Fahrer der Straßenbahn im Visier der Ermittler
15.06.2012 | 17:09 Uhr 2012-06-15T17:09:00+0200
Essen. Nach dem schweren Straßenbahnunfall am Dienstag schließen Polizei und Evag einen technischen Defekt mittlerweile aus. Der 26-jährige Fahrer hat bislang keine Aussage gemacht und lässt sich durch einen Anwalt vertreten. Die Zahl der Verletzten hat sich inzwischen auf 37 erhöht.
Nach dem schweren Straßenbahnunglück am Dienstag an der Hollestraße hat sich die Zahl der Verletzten auf 37 erhöht. Drei der schwer verletzten Unfallopfer haben das Krankenhaus inzwischen verlassen können.
Am Dienstag war gegen 16.15 Uhr auf der Hollestraße eine Straßenbahn auf zwei wartende Bahnen aufgefahren. Dabei waren sechs Personen schwer verletzt worden, darunter zwei der Straßenbahnfahrer. Zunächst wurden 22 weitere Opfer mit leichten Verletzungen gezählt. Die Zahl von insgesamt 28 Verletzten ist bis gestern auf 37 gestiegen.
Zuletzt kamen ein achtjähriger Junge und ein neunjähriges Mädchen dazu, die mit ihrem Vater den Unfall und das folgende Chaos beobachten mussten. Sie erlitten nach Angaben der Polizei schwere Traumata und werden nun von den Opferschutzexperten der Polizei betreut. Polizeisprecher Lars Lindemann: „Offensichtlich ist das ein schwerer Fall von psychischer Belastung.“
Polizei hat mittlerweile 25 Zeugen zum Unfall befragt
Bei den Ermittlungen zur Unfallursache, in die auch ein Gutachter eingeschaltet worden ist, hat die Polizei einige mögliche Ursachen ausschließen können. „Die Auswertung des Fahrtenschreibers hat ergeben, dass die auffahrende Bahn nicht zu schnell gewesen ist“, sagt Polizeisprecher Lars Lindemann. Technische Defekte wie eine Signalstörung haben Polizei und Evag inzwischen ebenfalls ausgeschlossen. Offen ist, ob eine automatische Notbremsung der Bahn den Unfall hätte verhindern können. Mehr als 25 Zeugen hat die Polizei bisher zum Unfallhergang befragt.
Nach dem Ausschlussverfahren richtet sich das Augenmerk der Ermittler in der Schuldfrage nun auf den 26-jährigen Fahrer der aufgefahrenen Straßenbahn. Er hat nach bisher unbestätigten Angaben keine Aussage zum Unfallhergang gemacht und lässt sich von einem Rechtsanwalt vertreten.

15:19
Wieso mussten die 2 Kinder sich den Unfall ansehen? Will der Vater vielleicht Geld vom Verursacher? Und wenn die beiden Kinder traumatisiert sind, würde ich den Vater anzeigen wg. schwerer Körperverletzung an seinen eigenen Kindern. Die waren, wenn überhaupt, nur betroffen, weil ihr Vater gaffen wollte.
11:50
Kommt, wir tun uns alle zusammen, dann kriegen wir die "Opferzahl" locker in den 3-stelligen Bereich!
Ich habe mir nun nach einigen Tagen die ganzen Bilder von dem Unfall angesehen und habe nun ein schweres Trauma. Wo kann ich mich als geschädigtes Unfallopfer melden und "Kasse" machen?
08:39
Wäre doch auch mal interessant was die Insassen der 3. Straßenbahn sagen, ob, wie und vor allem wann gebremst wurde oder ob es ungebremst war.
Für mich ist es so oder so egal wer Schuld hat, denn wer mit der EVAG fährt, vor allem auf Schienen, fühlt sich locker an Zeiten wie vor 30 Jahren im Ostblock erinnert. Von 2 Fahrten gibt es mindestens eine mit ner Störung, Verspätung, Panne oder Ähnlichem.
Schade das man hier lieber 10,10 für duisburg - Wanne-Eickel kassiert als alle Verkehrsgesellschaften durch eine zu ersetzen und adäquate Angebote präsentiert.
07:07
Die ganze Sache wird im Sande verlaufen. Bei der Bogestra gab es vor
Jahren einen Unfall, da ist ein Bus quer über den Fußgängerstreifen
gebrettert und hat einen Passanten hunderte Meter mitgeschleift.
Keine Schuld des Fahrers, kein technisches Problem, kein Kranz für den Toten und
auch keine Entschuldigung der Bogestra - weil man war sich keiner Schuld
bewußt , es gab halt nur einen Toten.
Und tom, lernt endlich mal Rechtschreibung, Dein infantiles Geschmieres ist
ja nicht auszuhalten.
Ich finde, auch Leute, die keine perfekte Rechtschreibung kennen, sollten sich hier zu Worte melden dürfen, ohne von Mitkommentatoren beleidigt zu werden.
Von wegen Rechtschreibung... wer im Glashaus sitzt und so...
"...bewußt , es gab halt nur einen Toten. "
- "bewußt" ist seit 1996 falsch... heute schreibt man es "bewusst"
- ein Leerzeichen erfolgt nur hinter einem Satzzeichen, nicht davor
- das Komma ist, wenn man es genau nimmt, hier auch falsch. Es folgt kein Nebensatz, sondern ein Hauptsatz. Hier wären Punkt oder Semikolon das Mittel der Wahl.
"Und tom, lernt endlich mal Rechtschreibung, Dein infantiles Geschmieres ist
ja nicht auszuhalten."
