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Stadtentwicklung

Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden

19.02.2013 | 18:29 Uhr
Die Platte über der A 59 vor dem Hauptbahnhof in Duisburg.Foto: Hans Blossey

Duisburg.  In ihrer Tristesse besitzt die Bahnhofsplatte bundesweit ein unfreiwilliges Alleinstellungsmerkmal. Doch so soll es nicht bleiben. Bei einer Diskussion im Lehmbruck-Museum trugen Fachleute und gut 120 Bürger Vorschläge zur Gestaltung des Platzes zusammen.

In ihrer Tristesse besitzt die Bahnhofsplatte bundesweit ein unfreiwilliges Alleinstellungsmerkmal. Doch so soll es nicht bleiben. Bei einer Diskussion im Lehmbruck-Museum trugen Fachleute und gut 120 Bürger Vorschläge zur Gestaltung des Platzes zusammen.

Ist der Bahnhofsvorplatz eher Verkehrsraum oder Visitenkarte der Stadt, der Eingang zur City? Soll der Platz Fußgängerzone mit Aufenthaltsqualität, mit Grünflächen und Straßencafés werden? Auf dem Podium der von WAZ-Redakteur Willi Mohrs geleiteten Diskussion gingen die Ansichten dazu zwar auseinander, doch Fachleute und Bürger waren sich einig: Die scheinbar divergierenden Gestaltungsvorschläge schließen sich nicht aus. Sie ergänzen sich, müssen in den nächsten Wochen zu einem für alle Bürger attraktiven, gelungenen Gesamtkonzept geschmiedet werden.

Bahnhofsplatte
Bahnhofsplatte Duisburg

Die Duisburger Bahnhofsplatte ist der Betondeckel des Mercatortunnels, durch den die Autobahn 59 verläuft. Die Gestaltung des etwa 3000 Quadratmeter großen Bahnhofsplatzes hat sich seit Ende 2010 aus bürokratischen, politischen und finanziellen Gründen mehrfach verzögert.

Mobilitätsdesigner Dr. Bodo Schwieger plädierte dafür, neue Entwicklungen im Personenverkehr berücksichtigen. Er wies darauf hin, dass der Pkw-Verkehr in deutschen Städten seit 2002 um etwa zehn Prozent abgenommen hat. Entsprechend sei der öffentliche Nahverkehr mit Bus, U-und S-Bahn im selben Zeitraum gewachsen. Der neue Bahnhofsvorplatz müsse das berücksichtigen, auch Parkplätze bieten für Car-Sharing , Mietautos oder E-Bikes.

Bürger Beteiligen

Planungsdezernent Carsten Tum : „Mit unserem Verfahren konfrontieren wir die Öffentlichkeit nicht mit einem fertigen Plan, sondern wir beteiligen die Bürger, die Nutzer an der Lösung dieser Aufgabe, der Neugestaltung des Bahnhofsplatzes. Letztlich müssen Fachleute und Bürger zufrieden gestellt werden. Bis Mittwoch und dann im März wollen wir im Charette-Verfahren mit den Bürgern klären, welche Funktionen dieser Platz haben soll.“

Olaf Bartels, Dozent für Architektur- und Stadtbaugeschichte, stellte einen „Wandel in den Werten“ fest, den Trend zum öffentlichen Nahverkehr. Die Politik unterstütze seit Jahren diese Tendenz aus umwelt- und verkehrspolitischen Gründen: Auch in Duisburg sei zu erwarten, dass die Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn steigen. Genauso müsse aber bei der Platzgestaltung berücksichtigen, dass Menschen auch mal Pause machen und „einen Kaffee trinken wollen“. Der Bahnhofsvorplatz sei auch ein Lebensraum.

