Düsseldorfer attackieren Hertha nach Chaos-Spiel
20.05.2012 | 16:12 Uhr 2012-05-20T16:12:00+0200
Düsseldorf. Vor der Entscheidung des DFB-Sportgerichts ist die Stimmung zwischen Düsseldorf und Berlin aggressiv. Der Manager der Punkband „Die Toten Hosen“ schimpft über Hertha-Manager Preetz, auch der Fortuna-Geschäftsführer greift die Berliner an.
Vor der Entscheidung des DFB-Sportgericht am Montag über das chaotische Relegationsspiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin peitscht sich die Atmosphäre zwischen den beiden Städten weiter hoch. Die Berliner Zeitung BZ hat in ihrer Samstags-Ausgabe Jochen Hülder, den Manager der Düsseldorfer Band „Die Toten Hosen“, mit schweren Vorwürfe gegen Michael Preetz zitiert.
„Wir standen in den Katakomben nebeneinander. Es ist mir ein absolutes Rätsel wie er zu diesen Todesangst-Aussagen kommen kann“, schimpft der Hosen-Manager demnach über den in Düsseldorf geborenen und aufgewachsenen Hertha-Manager Preetz. Und weiter: „In meinen Augen ist Herr Preetz ein absoluter Vollidiot. Er hat doch selbst gesehen, wie seine Spieler ausgerastet sind, den Schiri tätlich angegriffen haben. Er müsste ein lebenslanges Einreiseverbot für Düsseldorf bekommen.“
Auch Campino schimpft über die Hertha
Bereits vorab hatte Campino, Sänger der „Toten Hosen“ gegenüber einer Nachrichtenagentur über die Hertha geschimpft. „Das ist die letzte Karte, die der um seine Existenz kämpfende Club hier spielt. Wenn man Anwälte losschickt, die behaupten, man hätte Todesängste spüren können, ist das eine Verunsachlichung auf einem gefährlichen Niveau“, hatte der Punkband-Sänger gesagt. Hertha habe „keine Courage“ zu sagen „Wir werden mit Anstand diesen Abstieg hinnehmen, weil wir es im sportlichen Vergleich nicht geschafft haben, Fortuna zu schlagen“. Schon vorher hatte Campino betont: „Wenn er Rückgrat hat, muss Herr Preetz das bringen.“
Vor dem Sportgericht hatte Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt zuvor kein gutes Haar an Fortuna und dem Sänger gelassen: „Fortuna schickt den Herrn Campino ins Fernsehen und der stellt das alles als große Party dar.“
Koordinationsstelle Fanprojekte findet Verhalten der Berliner Fans gefährlicher
Unterdessen hat Michael Gabriel, der Leiter der Koordinationsstelle „Fanprojekte“ bei der Deutschen Sportjugend, das Verhalten der Düsseldorfer Fans, die wegen des Aufstiegs ihrer Mannschaft auf den Platz gelaufen sind, als „Ausdruck von Freude“ entschuldigt: „Das ist, glaube ich, einmalig und sicher nicht strukturell gefährlich für den Fußball“, sagte Gabriel. Anders bewertete er das Verhalten der Berliner Fans: Sie hätten Fans in der Selbstüberhöhung ihr eigenes Sein und ihre eigene Vorstellung von Ultrakultur über den Fußball gestellt. Das sei gefährlich.
Die Sicherheitsvorkehrungen von Vereinen kritisierte der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei, Frank Richter. Viele Vereine würden Ordner bei den Bundesligaspielen einsetzen, die nicht geschult seien, bemängelte er. Daher müssten vom Staat finanzierte Polizisten ständig als „Aushilfe“ einspringen. Während der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht war auch Kritik an den Düsseldorfer Ordnern geäußert worden.
Düsseldorf-Geschäftsführer Jäger: Wir hätten uns geschämt
Auch Fortuna-Geschäftsführer Paul Jäger hat die Berliner schwer attackiert. „Nachdem, was ich in der Verhandlung gehört habe, hätte ich an Hertha Stelle den Ball sehr, sehr flach gehalten und mich bei allen Beteiligten entschuldigt. Wären wir in der Situation gewesen, hätten wir keinen Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Im Gegenteil: Wir hätten uns einfach nur geschämt für das, was nach Abpfiff passiert ist“, sagte Jäger der „Bild am Sonntag“.
Die Berliner scheinen dies verstanden zu haben: Für das Verhalten ihrer Spieler gegenüber dem Schiedsrichter haben sie sich inzwischen entschuldigt . Doch das, so ist aus Düsseldorf zu hören, hätte schon viel früher passieren müssen.
12:58
Ich verstehe den ganzen Hype über diese beiden "Vereine" überhaupt nicht. Die Entscheidung muss meiner Meinung ganz klar heißen: Berlin 2. Liga. Düsseldorf beibt in der 2ten Liga und St. Pauli steigt direkt auf! Bedanken dürfen sich die Vereine bei Spielern und Publikum! Eine solche Entscheidung hätte ein gewisses Abschreckungspotential!
Ab nächster Saison würde ich mir wünschen, dass Relegationsspiele ausbleiben. Die letzten 3 Vereins steigen aus der 1. in die 2. Liga und umgekehrt und die letzten 4 Mannschaften aus der 2. gehen in die 3. Liga und umgekehrt.
