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Nichtraucherschutz

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot

04.06.2012 | 16:24 Uhr
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
In NRW soll der Nichtraucherschutz konsequent ausgeweitet werden. Foto: Lukas Barth/ddp/dapd

Dortmund.  In der Dortmunder SPD regt sich Widerstand gegen die von den Grünen geforderte Ausweitung des Nichtraucherschutzes in NRW. Die „grünen Volkserzieher“ wollten den Menschen ihren Lebensstil aufzwingen“, klagt etwa Dr. Marita Hetmeier.

„Mit dem geplanten strikten Rauchverbot haben die Eckkneipen im Ruhrgebiet keine Chance mehr.“ Davon ist die SPD-Politikerin Dr. Marita Hetmeier überzeugt. Die Sozialdemokraten in Dortmund blieben deshalb bei ihrer Ablehnung des geplanten lückenlosen Rauchverbots, das sich in den Koalitionsgesprächen zwischen SPD und Grünen auf Landesebene in NRW abzeichne.

„Am meisten stören mich diese ideologische Verbissenheit und diese quasireligiöse Inbrunst, mit der die grünen Volkserzieher ihren Lebensstil dem Rest der Bevölkerung aufzwingen wollen“, ärgert sich Hetmeier. „Wir können für einen gesunden Lebensstil werben. Wir können an die Vernunft der Menschen appellieren. Entscheiden müssen die Menschen aber selbst.“

Hetmeier warnt ihre Parteigenossen davor, dem „Verbotswahn der Grünen“ nachzugeben und ihre eigenen Wähler damit zu verprellen. „In den Eckkneipen sitzen die Malocher, die gerne zum Bier eine Zigarette rauchen.“ Ebenso wie die Männer in den Teestuben wählten diese überwiegend die SPD.

Die Dortmunder SPD hatte sich auch auf ihrem letzten Unterbezirksparteitag klar gegen eine Verschärfung des Rauchverbots ausgesprochen. Ein solcher Antrag soll auch auf dem Landesparteitag der SPD am 15. Juni eingebracht werden. Andere SPD-Unterbezirke vor allem im Ruhrgebiet haben sich inzwischen ähnlich ablehnend positioniert.



Kommentare
05.06.2012
21:54
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Hui-Buh | #22

Liebe Moderatoren, irgendwie zickt das hier. So manche Antwort von mir taucht auf einmal ganz unten auf und nicht dort wo sie hingehört. Vielleicht könnt ihr euch um das Problem kümmern? Vielen Dank

05.06.2012
20:28
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von RaucherNRW | #21

Ich hoffe, dass Frau Dr. Hetmeier es schafft, gegen die Unterdrückungspolitik der Grünen vorzugehen. Außerdem hoffe ich, dass es Frau Kraft bewusst ist, dass sie der Partei der großen rauchenden SPD-Politiker wie Brand und Schmidt angehört und sich nichts von bevormundenden Grünen-Politikern aufdiktieren lässt!

3 Antworten
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Hui-Buh | #21-1

Die Zeit der Raucher ist vorbei!

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #21-2

Hui-Buh, und deshalb meinen Sie, dass die Zeit reif ist für Ideologen und Prohibitionisten? Das wollen wir doch vermeiden, nicht wahr?

@Lionel | #21-2
von Catman55 | #21-3

Bitte informieren sie sich doch bitte vorher, was Prohibition ist. Sonst wirkt das einfach nur peinlich!

05.06.2012
19:39
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von gilded_lil | #20

Nicht das Verbot wirft Probleme auf, sondern einzig das Rauchen selbst ist das Problem an der ganzen Sache. Man muss auch gar nix organisieren. Raucher haben sich das Rauchen freiwillig ausgesucht und nun sollen sie damit selber klarkommen. Dreist genug, dass sie sich über Jahre einfach ungefragt überall ausbreiteten und andere dabei vergiften. Man kann sich nicht irgendwas aussuchen und alle Anderen haben es auszubaden. Aber Suchtkranke habe nur die Befriedigung Ihrer Sucht im Visier, da bleibt soziales Verhalten auf der Strecke.

