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Assauer lässt sich in Essener "Memory Clinic" behandeln

01.02.2012 | 12:39 Uhr
Rudi Assauer hat seine Alzheimererkrankung öffentlich gemacht. Seit 2010 lässt er sich in der Essener "Memory Clinic" behandeln. Foto: dapdFoto: dapd

Essen.   Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer lässt sich seit 2010 wegen seiner Demenzerkrankung in der Essener "Memory Clinic" behandeln. In der ambulanten Beratungsstelle des Elisabeth-Krankenhauses untersuchen Ärzte, Pädagogen, Psychologen und Neurologen die Patienten und arbeiten einen Therapieplan aus.

Rudi Assauer geht offen mit seiner Alzheimererkrankung um - und hat damit erneut eine Krankheit ins Gedächtnis gerufen, die jeden treffen kann und in einer alternden Gesellschaft immer mehr in den Blickpunkt rückt. Bereits seit 2010 lässt sich der Ex-Schalke-Manager in der Essener "Memory Clinic" behandeln, einer ambulanten Zweigstelle des Elisabeth-Krankenhauses in Bergeborbeck.

Schon seit 20 Jahren erforschen und behandeln Ärzte dort Demenzkrankheiten. Hier sitzt nicht ein Mediziner, der eine Checkliste abhakt, hier untersuchen Ärzte, Pädagogen, Psychologen und Neurologen die Patienten und unterhalten sich anschließend in einer „Diagnose-Konferenz“ darüber, was jedem aufgefallen ist. Erst dann wird eine Empfehlung für eine Therapie formuliert und an den Hausarzt weitergeleitet.

Gedächtnis testen lassen "wie die Blutwerte"

Die "Memory Clinic" gilt bundesweit als Vorreiter auf dem nachwievor recht unerforschten Gebiet der Demenzerkrankungen. So wurde 2009 in einer einzigartigen Studie untersucht, wie sich "Gehirn Jogging" auf das Verhalten von Demenz-Patienten auswirkt. Bei dem Videospiel wurden unter anderem Konzentration, Kurzzeitgedächtnis und Denkflexibilität getestet.

Die Karriere von Rudi Assauer

Zum Geburtstag der Memory Clinic im vergangenen Jahr appellierte Dr. Hartmut Fahnenstich, sein Gedächtnis so routinemäßig testen zu lassen "wie die Blutwerte". Die Fachleute können auch gesunden Ratsuchenden hilfreiche Hinweise für ihre Lebensführung geben: Wer sozial eingebunden sei, wer die Kontakte zu Familie und Freunden pflege, der sei besser gefeit gegen Demenz, sagt Klinikleiter Hans Georg Nehen. „Sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen kann Alzheimer verzögern.“ Darum mache man mit allen Patienten eine Sozial- und Bildungsanamnese, um zu sehen, wie viel Initiative sie mitbringen.



Kommentare
02.02.2012
11:15
Assauer lässt sich in Essener
von oldman60 | #6

jeder mensch der die krankheit bekommt tut mir leid aber keiner bekommt so viel aufmerksamkeit.

dazu meine geschichte die nicht im fernsehen oder presse war.mein vater, ein liebevollen mensch bekam alzheimer.aus dem liebevollen vater wurde ein tyrann der auf alles schlug und trat was ihm in die quere kam.kein krankenhaus nahm ihn mehr als 3 tage auf dann wurde er als geheilt entlassen.vom arzt bekammen wir den tip wir sollten wiederschlagen dann hätte er respekt.können sie ihren vater schlagen ,er war doch krank.
wir versuchten eine pflegestufe zu beantragen,mein vater hat es spitz gekriegt und hat sich das datum eingeprägt ,damit war der antrag abgelent.das er von der toilette kam mit hose runter und nicht abgeputzt hat der artzt vom medizinischen dienst ja nicht gesehen.die nächsten 5 anträge wurden abgelehnt.etwa ein jahr später bekam meine mutter auch alzheimer.zu glück wohnten meine eltern im haus gegenüber.nur sie hatte starke depressionen und drohte immer mit selbstmord.nach 5 jahren starb für ihn und für uns gott sei dank mein vater.ohne plegestufe daher auch kein pflegedienst.

