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Outlet-Center

Outlet-Befürworter und -Gegner tragen überwiegend bekannte Argumente in Duisburg vor

19.06.2012 | 16:31 Uhr
Outlet-Befürworter und -Gegner tragen überwiegend bekannte Argumente in Duisburg vor
Der WDR zeichnete Montagabend ein Stadtgespräch in der Clauberghalle auf. Dort wurde über das geplante Outlet-Center diskutiert.Foto: Hayrettin ÖZCAN / WAZ FotoPool

Duisburg. „Die Fronten sind verhärtet, nähergekommen ist man sich nicht“, fasste WDR-Moderator Matthias Bongard das einstündige Gespräch zum Thema „Outlet-Center“ zusammen. Der WDR hatte Montagabend zum „Stadtgespräch“ in die Clauberg-Halle eingeladen, um dort das Thema „Shoppen statt Wohnen – Geplantes Outlet Center in Duisburg spaltet die Gemüter“ zu diskutieren.

Auf dem Podium saßen: Roger Sevenheck (FOC-Projektentwickler), Rainer Enzweiler (CDU-Ratsherr und Verfechter des Outlet-Centers), Helmut Mattern (Sprecher der Mieterinitiative Zinkhüttenplatz) und Christoph Zöpel (Landesstädtebauminister a. D.).

Wirklich Neues entlockte Bongard den Diskutanten nicht. Jeder trug die schon mehrfach gehörten Argumente vor. Dafür gab es meist Applaus (wenn Mattern und Zöpel sprachen) und immer wieder Buh-Rufe (wenn Sevenheck und Enzweiler das Mikrofon in die Hand nahmen).

Aus dem Publikum (die Clauberg-Halle war nur etwa zu einem Drittel besetzt) gab es überwiegend kritische Stimmen: Man wolle nicht ausziehen, die Heimat nicht verlieren.

Gelegentlich kochte die Stimmung auch wieder hoch, es folgten Vorwürfe, etwa zur Glaubwürdigkeit von Enzweiler sowie der Politik im Allgemeinen und Sevenheck. Kritik, die die Bürger seit Wochen vortragen.

Rainer Enzweiler stellte noch einmal klar, dass der Abriss der Siedlung nicht beginne, so lange dort noch Menschen wohnten.

Und Helmut Mattern versicherte, dass Ende dieses Jahres, wenn die Bagger anrollen sollen, definitiv noch jemand dort leben werde: „Wir sind ein Kern, der nicht ausziehen will und wird“, sagte er. Notfalls werde man die Gerichte bemühen.

Roger Sevenheck indes ist sicher, dass „wir eine Lösung finden“, um alle Bewohner sozialverträglich umzusiedeln.

Gregor Herberhold

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