1 Antwort
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Hui-Buh | #20-1

100% richtig gesagt!

05.06.2012
19:36
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von gilded_lil | #19

Nicht das Verbot wirft Probleme auf, sondern einzig das Rauchen selbst ist das Problem an der ganzen Sache. Man muss auch gar nix organisieren. Raucher haben sich das Rauchen freiwillig ausgesucht und nun sollen sie damit selber klarkommen. Dreist genug, dass sie sich über Jahre einfach ungefragt überall ausbreiteten und andere dabei vergiften. Man kann sich nicht irgendwas aussuchen und alle Anderen haben es auszubaden. Aber Suchtkranke habe nur die Befriedigung Ihrer Sucht im Visier, da bleibt soziales verantwortungsvolles Verhalten auf der Strecke.

1 Antwort
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #19-1

Was ist denn das für eine seltsame Begründung: Nicht das Verbot wirft Probleme auf, sondern einzig das Rauchen selbst..."
Ein Verbot ist eine Anweisung zur Unterlassung einer Handlung. Verbote beschränken die Freiheit und die Autonomie einer Person beim Entscheiden bzw. Handeln. Das heißt also, Verbote im Sinne des Gesundheitsschutzes müssen auf nachweisbaren Grundlagen beruhen. Sie stellen die Sache einfach auf den Kopf, weil es so besser in ihre Argumentation passt.

Die gebetsmühlenartige Wiederholung des Sucht-Vorwurfs führt nicht zu zu dem gewünschten Ergebnis der Entmündigung von Rauchern. Der Zweck dieser Übung ist durchschaubar: wer süchtig ist, dem muss zwangsweise geholfen werden. Nur so kann man überhaupt weitgehende Eingriffe in das Leben der Raucher rechtfertigen. Außerdem, definiert man Rauchen als Sucht, dann wird daraus eine Krankheit, die es zu behandeln gilt – idealerweise auf Kosten der Krankenkassen.

05.06.2012
19:20
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von vospe | #18

@nike8: Nein, ich habe natürlich nicht Sie des "Abkupferns" bezichtigt, hier treiben "Schloßgespenster" ihr ideologisch geprägtes Unwesen ;-)

Ich bin da völlig einig mit Ihnen, wir sollten mal abwarten was auf dem Parteitag passiert. Meine Hoffnung ist, dass das Thema in den Koalitionsverhandlungen nicht bei anderen Themen als unwichtig untergeschoben wird, sondern noch einmal umfassend diskutiert wird und eine demokratische Lösung im Sinne aller Beteiligten gefunden wird. z.B. "Alles bleibt wie es ist." Ich fände es unverantwortlich von Frau Kraft so ein emotional geladenes und wichtiges Thema wie das Rauchverbot als "Goodie" für die Grünen zu benutzen um im Gegenzug andere Themen durchzusetzen. Die Eckkneipe darf nicht sterben.

1 Antwort
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #18-1

@vospe: In der Tat...hier treiben "Schloßgespenster" ihr ideologisch geprägtes Unwesen !
Wer mal "Hui Buh" bei Google eingibt, wird feststellen, dass das "Schloßgespenst" in ganz Deutschland rumspukt, wenn es um Raucherverunglimpfung geht. Vom Münchner Merkur über die Augsburger Allgemeine bis nach NRW. Es geht ihm somit nicht um das Rauchverbot in NRW, sondern um seinen ideologischen Kampf gegen die Raucher.