dann gings mit meiner mutter weiter, aus den depressionen wurde eine akoholsucht.die anträge an den medizinischen dienst auf pflegestufe wurde abgelehnt.der einzige vorteil war wir konnten sie ab und zu mal ins krankenhaus tun weil sie friedlich war.jeglicher versuch eine pflegestufe zu erhalten schlug fehl.die großte schande war ,bei einer untersuchung wurde meine frau gefragt warum sie die pflege nicht mehr übernimmt.ich habe zur anwort gegeben weil meine frau lungenkrebs im endstadium hat.zur antwort bekamen wir ,na und.am 2 februar 2005 ist meine mutter verstorben und am 4 september meine frau.keine freunde mehr ,keine presse und kein fernsehen hat einen bericht gebracht.trotzdem alles gute herr asshauer und rauchen sie weiter ihre zigarre und trinken sie weiter ihr zischendes bier .es hat ihnen gut gestanden und ist nicht mehr lange

01.02.2012
23:16
Alzheimer
von Cerberus01 | #5

Vorab wünsche ich Herrn Assauer alles Gute und viele Erfolge bei der Behandlung seiner Krankheit. Ausserdem finde ich es vorbildlich, dass er sich damit outet, damit auch diese Erkrankung im Blick der Öffentlichkeit ist.
Was mir allerdings zu denken gibt, ist die Tatsache, dass sich alle Frauen und Lebengefährtinnen von dem "Macho oder Womenizer" getrennt haben und er jetzt auf die Pflege seiner unehelichen Tochter und der seiner Sekretärin angewiesen ist. Die Devise "in guten wie in schlechten Tagen" scheint heute keinen Wert mehr zu haben.
Alles Gute und viel Kraft für Tochter und Sekretätin - Hut ab!

1 Antwort
Assauer lässt sich in Essener
von hajori | #5-1

Nun ist es nicht so, daß sich alle Frauen von Ihm getrennt haben, Simone Thomalla hat er verlassen!
Aber generell gebe ich Ihnen recht, in dem Satz bzw. Versprechen von den guten und bösen Tagen, sollte man die schlechten streichen, die werden heute nur noch in den seltensten Fällen in einer Ehe ausgehalten.
Verantwortung und Disziplin - auch das sind Bestandteile der Liebe - sind heute leider Fremdworte! Es gilt nur noch Fun und persönliche Freiheit!

01.02.2012
23:13
Assauer lässt sich in Essener
von virt77 | #4

Abgeschrieben vom Spiegel und was erwartet Ihr jetzt von der WAZ ? Das alle zur MEmory Klinik fahren und Ihr ne neue Story habt ?

01.02.2012
22:23
Assauer gestern im heute-journal
von apposta | #3

Fast 10 Minuten Thema: Assauer.
Willkommen im Boulevard.

01.02.2012
21:28
Assauer eine Legende auf Schalke
von rhoenbursche | #2

Rudi macht es richtig, es ist gut andere zu motivieren sich mit dieser Krankheit zu befassen. Es bringt ihm nichts mitleid geschenkt zu bekommen, er muss angeregt werden sich aktiv zu beteiligen am geschehen. Ich wünsche ihm noch viele aktive Jahre und danach Freunde die immer zu ihm stehn. In Vergessenheit wird Rudi nie geraten. Eine einzigartige Persönlichkeit des öffentlichen Lebens!!

01.02.2012
15:37
Assauer lässt sich in Essener
von drberger | #1

Vorweg, Herr Assauer tut mir sehr leid!
Ich kenne Hernn Assauer aus früheren prsönlichen Begennungen im beruflichen Rahmen.
Was treibt diesen Mann in die Öffentlichkeit? Geldmangel sicher nicht - ich hatte das zweifelhafte Vergnügen in den letzten Jahren mit vier Fällen dieser schrecklichen Krankheit konfrontiert zu werden, zwei davon über mehrere Jahre bis zum bitteren Ende zu begleiten. Der Mensch weiß offensichtlich nicht was in letzter Konsequenz auf Ihn und seiner Tochter zukommt.Auch wenn die Krankheitsverläuf sich in Details unterscheiden, der Grundverlauf bleibt gleich und ist sicher nichts für die Öffentlichkeit.Alles ist schlimm genug, scheinbar klärte Ihn keiner so richtig auf, er täte gut daran sich wieder zurück zu ziehen. Ich wollte in den letzten Stadien der Krankheit jedenfalls nicht ins öffentliche Licht gezogen werden.

2 Antworten
Assauer lässt sich in Essener
von buntspecht2 | #1-1

#1 Könnten sie völlig recht haben das die beiden noch nicht richtig bewusst ist was auf sie zu kommt und er selbst möchte noch immer gern im Rampenlicht stehen so lange er kann

"Breuckmann"
von Erbeck1 | #1-2

Genau deswegen muss man dem Kommentar von Herrn Breuckmann inhaltlich ja unbedingt zustimmen . Alles andere in Bezug auf den Kommentar wäre eine neue Sache und die will ich nicht bewerten .

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