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Erneut Schüsse auf offener Straße – Rockerkrieg eskaliert in Duisburg

18.02.2013 | 13:24 Uhr
In der Nacht auf Montag, nur einen Tag nach Schüssen auf das Vereinsheim des Satudarah MC in Duisburg, feuerten Unbekannte mindestens zwölf Schüsse auf Geschäfte an der Friedrich-Ebert-Straße ab.Foto: Udo Milbret / WAZ Fotopool

Duisburg.  Nur einen Tag nach den Schüssen auf das Clubhaus des Satudarah MC sind am Montagmorgen in Duisburg erneut Schüsse auf offener Straße gefallen: 12 Kugeln schlugen in Geschäften in Beeck ein. Auch auswärtige Rocker zeigen in Duisburg Präsenz, neben Satudarah-Mitgliedern auch Hells Angels und Bandidos.

Es brodelt beunruhigend in der Rockerszene am Rhein: Nach einer Massenschlägerei zwischen Rockern der verfeindeten Motorradclubs Hells Angels und Satudarah am Mittwoch und Schüssen auf das Satudarah-Vereinsheim am Sonntag wurde in der Nacht auf Montag erneut scharf geschossen. Mindestens zwölf Projektile schlugen im Gebäude an der Friedrich-Erbert-Straße 330 in Beeck ein.

Dort sind unmittelbar nebeneinander der Kiosk "Oase" und ein Friseursalon untergebracht. Beide Geschäfte wurden bei dem Anschlag beschädigt, der viele Anwohner gegen 4.30 Uhr aus dem Schlaf riss. Verletzt wurde niemand. "Wir gehen davon aus, dass die Schüsse aus einem langsam fahrenden Wagen abgefeuert wurden", sagte Polizeisprecher Ramon van der Maat.

Betroffener soll Freund der Hells Angels sein

Als seine Kollegen am Tatort die Spuren sicherten, wurden sie von mehreren Männern beobachtet, die einem Duisburger Unterstützerclub der Hells Angels angehören sollen.

Schüsse auf Kiosk

Dass die Schüsse auf die Läden also eine Antwort auf jene sind, die Unbekannte am Sonntagmorgen vor dem Satudarah-Quartier abfeueren, ist naheliegend – nicht nur, weil solche Angriffe unter Rockern als Warnschüsse gelten: Der Betreiber der "Oase" soll Journalisten nach Berichten von Augen- und Ohrenzeugen am Tatort selbst erklärt haben, er sei mit Hells Angels-Mitgliedern befreundet. Van der Maat: "Wir ermitteln auch in diese Richtung".

Hintergrund der Eskalation sind offenbar die Expansionspläne des niederländischen Motorradclubs : Nach von der Polizei unbestätigten Berichten soll die Polizei am Mittwochabend einen Angriff von Satudarah-Rockern auf die Hells Angels Düsseldorf verhindert haben, und zumindest im Internet verweist der multikulturelle MC mit dem doppelköpfigen Indianer auf ein zweiten Ableger am Niederrhein: das Chapter Krefeld.

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Mit Sorge registrierte die Polizei bei ihren Kontrollen am Wochenende , wie viele Rocker – darunter auffällig viele auswärtige – auf Duisburgs Straßen unterwegs waren: "Nicht nur von den Hells Angels und Satudarah", so van der Maat, "sondern auch von den Bandidos." Dass Satudarah im Oktober eine Kneipe im Rotlichtviertel an der Vulkanstraße eröffnete , wertet die Polizei als Kampfansage an Höllenengel und Bandidos.

Bandidos und Satudarah nicht befreundet

Letztere verbinde mit den schwarz-gelben Neuankömmlingen aus den Niederlanden keinesfalls eine Freundschaft unter Rockern. Stattdessen soll zwischen Bandidos und den Mitgliedern des MC „Brotherhood Clown Town“ um Ali Osmann lediglich ein entspanntes Verhältnis geherrscht haben.

Satudarah MC in Duisburg

Zumindest bis Juni 2012: Bis der seinerzeit etwa 20 Mitglieder starke „Brotherhood Clown Town“ MC das erste deutsche Satudarah-Chapter wurde. Seither betrachten drei Rockerbanden Duisburg als ihr Revier.

Philipp Wahl

Kommentare
19.02.2013
16:05
Rockerkrieg
von utecaro | #37

sollen die rocker sich doch duellieren und gegenseitig töten. nur keine anwohner verletzen.

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http://www.derwesten.de/wp/staedte/duisburg/erneut-zwoelf-schuesse-abgefeuert-eskalation-der-rockerfehde-id7632214.html
2013-02-18 13:24
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