05.06.2012
19:14
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von gilded_lil | #17

Wenn etwas die Existenz bedroht, dann ist es das Rauchen. Am Nichtraucherschutz ist nämlich noch niemand gestorben. Wenn also ein Kneipenwirt theatralisch den Unsinn des Dehoga, der Nichtraucherschutz bringe ihn in existentielle Gefahr, nachbibbert, wird das die Mehrheit der Menschen wohl eher zum Schmunzeln und Lachen bringen, weil die ja wissen, das Rauchen die meisten Todesopfer in Deutschland fordert und nicht etwa der Nichtraucherschutz. Zudem muss man sich die Frage stellen, wie pervers es denn wohl ist, Leid und Tod von Menschen billigend in Kauf zu nehmen, nur weil daran Geld zu verdienen ist. Wer angibt, in seiner Kneipe 80% Raucher zu bewirten, dem muss klar entgegengehalten werden, in entsprechend großem Umfang offenbar die Nichtraucher durch den Qualm vergrault zu haben. Denn die Verteilung von Nichtrauchern zu Rauchern liegt ja bekanntlich bei 75% zu 25%. Und so sind auch die ordentlichen, im zweistelligen Bereich liegenden Umsatzzuwächse in Bayern, nach der Einführung ein

05.06.2012
17:41
In Eckkneipen wird heute noch geraucht - und das ist auch gut so!
von nike8 | #16

@ Hui-Buh: So einen Unsinn können Sie zwar fordern, aber doch nicht ernsthaft auf Umsetzung hoffen. In letzter Konsequenz stellen Ihre Forderungen die Gleichstellung von illegalen Drogen mit Tabak dar.

Den Verfechtern eines strengeren Nichtraucherschutzgesetzes geht es doch gerade um den Schutz der Nichtraucher in der Öffentlichkeit – sei diese Öffentlichkeit nun in öffentlichen Einrichtungen (Rathaus, Schule, Bürgerhäuser) oder in privatwirtschaftlichen Einrichtungen (Restaurants, Kneipen, Kinos) gegeben.

Und hier ist eigentlich alles geregelt, lediglich die kleinen Eckkneipen stellen für die Nichtraucherschützern noch ein Dorn im Auge dar. Hier darf weiterhin geraucht werden.

Und das ist auch gut so!

Ihre Forderungen sind doch überhaupt nicht inhaltlich begründet, sie sollen die Raucher schlicht provozieren.

Mein Rat: Warten wir ruhig ab …

6 Antworten
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Hui-Buh | #16-1

Wieso ist das Unsinn? Würde ich heute ein Produkt erfinden, das auch nur annähernd so schädlich ist wie die Tabakprodukte, dann wäre das von heute auf morgen verboten!
Oder warum sollte man eine Droge, die nachweislich so viele Menschen umbringt, als wenn täglich ein Jumbo abstürzen würde, nicht zu den illegalen zählen?

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #16-2

Hui-Buh, noch einmal die Frage: was geht sie meine oder die Gesundheit anderer Menschen an?
Was wollen sie denn noch alles reglementieren und verbieten, damit die Gesundheit der anderen Leute sie zufrieden stellt? Alkohol, Fett, Salz, Zucker oder Parfum?
Wie heißen noch die Schlagzeilen in den Zeitungen?: "Übergewicht entwickelt sich zu einer weltweiten Epidemie" oder "Alkohol steht an zweiter oder manchmal auch an dritter Stelle der vermeidbaren Todesfälle". Und glauben sie das alles?
Und da hält es sie noch ganz ruhig auf ihrem Sitz? Oder toben sie hier nur ihre Abneigung gegen Raucher aus?

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von gilded_lil | #16-3

von Gleichberechtigung zwischen Rauchern und Nichtrauchern zu sprechen, allein das ist schon blanker Hohn. Stark überspitzt entspricht das der Gleichberechtigung zwischen Mörder und Leiche, zwischen Täter und Opfer. Warum sollte ein Nichtraucher nach Gleichberechtigung mit einem Raucher streben. Jeder Mensch wird zugegebenermaßen als Nichtraucher geboren. Die einen entscheiden sich, dies Ihr Leben lang zu bleiben, die anderen entscheiden sich, zu rauchen. Dies ist eine freie Entscheidung, die jedem sicherlich frei steht. Aber wer sich für das Rauchen entscheidet, der muss eben auch Einschränkungen, die mit dieser Entscheidung verbunden sind, billigend in Kauf nehmen. Wer sich entscheidet, bei Regen Fahrrad zu fahren, der nimmt ja auch in Kauf, nass zu werden.

