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Schräge Parallelwelt

05.07.2012 | 06:00 Uhr
Schräge Parallelwelt
Die Ten Sing-Gruppe Duisburg-Süd zeigt ihre neue Show. (See attached file: Tensing.JPG)

Huckingen. Der Titel erinnert an Goethe, aber der Stoff ist ein ganz anderer: Am Wochenende präsentierten die zwanzig Jugendlichen der TEN SING-Gruppe Duisburg-Süd im evangelischen Gemeindehaus in Huckingen ihre neue Show unter dem Motto „Die Leiden des jungen Jürgen“.

Das Thema ist in der sogenannten „Sprudelphase“ entstanden. „Irgendwann meinte jemand: Lass uns doch mal was mit Enten, Piraten und Robotern machen“, sagt Teamleiter Daniel Drückes. Daraufhin wurde in den verschiedenen Workshops ein Jahr lang fleißig gearbeitet. Der Band-/Chor-Workshop suchte Lieder heraus, der Tanzworkshop erstellte Choreografien und der Drama-Workshop schrieb das Theaterstück über Jürgen.

Doch wer ist eigentlich dieser Jürgen? „Eine fiktive Figur, die einiges durchleiden muss“, so TEN SINGer Jan-Philipp Godemann. So stirbt seine Oma, seine Frau verlässt ihn, sein Hund verbrennt und eine Wahrsagerin verzaubert ihn. Doch damit nicht genug. Jürgen landet daraufhin in einer Parallelwelt. Eine Welt, in der Enten für ihre Rechte kämpfen und Roboter Selbsthilfegruppen besuchen.

Eine ungewöhnliche Geschichte, aber dahinter stecke auch etwas Gesellschaftskritisches. „Eigentlich geht es darum, dass wir froh sein können, dass unsere Welt so normal ist“, erklärt der 16-jährige Jan-Philipp. Denn auch Jürgen wacht nach seinen skurrilen Erlebnissen in der Parallelwelt wieder auf und ist froh, dass alles nur ein Traum war.

Neben dem Theaterspiel tanzten und sangen die Jugendlichen zu Charts-Musik von Adele, Kings of Leon oder Korn. Die Mischung aus Live-Musik, Chordarbietungen, Tanz und Theater bot allen einen unterhaltsamen Abend. Vor allem die Mitglieder anderer TEN SING Gruppen feuerten ihre Duisburger Kollegen lautstark an.

Die Bühnen-Show ist jedoch nur Ziel der TEN SING-Arbeit. Vielmehr stehen Gemeinschaft und der Spaß an der Sache im Mittelpunkt. „Man kann seine eigenen Talente einbringen, aber auch etwas in der Gruppe erreichen“, sagt Ira Ottmann. Man müsse nicht perfekt singen oder schauspielern können, um mitmachen zu dürfen.

Die Eltern der TEN SINGer sind von der Jugendarbeit ebenso begeistert: „Jugendliche unter sich - das ist immer gut“, findet Manfred Tuchalski. „Perfektion ist da nicht maßgebend, sondern, dass die Jugendlichen gemeinsam etwas machen.“ Daniel Drückes zeigte sich am Ende der Show zufrieden: „Ich war bis kurz vor der Generalprobe skeptisch und bin jetzt froh,dass alles toll gelaufen ist. „Es war eine aufregende Zeit“, meint die Ira (18). Jetzt aber gehe es erst einmal in die Ferien, danach starten die Vorbereitungen für die Show 2013.

Stefanie Voos

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