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Nach dem Eis mussten die Mädchen posieren

30.07.2012 | 17:05 Uhr
Nach dem Eis mussten die Mädchen posieren

Düsseldorf. Er wirkte wie der klassische nette Onkel, gab den Mädchen Eis und Pizza aus, nahm sie zum Go-Kart-Fahren mit. Aber der heute 69-Jährige soll gar nicht so uneigennützig gehandelt haben: Er soll sieben Mädchen zwischen sechs und 15 Jahren jahrelang zu anzüglichen Fotos in Unterwäsche gedrängt, mindestens einmal versucht haben, eine von ihnen zu sexuellen Berührungen zu zwingen. Nun sollte er wegen Kindesmissbrauchs vor dem Amtsgericht stehen, kam aber nicht.

Der Gärtner und Vater erwachsener Kinder war im Jahr 2000 wegen Kindesmissbrauchs zu sieben Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das hinderte ihn nicht, sich auf einem Campingplatz am Niederrhein mit den insgesamt sieben Mädchen anzufreunden, mit ihnen Eis oder Pizza zu essen und sie zum Schwimmen oder Go-Kart-Fahren zu fahren. Dabei soll er immer wieder Fotos verlangt haben.

So soll er einmal vier der Mädchen zum Eis eingeladen, dann Fotos gefordert haben - für jeden ausgegebenen Euro ein Foto. Sonst fahre er sie nicht zurück. Dann soll sich eine 13-Jährige im Auto für die Fotos bis auf die Unterwäsche ausgezogen haben, die anderen sahen von außen zu.

Sonst soll er die Kinder einzeln oder zu zweit in seinem Wohnwagen und seiner Wohnung in Bilk in aufreizenden Posen fotografiert haben. Einmal soll er ein Mädchen gezwungen haben, ihn über der Kleidung zu berühren. Die Hose soll er dann aber vergeblich fallengelassen haben: Sie verweigerte jedes Anfassen.

Bei der Polizei gab er die Fotografien zu, stritt aber jede Berührung ab. Da er auf die Ladung an seine Düsseldorfer Adresse nicht reagierte, geht das Gericht davon aus, dass er in seiner Heimat in Italien ist. Es erging ein internationaler Haftbefehl.

Katharina Rüth

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