Die Diskussion über ein Rauchverbot bzw. über den Nichtraucherschutz ist eine Diskussion, die seitens der Raucher rein über Emotionen und Polemik geführt wird. Plakative Sachverhalte werden außerhalb Ihres jeweiligen Kontexts al

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Name von Moderation entfernt | #16-4

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von gilded_lil | #16-5

ich kann mich noch gut erinnern, dass leute vorausgesagt haben, dass mit der einfuehrung der gurtpflicht die totale autoindustrie zusammenbrechen wird, und spaetstens nach einem jahr alle strassen von gras ueberwachsen werden, weil keiner mehr mit sicherheitsgurt autofahren wird.

wieso regt sich keiner ueber die gurtpflicht auf, dass motorradfahrer mir sicherheitshelmen fahren muss, dass man einen fuehrerschein machen muss, dass man alle paar jahre zum tuev muss, dass man tausende verkehrsregeln kennen muss, dasss man nicht so schnell fahren darf wie man will, dass man nicht ueberall fahren darf wie man will, dass man in der kneipe nicht mit dem auto fahren darf...

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #16-6

@gildet_lil : Was wollen Sie denn jetzt mit der Einfuehrung der Gurtpflicht und der Gewöhnung daran beweisen? Ob etwas berechtigt ist oder nicht, ob es angenommen wird oder nicht, hängt von vielen verschiedenen Dingen ab.
Analog zu ihrer Argumentation: "..ich kann mich noch gut erinnern, dass Leute vorausgesagt haben, dass mit der Einfuehrung des Euro in der EU alles besser wird. Inzwischen steht der Euro auf der Kippe, die EU muß als Ganzes um das Überleben kämpfen u.s.w.
Also was soll das? Vergleiche gibt es für alles und jedes...

05.06.2012
16:46
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Hui-Buh | #15

Unsere Politiker sollten endlich mal das Richtige tun und den Tabakdreck ganz verbieten. Die Raucher muss man dabei nicht um Erlaubnis fragen.
Wenn man einen Teich trocken legen will, dann fragt auch keiner die Frösche...

2 Antworten
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von xxyz | #15-1

Dann bleiben nur noch Drogen zum Eigenbedarf. Gut dass es im SPD-Gebiet an jeder Ecke welche geben soll.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #15-2

Das Zitat stammt übrigens von Mark Twain und muß richtig heißen: "Wenn man einen Sumpf trocken legen will, darf man damit nicht die Frösche beauftragen." Wenn sie hier schon Zitate bringen, dann wenigstens richtig.
Außerdem ist es ein gefährliches Zitat, mit dem man fast alle nicht demokratisch legitimierten Zwangsmaßnahmen gegen bestimmte Gruppen rechtfertigen könnte. Mark Twain prangerte übrigens in seinen Arbeiten religiöse Heuchelei, Polizeiübergriffe auf Minderheiten, korrumpierte und betrügerische Senatoren an. Ich weiß nicht, ob sie sich da in der richtigen Gesellschaft befinden...

05.06.2012
13:22
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14

Wenn Frau Hetmeier es durchsetzt, dass auf den Dortmunder Straßen, Fußgängerzonen und an anderen öffentlichen Orten nicht mehr geraucht wird, dann sollen die Raucher ruhig ihre eigenen Kneipen und Clubs behalten.

Denn tatsächlich sind es doch die Nikotinsüchtigen, die "ihren Lebensstil dem Rest der Bevölkerung aufzwingen".

16 Antworten
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #14-1

Niemand zwingt ihnen den Lebensstil der Raucher auf, das ist Unsinn! Gehen sie in Nichtraucherlokale und die Raucher gehen in Raucherlokale, so einfach ist das! Aber offenbar macht Ihnen ihr Lebenswandel alleine so gar keinen Spaß und deshalb wollen sie ihn allen anderen auch aufzwingen. Dann müssen sie sich doch bei SPD und Grünen wohlfühlen, oder?

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14-2

Natürlich gehe ich in Nichtraucherlokale; und natürlich sollen Raucher in Raucherlokale gehen können. Da sind wir uns doch einig.

