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Ennepetal

Schönes Schneegestöber, verzwickte Verkehrslage

06.01.2009 | 00:32 Uhr

Ennepetal. (hs) Der Schnee hatte die Klutertstadt gestern fest im Griff. Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee waren seit Sonntagnachmittag vom grauen Himmel gerieselt und bereiteten vor allem den Auto- und Busfahrern am Montagmorgen Probleme.

Ein seltenes Bild: Wie mit einer dicken Puderzucker-Schicht bestreut präsentierte sich gestern auch die Fußgängerzone in Milspe. Foto: Hannah Senger Schneeglatte Straßen machten am Montag allen Verkehrsteilnehmern zu schaffen. Hier hatte sich ein Lastwagen in der Boesebecker Straße festgefahren. Foto: Ralf Sichelschmidt

Laut Polizei und Feuerwehr kam es im Stadtgebiet trotz Glätte und eingeschneiter Straßen zu keinen größeren Unfällen. Auch die Bäume hielten den Schneemassen stand. Größere Probleme mit den Wetterverhältnissen meldete jedoch die VER. Bei den Verkehrsbetrieben ging gestern zeitweise nichts mehr. Die ersten Busse starteten am Wuppermannshof erst mit mehrstündiger Verspätung gegen 9 Uhr. Bis in den Nachmittag hinein mussten die Fahrgäste teils noch mit erheblichen Verspätungen rechnen. Manche Linien stellte die VER nach ersten Fahrversuchen direkt wieder ein. Besondere Einschränkungen im Busverkehr gab es in Voerde-Nord, auf Homberge und in Rüggeberg. Auch die Nachbarstädte Gevelsberg und Schwelm konnten am Montag in den frühen Morgenstunden nicht angefahren werden. An den Busbahnhöfen postierte die Verkehrsgesellschaft Mitarbeiter, um die Fahrgäste über Ausfälle und Verspätungen zu informieren. Die Gelenkbusse kamen wegen der Wetterlage gar nicht zum Einsatz, in Betrieb waren lediglich die Standardfahrzeuge, erklärte VER-Chef Thomas Schulte gestern auf Anfrage der WP.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung waren alle verfügbaren Kräfte des Betriebshofs ab vier Uhr mit den Räumarbeiten auf den Straßen im Stadtgebiet beschäftigt. Insgesamt 18 Mitarbeiter befreiten die Fahrbahnen und Gehwege von Schnee und Eis. Dabei geht der Betriebshof nach einer Prioritätenliste vor. Zuerst geräumt werden die Hauptverkehrsadern in Tallagen, nach und nach arbeiten sich die Räumfahrzeuge auf die Durchgangsstraßen durch. In den Anliegerstraßen wird der Schnee erst am Ende der großen Runde durch Ennepetal von den Fahrbahnen geschoben.

Wie die Polizei mitteilte, kam es in der Klutertstadt am Montag lediglich zu zwei kleineren Unfällen: Räumfahrzeuge waren mit parkenden Autos kollidiert.

Nach Auskunft der Meteorologen soll uns die weiße Pracht auch noch ein paar Tagen erhalten bleiben. Denn für die kommenden Nächte ist klirrende Kälte vorhergesagt. Der Deutsche Wetterdienst hat deshalb gestern auch für Ennepetal ab 22 Uhr Warnstufe Rot ausgerufen. Bis Mittwoch rechnen die Wetter-Experten aus Essen mit Minusgraden im zweistelligen Bereich.

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