Umgebung des Platzes berücksichtigen

Hinrich Fromme, Architekt und Stadtgestaltungs-Beirat: „Die Bebauung rund um den Bahnhofvorplatz ist historisch gewachsen. Die Umgebung des Platzes muss bei der Neugestaltung berücksichtigt, die umgebende Bebauung – wie das IHK-Gebäude – beachtet werden.“

Zuvor hatte Dr. Harald Kegler einen Überblick über die Planungen gegeben. Er kündigte ein Leitbild für die Neugestaltung des Platzes an. Dabei gehe es nicht nur um Funktionen des Platzes, sondern auch dessen Atmosphäre.

Duisburger Bahnhofsplatte

Martin Krampitz



Kommentare
21.02.2013
19:25
Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden
von ProfDrHonigtauBunsenbrenner | #14

Es ist so peinlich was hier passiert - einfach nur zum heulen.

Hier sieht man wo die Stadtplanung hinläuft, in ein Chaos. Hier ist nichts miteinander abgestimmt, aber auch gar nichts.

Chaos wie immer und überall in Duisburg.



21.02.2013
11:22
Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden
von hercules150 | #13

zu11 und 12 Kann Ihnen nur Beipflichten, befürchte jedoch das unsere Stadtspitze auch das versemmelt, wie immer, leider.

20.02.2013
21:57
Platz der Versöhnung“ Mein Motto und Namensgebung der Bahnhofplatte:
von juergen0 | #12

Fazit oder Resümee:
Meiner Ansicht nach ist das nur eine Alibiveranstaltung der Stadt gewesen.
Teilnehmer der Veranstaltung waren Vertreter der Polizei, Feuerwehr, DVG, Taxiunternehmen, Bahnhofsmanagement und der Gestaltungsbeirat der Stadt Duisburg mit dem Architekten Peter Poelzig .
Auch die Interessengruppe des Investors der MD (Multi Development) war anwesend. Jeder wollte nur seine eigenen Interessen begründen und sichern. Ich bezweifele, dass hier wirklich die Wünsche von Duisburger Bürgern berücksichtigt werden.
Die Bahnhofsplatte (unser Tor für Duisburg) hatte eine untergeordnete Bedeutung.
Der Riegel des Verwaltungsgebäudes von MD (Multi Development) und von der Steigenberger-Gruppe gehören dort nicht hin, aber das ist politikgewollt und angeblich nicht mehr zu ändern.
Sie schrecken eher die Besucher Duisburgs ab, anstatt sie einzuladen. Eine erschreckend dümmliche Planung unserer Stadtväter.
Die Bahnhofplatte darf nicht zur Spielwiese für unausgegorene Ideen von diesen a

2 Antworten
Platz der Versöhnung“ Mein Motto und Namensgebung der Bahnhofplatte:
von juergen0 | #12-1

Die Bahnhofplatte darf nicht zur Spielwiese für unausgegorene Ideen von diesen anwesenden Interessengruppen werden.
Man gaukelte hier den Duisburger Bürgern eine Art Bürgerbeteiligung vor, die es so nicht gab.
Das Ganze mutete eher einem Workshop der Stadtverwaltung und derer Bediensteter an und hätte ins Stadtplanungsamt gehört. Das hatte mit Bürgerbeteiligung nichts, aber auch gar nichts zu tun
Meiner Ansicht ist das nur eine Alibiveranstaltung, die hier von der Stadt durchgezogen wird.

@juergen0, passend dazu:
von wattearvolt | #12-2

http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/zehn-baustellen-am-hauptbahnhof-1.3207999

Sinngemäß oder fast wortwörtlich steht das heute auch in der Printausgabe der WAZ.

20.02.2013
12:33
Platz und Raum ist in Duisburg einmalig.... - aber leider bleibt es trotz aller Zustimmung allem Anschein nach nicht so...
von JoachimMutz | #11

denn wird der Querriegel von MD tatsächlich gebaut, ist dieses Alleinstellungsmerkmal futsch!

