Ein Zentrum der Superlative
16.12.2007 | 16:48 Uhr 2007-12-16T16:48:00+0100GESUNDHEIT. Haniel-Konzern übergab Medical Center Ruhrort an die Betreiber. 14 Facharztpraxen bieten vernetzte Behandlung.
Mit einer Straßenbahn kommen Dr. Klaus Trützschler, Finanzvorstand des Haniel Konzerns, und Oberbürgermeister Adolf Sauerland gemeinhin nicht zu einem Termin. Am Samstagvormittag war das anders. Denn an der Ruhrorter Straße 195 übergab Haniel das Medical Center Ruhrort (MCR) an die Betreiber. Pünktlich zum Termin hatte auch die mit MCR-Werbung versehene DVG-Bahn ihre Jungfernfahrt.
Konzern investierte 22 Millionen Euro
21 Fachärzte aus 14 Fachrichtungen sind in Ruhrort unter einem Dach vereinigt. Mit modernstem Gerät ausgestattet und elektronisch voll vernetzt - 70 Kilometer Datenleitungen wurden im Haus verlegt - können die diversen Praxen kostengünstig, ohne Verlust von Zeit und Informationen alle denkbaren Untersuchungen und ambulanten Dienstleistungen durchführen.
22 Millionen Euro hat der Haniel-Konzern, der gemeinsam mit der Gebag als Bauherr agierte, in das Projekt gesteckt. Die dreijährige Bauzeit war alles andere als leicht. Udo Hemker, Geschäftsführer der Haus Ruhrort II GmbH, erinnerte in seiner Ansprache an bau- und denkmalrechtliche Hürden und an die Blockadehaltung von Anwohnern.
Auch Klaus Trützschler zeigte sich erleichtert, dass das MCR nun in Betrieb gehen kann. Mit Augenzwinkern registrierte er, dass bis zur letzten Minute gearbeitet und geputzt worden war. "Als ich gestern wegfuhr, habe ich mir nicht vorstellen können, dass hier heute eine Doc Morris Apotheke eröffnet", grinste er.
Der Radiologe Dr. Cord Neitzke, Vorsitzender des MCR-Verwaltungsrates, schwärmte von den medzinischen Möglichkeiten des Hauses. Es ermögliche die kostengünstige ganzheitliche ambulante Versorgung und diene dem Wohl der Patienten und der Versicherer.
Einen kleinen Schönheitsfehler hat die Sache allerdings noch: Wichtige Fachbereiche sind bislang noch nicht durch kassenärztliche Vertragsärzte abgedeckt.Von der Radiologie über die Kardiologie bis zur Gastroenterologie reichen die 14 Facharztpraxen im MCR, die sich für den Betrieb in einer Gesellschaft büerlichen Rechts zusammengeschlossen haben. In einem OP-Zentrum können alle denkbaren Operationen durchgeführt werden. Man wolle sich allerdings zunächst auf ambulante Behandlungen beschränken, heißt es. Ein gutes Geschäft verspricht vor allem das im Haus angeseidelte Präventions-Zentrum, in dem sich Privatpatienten durchchecken lassen können. Eine Doc Morris-Apotheke - die erste in Duisburg - eine Praxis für Physiotherapie, ein orthopädischer Schuhmacher undein Sanitätshaus runden das Angebot des MCR an der Ruhrorter Straße ab.

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