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Warum Fans und Zuschauer den Einsatz bengalischer Fackeln ächten sollten

19.06.2012 | 11:49 Uhr
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Warum Fans und Zuschauer den Einsatz bengalischer Fackeln ächten sollten
Das Archivbild zeigt feiernde Fans beim Public Viewing nach dem Sieg der Nationalmannschaft gegen Portugal. Ein gefährlicher EM-Trend: Bengalische Feuer werden immer häufiger auch auf Straßen und Plätzen gezündet. Foto: dapd

Duisburg.  In Duisburg zündete bei einem Public Viewing ein Chaot eins bengalische Feuer in einem Zelt. Während der Autokorsos nach den deutschen EM-Siegen zündeten Fans Pyrotechnik auf der Straße. NRZ-Redakteur Ingo Blazejeweski spricht sich für die kollektive Ächtung der gefährlichen Fackeln aus.

Es ist schlimm genug, dass das Bengalo-Problem in den Stadien nicht in den Griff zu bekommen ist. Aber dort gibt es noch professionelle Rahmenbedingungen für Kontrollen.

Jetzt macht sich das gefährliche rote Feuer auch noch auf den Straßen breit und wird auch in Duisburg Teil der Bilder von Spontan-Feiern und Autokorsos , die eigentlich einmal Ausdruck friedlichen Jubels waren. Und was muss sich nur dieser Idiot dabei gedacht haben, als er in dem Zelt am Toeppersee einen Bengalo angezündet hat ? Was wäre passiert, wenn ein Unbeteiligter versucht hätte, die nur mit Sand zu löschende und rund 2000 Grad heiße Fackel auszutreten? Oder die Zeltplane Feuer fängt?

Die Polizei kann nicht an jeder Ecke der Stadt stehen, um die Chaoten von den Fans zu trennen. Das Problem, so scheint es, lässt sich nur durch die kollektive gesellschaftliche Ächtung der gefährlichen Fackeln lösen.

Ingo Blazejewski

Kommentare
20.06.2012
11:08
Warum Fans und Zuschauer den Einsatz bengalischer Fackeln ächten sollten
von Malakostraka | #24

Ist privates Feuerwerk nicht eigentlich ein Kavaliersdelikt?
Ich bin dafür, sich bei Fragen, die sich auf die wesentlichen Fragestellungen des Lebens...
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1 Antwort
Warum Fans und Zuschauer den Einsatz bengalischer Fackeln ächten sollten
von Codemancer | #24-1

So kann man nicht argumentieren. Es gibt viele Staaten, in denen es keine gesetzlichen Sozialleistungen gibt. Dann gibt es Staaten, in denen es noch heute die Todesstrafe gibt. Diese Aufzählung kann man übrigens beliebig lang fortführen.

Nur weil es ein Gesetz/Verbot in anderen Ländern gibt, oder auch nicht gibt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht durchaus sinnvoll sein kann. Die Aufgabe der Gesetzgebung ist es, dort Ordnung zu schaffen, wo die Allgemeinheit keine eigene Möglichkeit findet.

Ein Beispiel dafür sind unsere weitflächigen Geschwindigkeitsbeschränkungen. Diese existieren, da der Mensch im allgemeinen nicht ausreichend dazu in der Lage ist, eine der vorliegenden Faktoren angemessene Fahrgeschwindigkeit zu wählen.

Bezogen auf die Bengalos bleibt somit der Zweifel daran, ob ein erwachsener Mensch das Gefahrenpotenzial dieser "glühenden Gegenstände". Dieser Begriff ist im übrigen an dieser Stelle faktisch falsch, da "glühen" eine Verbrennung ohne Flammenbildung ist.

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2012-06-19 11:49
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