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Projekt "Eurogate" im Duisburger Innenhafen ist geplatzt

12.06.2012 | 19:55 Uhr
Projekt "Eurogate" im Duisburger Innenhafen ist geplatzt
So sollte das Eurogate aussehen: Eine Sichel aus Stahl und Glas

Duisburg.  Die Essener Projektentwickler Kölbl & Kruse werfen beim Projekt "Eurogate" das Handtuch und geben der Stadt Duisburg das Grundstück am Innenhafen zurück. Diese muss jetzt einen neuen Bauherrn suchen.

Das Projekt „Eurogate“ im Duisburger Innenhafen ist geplatzt: Die Essener Projektentwickler Kölbl und Kruse sind aus dem vor zwei Jahren geschlossenen Kaufvertrag für die letzte große Freifläche an Duisburgs prominenter Büro- und Gastro-Meile zurückgetreten.

Geplant war dort vor der bereits 2009 gebauten Betontreppe am Holzhafen ein spektakuläres Bürogebäude in der Form einer Sichel. Die Investitionssumme war auf 120 Mio Euro beziffert worden.

Kölbl und Kruse begründen ihren vertragskonformen Ausstieg damit, dass es ihnen „trotz mehrfach optimierter Planungen und einiger vielversprechender Ansätze nicht gelungen ist“, einen Investor zu finden und die erforderlichen Vorvermietungsquoten zu erreichen. „Das war ein extrem ambitioniertes Projekt“, so Kölbl und Kruse zur WAZ. Und das am Filetstück des Innenhafens. Wegen der Finanzkrise und der gesamtwirtschaftlichen Situation habe es aber keine Nachfrage für die anvisierte Größenordnung gegeben. Dabei waren die Marktflächen schon von 60 000 auf 40 000 qm abgespeckt und auch eine Parzellierung in mehrere Bauabschnitte ermöglicht worden. Nach eigenen Angaben haben die Essener einen siebenstelligen Betrag in Planung und Akquise gesteckt. Zahlungen dafür von der Stadt gibt es nicht. Auch nun nicht die vereinbarte Grundstückskaufsumme von 5,3 Millionen Euro.

Die Pläne für die „Sichel“ gehen noch auf den Masterplan von Lord Norman Foster zurück und sind mittlerweile an die 20 Jahre alt. Eurogate sollte der beeindruckende Beginn der Innenhafen-Entwicklung werden. Nun ist es das letzte Teilstück, das auch vorerst weiter brach liegen wird.

Damit fällt das 14 000 qm große Grundstück zurück an die Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft IDE. „Der Rückzug geschieht ohne Groll und Ärger. Ich kann die Gründe nachvollziehen“, weiß auch IDE-Chef Ralf Oehmke um die Vermarktungsprobleme. Die Stadt habe einen „längeren Atem“ als ein Privatunternehmen, so Oehmke weiter. Sie werde nun den „dritten Anlauf“ starten, nachdem 2006 eine erste Ausschreibung gestoppt und dann Kölbl und Kruse den Zuschlag bekommen hatten. Eine Zwischennutzung für die Freitrepppe wird es nicht geben. Das kostet über 500 000 Euro.

Baudezernent Carsten Tum sieht in der Absage auch eine Chance für neue Planungsansätze. „Wir werden aber nichts übers Knie brechen und an einer hochwertigen Bebauung festhalten.“

Oliver Schmeer



Kommentare
14.06.2012
22:28
Na endlich!
von WeissBlau | #32

Zu dem Herrn Dr. und seinen bestbezahlten Phantastereien braucht es ja wohl wirklich keinen Kommentar mehr ... der Herr ist einfach nur eines: Völlig überflüssig!
Zu der Option der Herren Kölbl und Kruse:
Die Option, die übrigens - dank der Herren Sauerland und Oehmke - keinen einzigen Euro gekostet haben soll hatte doch offensichtlich nur eine Funtkion: K&K eine Standortkonkurrenz für das Landesarchiv vom Hals zu halten, denn sonst hätte die Stadt ja auch das Eurogate als potenziellen Standort anbieten können, oder? Teurer als jetzt wäre das wohl auch kaum geworden.....
K&K hatten zu keiner Zeit vor, das Eurogate gemäß Foster wirklich zu bauen. Sie haben Duisburg schlicht nur an der Nase herumgeführt und die "Entscheider" haben nicht nur zugesehen sondern auch noch aktiv dabei mitgewirkt - zum Schaden des Bürger in Stadt und Land..... insofern: Wenigstens ist das Grundstück wieder frei, doch mein Mitleid mit den angeblichen aufgewendeten Investition von K&K hält sich in engen Grenzen.

