Erpresser spielte sich als Hells Angels-Chef auf
17.01.2013 | 08:23 Uhr 2013-01-17T08:23:00+0100
Duisburg. Ein Viersener musste sich vor dem Duisburger Amtsgericht verantworten, weil er sich als Vizepräsident der Hells Angels ausgab und mit dieser Behauptung einen 38-jährigen Duisburger erpresste. Er forderte Sekt, Zigaretten und 160.000 Euro.
Vielleicht hätte ein 42-jähriger Mann aus Viersen seine letzte Haftentlassung nicht feiern sollen. Dann wäre er möglicherweise nicht auf die Idee gekommen, sich am 14. Juli 2012 als Oberrocker aufzuspielen. Damit hätte er sich auch die Verurteilung vor dem Amtsgericht Duisburg erspart.
Der 42-Jährige hatte bei einer Freundin in Duisburg-Hochfeld gefeiert. Aus deren Wohnung rief er spät abends einen Bekannten der Gastgeberin an und behauptete, er sei Vizepräsident der Hells Angels . „Schwing dich sofort hierher, sonst stehen acht Hell’s Angels vor deiner Tür und machen ne mexikanische Würfelbude aus deiner Hütte“, drohte er.
"Man kann ja nie wissen"
Der verdatterte 38-Jährige aus dem Duisburger Norden tat, wie ihm geheißen. Und er vergaß auch nicht, befehlsgemäß unterwegs Zigaretten und Sekt zu besorgen. In der Wohnung seiner Bekannten wurde er dann mit weiteren Forderungen des 42-Jährigen konfrontiert: Der wollte bis zu 160.000 Euro sehen. Es sei ihm zwar ein wenig seltsam vorgekommen, dass der schmächtige Angeklagte ein Rocker sein sollte, aber Angst habe er trotzdem gehabt, so der Zeuge. „Man kann ja nie wissen.“ Immerhin habe der Angeklagte Todesdrohungen ausgesprochen und alles über seine Familie gewusst.
Kein Wunder: Zuletzt hatte der Angeklagte mit einem gemeinsamen Bekannten des Opfers eine Zelle geteilt. Der Viersener entschuldigte sich: „Das war doch alles nur, weil wir so besoffen waren.“ So ganz nahm ihm das Schöffengericht diese Behauptung allerdings nicht ab. Denn unter den 16 Vorstrafen des 42-Jährigen fanden sich einschlägige Verurteilungen. Und der Angeklagte hatte Geldforderungen und Bedrohungen am Tag nach der Fete wiederholt, was den Duisburger die Polizei einschalten ließ.
Eine weitere Bewährungschance sahen die Richter für den vielfach vorbestraften Mann nicht mehr. Wegen räuberischer Erpressung muss der 42-jährige nun wieder 21 Monate lang hinter Gitter.
10:18
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08:42
Es ist eher zu hoffen, dass die anderen Rockerclubs die Auflösung auch mitbekommen. Nicht dass da ein Bandido im Knast glaubt, sich den Oberengel mal so richtig vornehmen zu können ...
Es ist schon kurios, auf welche Ideen die Leute kommen. Der Erpresser hat aber noch Glück gehabt, dass der Erpresste nicht bei den Angels angerufen, und mit dem Chef gesprochen hat, was das denn solle ...
Interessant ist aber, dass das nicht mehr um Kleinigkiten geht. 160.000 Euro - das ist schon eine veritable Erpressung im gehobenen Stil.
08:41
und das wird gnadenlos als Amtsanmaßung bestraft...
18:04
Viel interressanter ist, was sagen die HA dazu?:-) Soweit ich weiß, mögen die solche "Namensrechtsverletzungen" nicht sooo sehr. Obs da im Knast oder im Anschluß daran was auf die Zahnzwitschenräume gibt?
13:44
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11:47
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11:19
Und der Steuerzahler muss solche Dummköpfe auch noch am kacken halten.Nach dem Knast gibbet dann wieder ALGII .Auch wieder von uns finanziert.Man müsste ihm das in Rechnung stellen.