Aber im Gedränge der Fußgängerzonen, an Bushaltestellen oder vor öffentlichen Gebäuden kann ich eben NICHT selbst entscheiden, ob ich den Rauch meiner Mitmenschen einatmen will. Das wird mir, wie auch meinen Kindern, aufgezwungen.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #14-3

@ simmes: Fußgängerzonen, an Bushaltestellen oder vor öffentlichen Gebäuden?
Sie wollen doch jetzt nicht ernsthaft auf eine angebliche Gesundheitsgefährdung durch Rauch bei Wind und Wetter hinaus, oder?
Sollte aber der Rauch ihrem Geruchsempfinden wiedersprechen, so müssten sie auch Verbote für Knoblauch-, Parfüm- oder Schweißgeruch fordern. Ganz abgesehen davon kann ihr persönliches Geruchsempfinden niemals Grundlage für Verbote sein. In welche Richtung wollen sie eigentlich mit ihren Bemerkungen steuern?

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14-4

Nein, beim Tabakrauch geht es nicht um "persönliches Geruchsempfinden", sondern um eine Mischung teilweise stark krebserregender Substanzen..

Mein Anliegen ist: Ich will z.B. meiner asthmakranken Tochter keinen Rauch zumuten, weder bei Sonnenschein noch bei Wind und Wetter. Dieses Anliegen wird durch Rücksichtslosigkeit und Egoismus einzelner Süchtiger verhindert.

Ansonsten habe ich keine Probleme mit Raucherkneipen oder -Clubs - wenn ich da nicht rein muss.

Ergänzung:
von simmes | #14-5

Ich will z.B. meiner asthmakranken Tochter keinen Rauch zumuten

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #14-6

Zu der besonderen Situation ihrer Tochter kann ich mich nicht äußern. Dann müssten folgerichtig auch Strassenverkehr, Heizungen verboten werden.
Besondere Situationen werden auch von der Minderheit der sogn. Duftstoffallergiker und Chemikaliensensiblen geltend gemacht, die deshalb Parfumverbote in der Öffentlichkeit fordern. Die Frage ist, ob jeder Mensch mit einer besimmten Allergie oder Sensibilität eine für ihn klinisch reine Öffentlichkeit verlangen kann. Auch diese Menschen behaupten, es werde ihnen aufgezwungen.
Dass Rauch bei Wind und Wetter Einfluss auf die Gesundheit von Nichtrauchern haben soll, wird noch nicht einmal von der Tabak-Kontrolle belegt.
Allerdings läßt ihre wiederholte Bezeichnung der Raucher als Süchtige vermuten, dass sie hier die Taktik der Anti-Raucher anwenden: denn, wer süchtig ist, der kann nicht selbst entscheiden, also muß ihm zwangsweise geholfen werden....

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Hui-Buh | #14-7

@simmes, Asthmakranke haben einfach Pech gehabt. Die sollen gefälligst daheim bleiben, denn das Recht der Raucher so gut wie überall zu rauchen ist geschriebens Gesetz! Ein normaler Mensch muss schon ein bissl Passivrauch ertragen und wer das nicht kann, was juckt das den Raucher? Hauptsache die Kippen sind immer da.
Nur wenn dann irgendwann die Diagnose vom Lungenarzt kommt, dann vergehen denen die dummen Sprüche...

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14-8

Das Einatmen von Rauch ist bei jedem Wetter gesundheitsschädlich - nicht nur für Menschen mit Atemwegserkrankungen. Um das zu wissen, brauche ich keine Studie.