ALLES spricht gegen diesen Querriegel, der die Platte einengt, beschattet - einen sehr windigen Schlauch produziert... "Et iss jetzt so.." - dabei steht noch gar nix und das Planungsrecht dafür ist auch noch nicht zu Ende!

Mit der Großzügigkeit dieses Platzes (sprich Raumes) könnte man für alle Eventualitäten der Zukunft gewappnet sein, auch das Einfallstor zur Shopping-Meile Königstraße akzentuieren...
"Sigtseeingtour" Shoppen, Altstadt, Innenhafen... Radtouristik... - wenn eben "das blöde Bürogebäude" von MD DA DORT NICHT hinkommen würde!
"Mit ICE ins Büro und schnell wieder weg..." oder was soll das da? Bitte, lieber eine architektonische Skyline-Bereicherung.. - auf alle Fälle aber das weiträumige Tor hin zur "Kö" optisch gestalten!

Und am besten eben das Grün mit den Magnolien ergänzen;
"DU Duisburg - grüne Stadt am Niederrhein"
Die Kö muss leben - und Leben gehört auf die Platte!

1 Antwort
Die Planungen auf den Bedarf der zukünftigen Gesellschaft und Zeit ausrichten...
von JoachimMutz | #11-1

Platz und Raum lassen... - die optimale Bahnhofs-Nutzung und optimale Verknüpfung aller Verkehrsströme muss Vorrang haben "Der Kunde ist König!"
Die optimale Verkehrsanbindung...Ostausgang.../ ...Haupteingang - ÖPNV, Fernreisebusse, Individualreisende, Radtouristik... - "Problemlos auf kurzem Weg umsteigen, einsteigen..."

Raum für Veranstaltungen - Platz mit Aufenthaltsqualität zum Verweilen, mit Blickfängen zum Zuschauen...
Die sichere und zügige Massenabfertigung bei Großveranstaltungen muss genau so gewährleistet sein wie "nebenbei" der sichere Ablauf von Menschenansammlungen zu z. B. (Groß)Demonstrationsveranstaltungen...

Die Ansprüche der Gesellschaft ändern sich, wandeln sich, sind "der Mode unterworfen.." - alles kann man analysieren, klären... - einschätzen.

Und wer zu schnell handelt, verbaut sich eigene Chancen...!

Das Allgemeinwohl der Stadt hat Vorrang vor den Interessen Einzelner, auch Investoren lassen sich überzeugen und haben zurück zu stehen... Argumente eben!

20.02.2013
11:29
Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden, oder..... Gut Ding will Weile haben
von wattearvolt | #10

Solange dieses weitere "Adolf-Sauerland-Gedächtnis-Haus" von MD just vor der kahlen Platte droht, ist alles andere JETZT nur purer Aktionismus !! Aber mein Appell an die Verantwortlichen, mal ausnahmsweise das Gehirn einzuschalten, wird sowieso ungehört verhallen.

1 Antwort
@ wattearvolt
von JoachimMutz | #10-1

Sie kennen das aber doch...

"ein Auto ohne Motor kann nicht fahren... - und ein Rasenmäher ohne Sprit springt nicht an..."

Stadt Duisburg und Planen - das ist ähnlich wie die Beziehung Feuer und Wasser... LEIDER kommt man trotz ALLER ARGUMENTE gegen "fertige Pläne" nicht an...!

Was auf Dauer auf der Strecke bleibt, sind zuvor sehr engagierte, dann aber resignierte, Kopf schüttelnde Bürger...!

20.02.2013
08:42
Bitte positiv denken - die Kontinuität in der Stadtplanung ist sichergestellt
von HartaberWahr | #9

Nach relativ kurzer Amtszeit als Planungsdezernent lässt Carsten Tum schon jetzt ganz deutlich erkennen, dass er ein "würdiger" Nachfolger von J. Dressler ist.

Wenn er jetzt noch ein wenig am prolligen Auftritt und verbalen Entgleisungen feilt, fühlen wir dummen Bürger uns bald wieder ganz so wie in guten alten Zeiten.

