In Essen werden Umleitungen für Autofahrer ausgeschildert, die A40 oder A52 hier verlassen müssen. Das sind die Umleitungen.
Sicherung des A40-Schachts könnte zwei Wochen dauern
Autobahnsperrung
Der Schacht, der nun die Sperrung der Autobahnen 40 und 52 verursacht, wurde 1840 in den Boden getrieben. Zu seiner Sicherung wird Straßen NRW ein Stahlgerüst auf der Autobahn aufbauen lassen, um zu verhindern, dass Menschen oder Maschinen einbrechen, sollte es zu einem Tagesbruch kommen.
Einbrecher (21) ließ sich in Essener Supermarkt einschließen
Kriminalität
Ein 21-jähriger Einbrecher hat sich offenbar in der Nacht zu Mittwoch in einen Supermarkt in Essen-Holsterhausen einschließen lassen. Doch dann löste die Alarmanlage aus und die Polizei entdeckte den Mann, während er versuchte, sich zwischen Leergut zu verstecken.
Meisterschale Donnerstag in Essen, Trikots zu gewinnen
Bundesliga
Die Meisterschale der Fußball-Bundesliga kommt am Donnerstag im Rahmen der Hermes-Fan-Tour nach Essen. Vorab gibt es handsignierte Trikots und Bälle von Borussia Dortmund und Schalke 04 zu gewinnen.