Falls Sie einer der wenigen Raucher sind, die nicht nikotinsüchtig sind, bitte ich um Entschuldigung für die Pauschalisierung. Dennoch glaube ich, dass die meisten Mitmenschen, die mich und meine Kinder mit ihrem Rauch traktieren, tatsächlich Süchtige sind. Ihre Unterstellung, ich wolle diesen Leuten "zwangsweise helfen", ist allerdings völlig abwegig. Mein Anliegen ist die Unversehrtheit meiner eigenen Familie und nicht die fremder Leute.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #14-9

Das ist ja wohl nicht ihr Ernst? Die ausgeatmeten Rückstände einer oder zwei gerauchter Zigaretten im Freien bei Wind und Wetter werden sie mit keiner Meßmethode nachweisen können. Das ist auf Grund der Verdünnung in der freien Luft einfach nicht möglich. Darüber wird es wohl kaum eine wissenschaftlich nachvollziehbare Studie geben. Ich frage mich, was sie mit solchen absurden Behauptungen bezwecken wollen?
Wenn ihr Anliegen tatsächlich die Unversehrtheit ihrer eigenen Familie sein sollte, dann müssen sie sich auch die Frage stellen, ob das Telefonieren mit dem Handy neben ihrer Familie nicht eine Gefahr darstellt. Die WHO will nämlich eine Gefährdung durch Handystrahlung nicht ausschließen. Mir scheint, dass sie eine selektive Wahrnehmung von Gefahren haben...

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14-10

Wenn Sie einen Rauchmelder im Freien anschließen und den direkt "anrauchen", wird der Alarm anschlagen. Der Segen der Verdünnung greit eben erst in angemessener Distanz von der "Rauchquelle".

Da die meisten Raucher das ebenso wenig verstehen, wie Sie, heißt es in Menschenmengen, im Gedränge oder im Biergarten: Luft anhalten, ausweichen, Platz wechseln. Frei nach dem Kalauer von Neven Subotic: Warum läuft der Gegenspieler auch ausgerechnet da, wo ich hin grätsche. Das ist praktizierte Raucher-Toleranz.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #14-11

@simmes
es passiert ja auch täglich, dass Raucher andere Nichtraucher im Freien direkt "anrauchen", quasi per Kuss. Jetzt wird die Diskussion absurd. Wenn sie glauben aus Gründen des Gesundheitsschutzes im Freien die Luft anhalten zu müssen, bloß weil in ihrer Nähe jemand raucht, dann haben sie ein größeres Problem, als ich angenommen habe.
Dann ist es auch nicht mehr weit bis zu den Behauptungen, die vor Jahren in Schweden auf Plakaten zu lesen waren:
Rauchen verkleinert den Penis. Zigarettenfilter sind voller Mäuseexkremente. Passivrauchen tötet Vögel. Zitat der Organisatoren: "Wir gehen mit denselben Methoden vor wie die Tabakindustrie: mit Lügen."

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14-12

Na klar, der Vorwurf der Lüge fehlte ja bisher in Ihrer "Argumentation". :-(

Zum Thema: Wenn ich z.B. vor einem öffentlichen Gebäude durch einen Pulk von Rauchern und deren produierter Wolke muss und dabei den Rauch nicht einatmen will, muss ich kurzfristig die Luft anhalten. Dass man im Gedränge direkt "angeraucht" wird, passiert täglich. Oder im Biergarten: Ich sitze mit meiner Familie bei Wurst und Pommes, an den Nachbartisch setzen sich zwei Raucherinnen, und die halten ihre Zigaretten so, dass sie den Rauch nicht selbst ins Gesicht kriegen, sondern meine Kinder. Klar kann man Leute darauf freundlich aufmerksam machen, und meist funktioniert das ja auch. Aber einerseits ist es ermüdend, sozusagen als Bittsteller Rücksicht einzufordern; und andererseits erlebt man da auch schon mal sehr unerfreuliche Reaktionen der Süchtigen.