*Ironiemodus* - off

DUISBURG - wir können alles, außer RICHTIG !!

20.02.2013
06:18
Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden
von leuwerick | #8

Immer dieses unproduktive Neidgequatsche. Lasst uns einen wunderschönen Bahnhofsvorplatz gestalten.

Es geht hier um den Bahnhofsvorplatz und nicht um Neid auf Bankkonten. das sind doch zwei verschiedene Themen. Einen schönen Bahnhofsvorplatz wie Duisburg es schon längst verdient hat und Widerstand zeigt gegen die unseriöse DB Politik.
Geld für Chemnitz oder Magdeburg scheint ja vorhanden zu sein. Wieviel Einwohner haben die eigentlich?

haben Sofia und Bukarest schöne Bahnhofsvorplätze? Da is noch Informationsbedarf. Zumindest bei mir.


20.02.2013
00:19
Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden
von DU-Kersten | #7

Das ist doch alles Verzögerungstaktik. Die brauchen die Bahnhofsplatte, falls der MD-Kltz gebaut wird. So lange lässt man uns erst mal diskutieren und bezahlt auch noch "Experten".
Und das ganze Gerede über den angeblich mehr in Ansprch genommenen ÖVP ist eine Ablenkung, um die einspurige Verkehrsführung der Mercatorstraße zu rechtfertigen.


19.02.2013
22:58
Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden
von JanundPitt | #6

Mobilitätsdesigner Dr. Bodo Schwieger - Was kostet seine Mitarbeit und wer bezahlt sie?

Olaf Bartels, Dozent für Architektur- und Stadtbaugeschichte - Was kostet seine Mitarbeit und wer bezahlt sie?

Hinrich Fromme, Architekt und Stadtgestaltungs-Beirat - Was kostet seine Mitarbeit und wer bezahlt sie?

Dr. Harald Kegler - Welche Funktion hat er und wer bezahlt seine Arbeit?

Wir haben einen Planungsdezernenten, der von uns zwar alimentiert wird, aber offenbar planlos ist, sodass er weitere Planer hinzuziehen muss, die widerum auch von uns bezahlt werden müssen, allein um eine Betonplatte am Bahnhof - wie auch immer - ansprechend zu gestalten.

Wenn ein gutbezahlter, neu installierter Planungsdezernent es nicht einmal schafft, in Eigenregie und ohne fremde Hilfe, diese mickerige Betonplatte zum Leben zu erwecken, ist er weder seinen Titel noch seine Vergütung wert. Wenn er das schon nicht ohne Hilfe von außen kann, kann er erst recht nichts Größeres, wie z.B. Stadtteilentwicklung.

19.02.2013
21:50
Trister Duisburger Bahnhofsvorplatz soll schöner werden
von nixglueckauf | #5

In Duisburg steigt die Zahl der Beförderungsfälle im ÖPNV, weil sich viele Duisburger das eigene Auto aufgrund von Dumpinglöhne nicht mehr leisten können. Gleichzeitig wird das Angebot seit vielen Jahren von der DVG nicht erhöht, sondern teilweise sogar zurück gefahren. Wenn ich mir die Fahrgäste in der 903 mal genauer ansehe, erscheint mir dort nur das Duisburger Prekariat (was auf keinem Fall abwertend gemeint sein soll!). Und aus diesem Gründe kann man es sich leisten, am Angebot noch weiter zu sparen. Denn arme Menschen haben nirgendwo eine Lobby. Auf deren Kosten kann gepart werden bis die Schwarte kracht.
Ich glaube nicht, daß es mit der Neugestaltung der Bahnhofsplatte noch etwas wird. Man ist selbst gefangen im Dickicht von Bürokratie, Parteienklüngel und chronisch leerer Kassen. So wird das verlogene Theater mit dem Vorplatz noch einige Jahre unverändert so weitergehen.

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