14.06.2012
15:21
Projekt
von tom009 | #31

ach harryhirsch

sie scheinen ja ein plan zu haben wie es geht.

nur warum sitzen sie dann nicht im duisburger rathaus auf dem entsprechemdem posten und zeigen uns wie es gemacht wird bzw ziehen alle dinge die jetzt zurückgezogen wurden von anfang an wieder auf.

kann es sein das sie nur ein schaumschläger sind der eine große klappe hat?????

SIE MÜSSTEN DOCH MIT IHREM WISSEN INVESTOREN ANLOCKEN WIE LICHT DIE MOTTEN:

also legen sie los und zeigen den herrschaften mal was sie so können.

14.06.2012
12:32
Projekt
von vonhierwech | #30

...sehr schade für Duisburg :-) Das zweite meiner meinung nach sehr vielversprechende großprojekt welches von der angel geht. Über die entwicklung bez. der duisburger freiheit kann wohl auch kein duisburger glücklich sein. Aber vielleicht ist es wirklich so wie ein user angedeutet hat u. man benötigt erst einen glanzvollen namen wie die nachbarin um investoren für solch hochtrabenden projekte zu gewinnen. Das die vertragsmodalitäten so abgeschlossen werden das der projektentwickler bei nicht erfüllen des vereinbarten ziels zurücktreten kann (risikoteilung) ist durchaus gängig. Eine win-win-situation bei dem der entwickler im besten fall gewinne macht u. der stadt die weiterentwicklung des grundstücks abgenommen wird u. sie im erfolgsfall vom entwickler/investor geld fürs grundstück bekommt. Duisburg hat so weder was verloren noch gewonnen. Wenn ich mich recht entsinne is in essen mit der entwicklung des kreuzkirchenquartiers ähnlich verfahren worden.

14.06.2012
12:11
Projekt
von Harry.Hirsch | #29

Die Stadt habe einen „längeren Atem“ als ein Privatunternehmen, so Oehmke weiter.
Janee, ist klar!
Notfalls können sie das Projekt ja noch aus dem Ruhestand zu Ende bringen, Herr Oehmke!

Die halten uns echt für dumm! Das gibt es doch nicht! Es ist sowas von offensichtlich was da läuft! Die lassen der Staatsanwaltschaft schon keine wahl mehr. Die wird ermitteln müssen, selbst wenn sie das garnicht willl!

Was ich auch so komisch finde, vor kurzem war doch noch ein Bericht aus dem zu erlesen war, das in Duisburg Büroflächen dringendst benötigt werden. Auch noch in den nächsten Jahren. Aber K&K findet natürlich keine Investoren! Klar! Und was ist mit der Treppe? Hat K&K uns die jetzt geschenkt oder wie! Ich wette mein linkes Ei darauf, das da noch was nachkommt und die Stadt zahlen muss!

2 Antworten
linkes Ei?
von achjottchen | #29-1

Immer daran denken: Wettschulden sind Ehrenschulden!

"Hat K&K uns die jetzt geschenkt oder wie!"
von JanundPitt | #29-2

Garantiert nicht. Nur die Höhe der Rechnung für diesen Schwachsinn wird uns noch verschwiegen. Wird wahrscheinlich - wie üblich - im nichtöffentlichen Teil einer Ratssitzung verhandelt. K & K tut NICHTS umsonst.

14.06.2012
07:12
Projekt
von Sentinel | #28

Köbl & Kruse gibt Grundstück zurück - Guten Morgen Staatsanwaltschaft - die Projektentwickler haben bei euch eine Akte - Sauerland weg & Köbl & Kruse möchten in DU keine Häusle mehr bauen (???) und die IDE nimmt ein schlecht vermittelbares Grundstück mit einem Lächeln und vollstem Verständnis zurück (???) - Was sind das für Verträge, ich gebe dir mal ein Grundstück, du gibst mir Geld und wenn du mit dem Spielen fertig bist und deine Sandburg zusammenbricht, dann gibst du mir das Grundstück wieder damit du an dem Projekt nicht in die Pleite läufst (?!?!?!) Verwandtschaft - Klüngel - Korruption (?!?!?!?!) ES STINKT UND DAS HEFTIG (!!!) und das nicht aus dem Hafenbecken!!!!!!!!!!

