Das aktuelle Wetter Essen 18°C
Essen

Der Bergbau ging, aber die Heimtiere blieben

13.06.2008 | 18:56 Uhr

Die Franz Schulte GmbH weihte neuen Standort auf altem Zechengelände in Katernberg ein. Eine lange Familientradition

Neue Arbeitsplätze für 45 Beschäftigte auf einem ehemaligen Zechengelände. Hinter dem Gründerzentrum Triple Z gibt es Reserveflächen für eine spätere Erweiterung. Foto: WAZ, Vinken

"Wir wollen unsere Position als führender Systemgroßhändler von freien Fachhändlern für Zoo- und Heimtierbedarf über die Grenzen von NRW hinaus ausbauen", erklärte gestern Geschäftsführerin Marianne Schulte vom Franz Schulte Heimtierbedarf. Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger sprach von der "Fortsetzung der Erfolgsgeschichte eines mittelständischen Familienunternehmens". Die Großhandel Import Export GmbH weihte gestern ihren neuen Standort auf dem ehemaligen Zechengelände Zollverein 4/11 an der Katernberger Straße ein.

Die Firma blickt auf eine lange Tradition zurück: In den Kriegsjahren versorgte das 1913 gegründete Unternehmen die Katernberger Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und belieferte die Bergleute mit Futter für die Kleintierhaltung. Der Bergbau zog sich zurück, aber die Firma förderte kontiniuierlich die Heimtierhaltung. Heute umfasst das Standardsortiment für Aquaristik, Hund, Katze, Kleintierhaltung, Vogel, Terraristik und Teichzubehör weit über 10 000 Artikel.

Der zweite Bauabschnitt hinter dem Gründerzentrum Triple Z entstand in zehnmonatiger Bauzeit und umfasst eine Hochregallagerhalle mit 105 000 Kubikmetern umbautem Raum und das Verwaltungsgebäude mit 1400 Qua-dratmetern Nutzfläche. Am neuen Standort verfügt Schulte über 15 000 Palettenstellplätze, die mit 16 Laderampen bedient werden. Im viergeschossigen Verwaltungsgebäude finden auch Sozialräume und ein großflächiger Showraum für Produktpräsentationen Platz. Die Architekten Kindermann sorgten dafür, dass man von der obersten Etage aus beeindruckende Ausblicke auf Essen erhält.

Franz Schulte hatte vor seinem Tod im März 2007 seine beiden Kinder Ferdinand und Marianne als Geschäftsführer bestellt.

Von Hans-Walter Scheffler



Kommentare
Aus dem Ressort
Lachen für gute Laune - und die Bäume im Grugapark
Lach-Yoga
Jeden Montag ist an der Orangerie im Grugapark ab sofort Lach-Yoga angesagt: „Hihihi. Hohoho. Hahaha.“ Die Spenden der Teilnehmer fließen komplett in die Wiederaufforstung. Wer die lachende Gruppe beobachtet, schüttelt verdutzt den Kopf oder lacht ganz selbstverständlich mit.
An der Essener Uniklinik mit Kunstblut den Ernstfall proben
Lokales
30 Medizinstudenten spielen bei der Sommerakademie für Notfallmedizin am Uniklinikum Essen realitätsnahe Unfallszenarien durch. Höhepunkt: ein Geiseldrama. Blut fließt, es wird geschrieen und unter Hochdruck operiert. Bei der gestrigen Abschlussübung war auch das SEK dabei.
Stadtwerke Essen führen neuen Tarif ein
Energieversorgung
Der städtisch beherrschte Energieversorger aus Rüttenscheid vereinfacht seine Tarifstruktur: „Essen Gas“ ersetzt „Klaro“. Der Preis bleibt stabil - mindestens bis Mitte nächsten Jahres. Für einige Kunden wird es sogar günstiger.
Hundstage für Tiertrainer
Arbeitsrecht
Seit dem 1. August benötigen Hundetrainer aufgrund einer Neuerung des Tierschutzgesetzes eine Erlaubnis des Ordnungsamtes, um ihre Tätigkeit weiterhin ausüben zu dürfen – viele Betreiber von Hundeschulen bangen nun um ihre Existenz
Groß-Asyl in Essens Süden rückt näher
Flüchtlinge
Essen rechnet mit einem Okay des Landes für das Groß-Asyl. Der Standort Wallneyer Straße ist dabei schon so gut wie ausgeschieden. Alle Signale aus Politik und Verwaltung deuten darauf hin, dass das Heim auf dem ehemaligen Kutel-Gelände entsteht.
Umfrage
Wie bewerten Sie das Umsonst-und-draußen-Stadtfest
 
Fotos und Videos
Auftakt zum Festival
Bildgalerie
Essen original
Proben für die Premiere
Bildgalerie
Theater Freudenhaus.
Lachyoga im Grugapark
Video
Entspannung
Ritter im Schrebergarten
Bildgalerie
KGV Stiftsdamenwald