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Urteil gegen Spielhallen-Räuber

28.07.2010 | 18:39 Uhr
Urteil gegen Spielhallen-Räuber
Der Spielhallen-Räuber muss ins Gefängnis. Foto: Sergej Lepke

Düsseldorf. Dieses Urteil war absehbar: Bereits am Montag stellte das Gericht dem 22-jährigen Mann, der im vergangenen Jahr gleich zwei Mal ein und dieselbe Spielhalle an der Münsterstraße überfallen hatte, eine Strafe von vier bis viereinhalb Jahren in Aussicht.

Heraus kamen gestern, als das Urteil verlesen wurde, vier Jahre und zwei Monate Haft - auch, weil der junge Mann ein Geständnis ablegt hatte, auch weil er bei seinen bewaffneten Überfällen „nur“ mit einer Plastikpistole gedroht hatte. Angeklagt war der 22-Jährige wegen schweren Raubes.

Der jetzt Verurteilte hatte zuvor in einer Pizzeria vis a vis der Spielhalle auf der Münsterstraße gearbeitet. Rein äußerlich macht er den Eindruck des netten jungen Mannes von nebenan. Das war er auch für die Besucher und Mitarbeiter der Spielhalle, in der er Stammkunde war und die auch noch ganz in der Nähe seiner Wohnung lag. Als die Schulden dann zu sehr drückten, kam er auf die Idee, die Spielhalle zu überfallen.

In der Silvesternacht 2009 erbeutete er 2150 Euro, am 7. April vergangenen Jahres dann noch einmal 3000 Euro. Auf dem Weg zu dieser Tat hatte der 22-Jährige eine Abkürzung über das Gelände einer Tankstelle genommen. Die dort installierte Überwachungskamera filmte ihn dabei. Später konnte er an Hand dieser Bilder identifiziert werden. Auch, weil sich der 22-Jährige erst unmittelbar vor dem Überfall mit einer weißen Wollmütze getarnt hatte. Auf den Fotos war sein Gesicht noch zu sehen, Zeugen erkannten später in ihm den Mitarbeiter aus der Pizzeria wieder. Als regelmäßigen Kunden der Spielhalle hatte ihn niemand erkannt - obwohl er auch nach den Überfällen immer wieder dorthin zurück gekehrt war.

Im Verlauf des Prozesses gab der Angeklagte freimütig zu: „Da ich Schulden hatte, habe ich den Plan gemacht, die Spielhalle zu überfallen.“ Der 22-Jährige entschuldigte sich bei einer Angestellten, die bei dem Überfall in der Silvesternacht Dienst hatte, die Mitarbeiterin, die er am 7. April überfallen hatte, ist bis heute schwer traumatisiert.

NRZ


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