1 Antwort
Projekt
von tom009 | #28-1

ja wenn die stichhaltige beweise haben stellen sie doch strafanzeige.
worauf warten sie noch.

sie scheinen ja ein unfangreiches wissen zu haben das dort krumme dinger gelaufen sind.

also los
stellen sie strafanzeige.

13.06.2012
17:51
Für Insider: "Treppenwitz"
von DerHesse | #27

Wenn man schon über Treppen und DÜcomenta redet: Kassel hatte auch mal ne Treppe, die erst begeistert aufgenommen wurde und dann schnell dreckig und unnütz war. Und was haben die daraus gemacht? Sehet her: http://www.focus.de/politik/deutschland/kassel-teurer-treppenwitz_aid_184729.html und auch http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,90986,00.html

Wäre vielleicht auch mal in Duisburg (und nicht nur bei einer Treppe) notwendig. Doch leider ist es keine Kunst, oder vielleicht doch?

13.06.2012
16:31
Projekte
von akaz | #26

Egal welche Partei das Sagen hat, es kann nur schief gehen. Einmal das Unvermögen, auch nur im Ansatz zu wissen, um was es geht. Die "Highlights" werden immer gebraucht, denn man ist ja der "Macher". Dann wird das Geld anderer Leute verteilt. Vorgaben werden ignoriert, insbesondere von stadteigenen Betrieben. Inkompetenz gepaart mit Ignoranz, besonders bei der IDE und der Gebag, werden das Stadtsäckel noch auf Jahre belasten.
Ein schönes Interview mit Herrn Koidl am 12.06. "Warum Blender so erfolgreich sind" kann man auf die letzten Jahre in Duisburg voll anwenden, vor allen Dingen auf das FOC in Hamborn. Wie blauäugig sind eigentlich die Ratsmitglieder?
Als alter Hamborner bin ich froh, dass ich am Sonntag nicht wählen muss. Was sind da für Typen von den Parteien aufgestellt? Aber das ist ein anderes Thema.

4 Antworten
?
von Obyon | #26-1

Als alter Hamborner müssen oder können Sie wählen. Die Wahl gilt für ganz Duisburg. Auch wenn man manchmal nicht mehr zugeben mag dasds man aus Duisburg ist. Wenigstens hat die BI Neuanfang sehr zu unserer Ehrenrettung beigetragen...

Wahlberechtigung
von akaz | #26-2

Obyon, entschuldigen Sie, ich wohne nicht mehr in meiner Geburtsstadt, das vergaß ich zu erwähnen.

Projekt
von tom009 | #26-3

aha
nicht wählen gehen aber große klappe haben.

na das sind die richtigen.

Projekt
von tom009 | #26-4

ups ziehe meine antwort26-3 zurück

hatte die akaz antwort-26-2 zu spät gelesen

13.06.2012
13:41
Projekt
von hercules150 | #25

Ein Investor müsste doch nicht ganz gescheit sein bei dieser Stadtspitze in Duisburg zu investieren, außer so Schaumschläger wie Sevenheck. Gibt es schon ein FOC am Wasser, das wäre jetzt die Gelegenheit. Da die Gewerbesteuern in Duisburg schon jetzt weit überm Durchschnitt liegen sehe ich die Chancen die Herr Tum sieht(wird immer bei jeder Geschicht die in die Hose geht gesagt) nicht.

13.06.2012
13:06
Projekt
von AlpenEuro | #24

Sorry, falscher Bericht...

13.06.2012
13:05
Projekt
von AlpenEuro | #23

Erst lässt die SPD keine Gelegenheit aus, die Gräben tiefer und tiefer zu machen, und jetzt kommen sie mit nem 35jährigen Pimpf um die Ecke, der die Stadt repräsentieren soll und der die Gräben wieder zuschütten möchte. Ja nee, is klar.

Ich bin mal gespannt wieviele sich am Sonntag vor den Karren spannen lassen.

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