11:11
So, um 15:00 wird der Austieg von F 95 und der Abstieg der Quak-Frösche verkündet ;-)
Gehört ihr Eintrag zu einer Büttenrede?
09:44
Wenn es ein Wiederholungsspiel geben sollte, dann wird die halbe Berliner Mannschaft gesperrt sein. Ob das ein Vorteil für Düsseldorf ist wage ich zu bezweifeln. Im übrigen, die Düsseldorfer Vereinsführung hätten an Stelle von Hertha nicht anders gehandelt und ihre Reaktionen zeigen nur, daß ihnen der Ar.... auf Grundeis geht.
09:30
Ich denke auch, dass es schwierig war, die Todesangst der Herthaner glaubwürdig darzulegen. Nachdem der Innenraum geräumt war, sah die Arena aus wie vorher. Und dass ein Mob aus tausenden Menschen das Feld stürmen kann, ist jederzeit theroretisch denkbar, auch wenn man so etwas noch nicht gesehen hat. Nach der langen Unterbrechung war also die Ausgangslage wieder hergestellt.
"Es ist aber auf jeden Fall erforderlich den Chaoten, die sich beim Fußball austoben, eine rote Karte zu zeigen." Absolut!!! Das heißt: Kobiashvili 2 Jahre Sperre; Lell, Kraft, Mijatovic je nach schwere der Beledigungen/Drohungen 3-9 Monate Sperre; Lambertz 6 Monate bundesweites Stadionverbot wegen Abbrennen von Pyrotechnik.
08:03
Jetzt muß doch mal langsam Schluß sein.
Nach einigen Unterbrechungen wurde das Spiel vom Schiedsrichter regulär beendet.
Eine Spielwiederholung zu erreichen, ist doch nur der jämmerliche Versuch eines Herrn Preetz von seinen katastophalen Fehlentscheidungen abzulenken.
07:23
#25 BillyJean123
Vielen Dank für Ihren Einschätzung und persönlichen Kommentar.
Nur noch mal ganz kurz, es befanden sich beim Wiederanpfiff keine Fans mehr an der Seitenlinie. Deshalb hat es ja auch so lange gedauert, bis der Platz (Innenraum) geräumt war.
Aber eine Ecke hätte nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden können.
07:06
Wieso wiederholt man eigentlich nicht die 90 Sekunden, nur die 90 Sekunden und mehr nicht. Warum muss man 90 Minuten + 5 Minuten wiederholen ? Kann mir das mal einer erklären ?
06:58
Gelassenheit tut Not:
Der DFB wird vor der Europameisterschaft seinen besten Schiri nicht auf dem Altar von Hertha BSC opfern; denn Ausgangslage ist die Tatsachenentscheidung, dass aus Sicht des Schiri die Partie ordnungsgemäß zu Ende gebracht wurde. Dies gilt es zu widerlegen. Wie aber will Hertha beweisen, dass die Spieler in Todesangst verharrten, wenn sie gleichzeitig dieses aggressive Verhalten an den Tag legten? Womit dürfen wir rechnen?: Es ist zu erwarten, dass es zu keinem Wiederholungsspiel kommen wird, Fortuna Düsseldorf aber zu einer angemessenen (Geld-)Strafe verurteilt wird, weil der Ordnungsdienst versagte. Hertha BSC dürfte diese Entscheidung dann in 2. Instanz anfechten. Die Erfolgsaussichten dürften hier aber noch einmal geringer sein, als sie bereits jetzt sind.
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06:28
Leider trift es Fortuna und Hertha. Es ist aber auf jeden Fall erforderlich den Chaoten, die sich beim Fußball austoben, eine rote Karte zu zeigen. Alleine die Diskussion hat ja schon gewirkt. So war ich bei dem Spiel RWE gegen Fortuna Köln. Zum Abpfiff wollten einige Vollidioten den Platz stürmen. Sie haben ein Tor aufgerissen und sind losgerannt. Daraufhin folgte diesen Hirnis...NIEMAND. Diese Schwachmaten wurden von ALLEN anderen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Irgendwann zogen die dann wie begossene Pudel vom Platz. Letzlich können es die Fans also richten. Danke RWE, Danke Fortuna Köln.
Jetzt wird also schon der Platzsturm "nach" dem Spiel prinzipiell gnadenlos verurteilt.
Es gab Zeiten, da war es absolute Sitte, beim letzten Spiel der Saison den Zuschauern automatisch alle Tore zu öffnen.
Vielleicht ist es dieses absolute mit den Füßen treten auf alte Traditionen, welches manche Leute dazu veranlasst irgendwie jedes mal den Platz tu stürmen. Denn soviel ist klar, der Platzsturm war nicht bei jedem x-beliegen Spiel normal, sondern nur beim Saison-Abschluss.
Ich fand es toll, weil das eines der wenigen Momente war, wo der Fan sich noch auf einer Augenhöhe mit den Spieler befand.
In diesem Punkt fand ich es grandios, das sich die Fortuna-Spieler, ganz wie zu alten Zeiten, von ihren Fans auf Händen haben tragen lassen. Schade, wenn mensch solche Bilder nicht mehr sehen würde.
05:40
gegen Hertha Berlin gewinnen,glaube heute wird es eh ein politisches Urteil
zu gunsten der Berliner geben.Aber so kann dann auch klar unterstrichen
werden das Fortuna Düsseldorf in die 1 Bundesliga gehört!!!