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Energie

Rechnet sich das Kraftwerk nicht?

09.09.2010 | 17:12 Uhr
Rechnet sich das Kraftwerk nicht?
Demo gegen Kohlekraftwerk im Chempark, Krefeld-Uerdingen Foto: Peggy Mendel

Krefeld / DU-West Das Energiekonzept der Bundesregierung mit der geplanten längeren Laufzeit für Atomkraftwerke könnte zum wirtschaftlichen Prüfstein für das Kohlekraftwerk in Uerdingen werden: Die „Wirtschaftlichkeitsberechnung“ für das in Rheinhausen ungeliebte Projekt muss neu kalkuliert werden, und vor Frühjahr 2011 - also dann, wenn auch das Ergebnis des Genehmigungsverfahrens erwartet wird - rechnet Elmar Thyen, Sprecher des Aachener Stadtwerke-Verbundes Trianel, nicht mit einem Ergebnis.

„Zu den Faktoren, die dort hineinspielen, zählt natürlich das endgültige Energiekonzept, von dem bislang nur ein 40-seitiger Entwurf vorliegt.“ Die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke und, davon ausgehend, die auf Jahre veränderte Angebot-Nachfrage-Situation für Strom, wird dabei ein zentraler Punkt sein. Aber auch die tatsächlichen Baukosten sowie die Kreditzinsen stehen noch nicht fest und sollen in die Kalkulation einfließen. Erst dann, so Thyen, stelle sich die Frage, ob die potenziellen Gesellschafter nachverhandeln oder gar aus dem Projekt aussteigen.

Wirtschaftlichkeit
wird noch geprüft

Einer dieser Gesellschafter sind die Krefelder Stadtwerke (SWK), die pro Jahr rund 100 der 760 Megawatt abnehmen wollen. Deren Vorstand Martin Cerener war in einer Krefelder Lokalzeitung mit den Aussagen zitiert worden, wegen des Energiekonzeptes aber auch wegen der in Folge hoher internationaler Nachfrage gestiegenen Preise sowohl für Kraftwerke als auch für den Rohstoff Steinkohle sehe man die Investition mittlerweile kritisch, ein Gas- und Dampfkraftwerk (wie es etwa die Rheinhauser Bürgerinitiative „Saubere Luft“ fordert, d.Red.) sei eine mögliche Alternative.

SWK-Sprecherin Dorothee Winkmann wollte diese Aussagen auf Nachfrage nicht bestätigen oder kommentieren. Für Trianel relativierte Thyen: „Sollte die Wirtschaftlichkeitsprüfung tatsächlich negativ ausfallen, wäre das natürlich für alle Gesellschafter ein Argument dagegen. Und wenn ein Gas- und Dampfkraftwerk sich als wirtschaftlicher erwiese, wäre auch das für alle Gesellschafter relevant.“

Der dritte Gesellschafter, die Bayer-Tochter Currenta, hatte ein Gaskraftwerk bislang kategorisch abgelehnt: Der Energiemix des Unternehmens sehe an den diversen Standorten sowohl Gas als auch Kohle vor - und die weniger schadstoffträchtige Variante Gas sei schon für den Standort Leverkusen vorgesehen.

Matthias Oelkrug

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Kommentare
15.09.2010
09:01
Rechnet sich das Kraftwerk nicht?
von Jello | #6

Warum muss der Ton so aggressiv werden und in jedem zweiten Satz das Wort Lüge fallen?
A propo...
eher in diesen Bereich würde ich die wissenschaftlich vollkommen unhaltbare Aussage einordnen, dass wir das zusätzliche CO2 zum Aufbau von Biomasse brauchen... Das ist ja vollkommen absurd.

14.09.2010
21:02
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Name von Moderation entfernt | #5

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14.09.2010
12:41
Rechnet sich das Kraftwerk nicht?
von Harald Schlechtriem | #4

für das in Rheinhausen ungeliebte Projekt muss neu kalkuliert werden.
Wer sagt das ganz Rheinhausen das Kraftwerk hasst?
Damit kann man erkennen welche Großkotzen diese Demonstaranten sind. Hunderte aus Rheinhausen arbeiten bei Bayer und wollen das Kraftwerk.

13.09.2010
10:56
Rechnet sich das Kraftwerk nicht?
von Jello | #3

Das bedeutet, dass ohne Kohlekraftwerke keine Biomasse gebildet werden könnte? Interessante These...

Mittlerweile gehen über 90% aller seriöser Wissenschaftler von einem Einfluss des Kohlendioxidgehaltes in der Atmosphäre auf das globale Klima aus.

Der Anteil von CO2 in der Atmosphäre ist seit Beginn der Industrialisierung exponentiell angestiegen. Das ist wissenschaftlich unumstritten, selbst für Laien auf Wikipedia nachzulesen.

Die Schlüsse daraus mag jeder selber ziehen.

13.09.2010
09:18
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Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.09.2010
09:06
Rechnet sich das Kraftwerk nicht?
von korrektor | #1

Wenn man sich völlig verkalkuliert hat und der angestrebte Profit auf Kosten anderer zu schwinden droht, hilft bekanntlich nur eins: Laut jammern und nach Staatshilfe schreien. Hat bei den Banken ja auch geklappt und dafür gesorgt, daß die Versager, sprich Spitzenmanager und die Aktionäre weiterhin - diesmal auf Kosten der Steuerzahler - ihren Reibach machen.

Wo bleibt das Gejammer und Geschrei von Trianel?!

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