- am Satzanfang verzichtet man auf das "und"
- "lernt" im Bezug auf eine einzelne Person ist ebenso falsch. "lerne" oder "lernen Sie" (wenn man auf Höflichkeit bedacht ist)
- Bei ", Dein" muss man sich schon entscheiden. Entweder Satzende oder klein weiter schreiben.
- "Geschmieres" - "Geschmiere"
Tom hatte in seinem Text weniger Fehler.
01:40
ach was sind hier wieder alles für experten am werk.
im übrigen müssten die ganzen gaffer wegen unterlassene hilfeleistung belangt werden bzw ordendlich kohle für das gaffen löhnen.
00:59
Vieleicht war er abgelenkt durch das Handy...
Solche Anschuldigungen und Spekulationen tragen natürlich unheimlich zur Aufklärung bei. Grotesk sowas.
na da passt der name ja zum kommentar
00:10
@ Reviersheriff
hier einmal einen Link bezüglich Linienbeeinflussung
http://de.wikipedia.org/wiki/Linienzugbeeinflussung
Bei der EVAG gibt es diese Technik nicht. Diese gibt es bei der DVG in Duisburg sowie in Mülheim Ruhr von der Haltestelle Königstr. bis HBF MH und zurück bis Haltestelle Königstr. In Essen fahren Straßen- und U-Bahnen in der s.g. Zugsicherung die mit Signalen und Geschwindigkeitsprüfern ausgestattet sind. Dort muss der Fahrer selbständig fahren und bremsen. Signale geben ihm vor, wie schnell er fahren darf. Dort wird die Bahn nur gebremst, wenn ein Rot zeigendes Signal überfahren wird oder die vorgegebene Geschwindigkeit überschritten wird.
Das Sichtfahrgebot verlangt, dass man stets nur so schnell fährt, dass man in der Lage ist, das Fahrzeug jederzeit innerhalb der sichtbaren Fahrstrecke anzuhalten.
Wir warten einmal ab, was den Unfall verursacht hat. Es kann alles sein. Niemand sollte vor verurteilt werden.
es soll natürlich Linienzugbeeinflussung heißen....
21:03
Aber soweit mir bekannt (so ist es bei der Rheinbahn in Düsseldorf und Duisburger Verkehrsgesellschaft) verfügen die Straßenbahnen (U-Bahnen) über eine Linienzugbeeinflussung, ähnlich der Eisenbahn. Zumindest bei den Fahrten im U-Bahn Tunnel und Strecken mit eigenen Fahrstrecken (eigenes Gleisbett, getrennt vom Straßenverkehr).
Hier überwacht der Fahrer nur noch und greift notfalls ein!
Ob dieses auch für dies auch für EVAG gilt, kann ich nicht beantworten. Könnte es mir aber mehr als gut vorstellen. Die Unfallstelle liegt an einer Schnittstelle (nach der Haltestelle verfügt die Straßen-/U-Bahn nicht mehr über eigenes Gleisbett), also absolut keine Ahnung, ob die Zugbeeinflussung (LZB) dort noch existiert!?!
Essen hat keine LZB im Stadtbahnbereich.
21:02
Aber selbst ohne eine LZB (wenn der Fahrer auf Sicht fährt, also eigenverantwortlich handelt) liegt die Unfallstelle nach einer Rechtskurve. Scheinbar gab es aber einen Rückstau an der Haltestelle (zwei Bahnen standen an der Haltestelle). Laut Fahrtenschreiber ist die Bahn, mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit gefahren. Ob die erlaubte Höchstgeschwindigkeit (eigentlich erwartet Geschwindigkeit um die Fahrplanzeiten einzuhalten) angemessen ist, dass dem Fahrer genügend Zeit bleibt zum Handeln (Reaktionszeit/Bremsweg eines Schienenfahrzeugs), müssen Sachverständige klären.
Das die Ermittlungsbehörden in alle Richtungen ermitteln dürfte wohl selbstverständlich sein!
20:22
Da will der Vater mit den zwei Kindern wohl offensichtlich noch schnell "Kralle machen". Hoffentlich jagt ihn die EVAG mit Ihren Rechstbeiständen zum Teufel
Vorsicht mit zu schnellen vorverurteilungen, daß ist nicht Fair wenn es sich dabei wirklich um Opfer handelt.
Allerdings bin ich auch ein wenig skeptisch. Die Aussage:"... den Unfall und das folgende Chaos beobachten mussten." finde ich auch schon sehr suspekt.
Entweder waren die Mädchen auch in der Bahn, was sich eigentlich nicht so anhört, oder es handelt sich hier um "Zuschauer", wo die Neugier über allem siegte. Weil "beobachten" MUß keiner so etwas....
Ich verstehs so, dass die drei zufällig den Unfall sahen und dann halt auch danach nicht sofort vor Ort weg waren... und für Kinder ist das sicher schlimmer mit anzusehen, als für die meisten Erwachsenen. Dass die Formulierung so "suspekt" ist, liegt wohl am Autor des Texts (K.S. ist da ja Experte für so was).
So ungefähr, fürchte ich, wird es abgelaufen sein. Dann drängt sich natürlich die Frage auf, was denn bitteschön in den Vater gefahren ist, seinen Kindern bei soetwas zuschauen zu lassen?
Da hat der neuduisburger im Kern seiner Aussage dann nicht unrecht. Die Schuld läge (gibt es das Wort "läge" überhaupt?) dann wirklich beim Vater, der sich dann mal überlegen sollte, was er seinen Kindern angetan hat. Und für folgekosten selber geradestehen sollte...
läge = Konjunktiv II von liegen. ;-)