Bevor Sie wieder höhnisch fragen: Ja, das ist mein Ernst. Ihre Unterstellungen und Lügenvorwürfe können übrigens Sie behalten.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #14-13

Zitat: "Ihre Unterstellungen und Lügenvorwürfe können übrigens Sie behalten"

Ich kann nichts behalten, was ich ihnen gar nicht vorgeworfen habe. Gründliches Lesen kann aber auch ihrem Fall helfen: Meine Anmerkung war, dass sich die Organisatoren der schwedischen Anti-Raucherkampagne selbst der Lüge bezichtigt haben.
Es ging aber mehr um die Aussage, dass die von ihnen behaupteten angeblichen Gesundheitsgefahren von Zigarettenrauch im Freien bei Wind und Wetter nicht mehr weit von den Behauptungen auf den schwedischen Plakaten entfernt sind, dass Passivrauch Vögel töten würde...
Und ihre ständige Wiederholung des Suchtvorwurfs zeigt nur, aus welcher Ecke ihre Kommentare kommen - das ist leicht zu durchschauen.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14-14

Natürlich stellen Sie mit Ihrer rhetorischen Figur "Dann ist es auch nicht mehr weit bis..." meine Einlassungen ganz bewusst in die Nähe der Lüge, statt sachlich auf sie einzugehen.

Ebenso nervig sind Ihre Unterstellungen. Auf meinen ursprünglichen Beitrag (#14) antworten Sie: "Aber offenbar macht Ihnen ihr Lebenswandel alleine so gar keinen Spaß und deshalb wollen sie ihn allen anderen auch aufzwingen. Dann müssen sie sich doch bei SPD und Grünen wohlfühlen, oder?" Eine versuchte Charakterisierung, die Ihnen im übrigen gründlich misslungen ist.

Alles wird relativiert, ins Lächerliche gezogen oder darauf reduziert, "aus welcher Ecke" ich schreibe; gleichzeitig werfen Sie mir (in #8-5) vor, ich würde "nicht vernünftig argumentieren".

Benso dreist ist Ihre Behauptung meines angeblichen "ständig wiederholten Suchtvorwurfs". Ich werfe keinem Raucher seine Nikotinsucht vor, sondern manchen Süchtigen ihr rücksichtsloses Verhalten.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #14-15

Wie auch immer: Ich steige jetzt aus dieser fruchtlosen Diskussion aus un kümmere mich wieder um meinen freudlosen Lebenswandel. Husten Sie wohl! ;-)

@simmes
von misterjones | #14-16

Tun Sie sich öfter solche Diskussionspartner an? Für diesen Fall kann ich Ihnen eine ebenso unterhaltsame wie nützliche Lektüre empfehlen:

Hubert Schleichert, "Wie man mit Fundamentalisten diskutiert, ohne den Verstand zu verlieren"

Absolut lesenswert!

05.06.2012
13:22
Die Wandlung der SPD....
von Lionel | #13

Von den grünen Spießern sind wir ja jede Menge Verbotsforderungen gewohnt, was aber die SPD angeht: es ist schon ein interessanter Wandlungsprozess von Willy Brandts Rede von 1969: “Wir wollen mehr Demokratie wagen”, hin zu 2012, wo man durchaus analog dazu sagen könnte: “SPD – wir wollen mehr Gängelung der Bevölkerung wagen” !
Von der Partei der kleinen Leute zur Hartz IV Partei – interessant !

3 Antworten
SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #13-1

Naja, der Radikalenerlass (Berufsverbote) war immerhin auch ein Gesetz der SPD unter Brandt. Und andererseits ist das geplante "strikte" Rauchverbot ja nur von der CSU abgekupfert.

Wohl interessant - aber nicht soo simpel!

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von Lionel | #13-2

@simmes, Willi Brandts Rede ist von 1969, der Radikalenerlaß von 1972, also schon Teil der Wandlung der SPD. Und abgesehen davon, der Radikalenerlaß war der Anfang meines langen Abschiedes von der Politik der SPD. Ich sehe hier keinen Widerspruch.
Die Grünen (die ich leider auch mal gewählt habe) sind zu einer spießigen Verbotspartei verkommen, denen die SPD aus Gründen des Machterhalts nachläuft. Was nicht ausschließt, dass sich die SPD selbst zu einer paternalistischen Partei gewandelt hat.

SPD in Dortmund gegen striktes Rauchverbot
von simmes | #13-3

Als früherer SPD-Wähler und früherer Grünen-Wähler wollte ich über diesen Punkt gar nicht diskutieren. Es sollte nur eine Randbemerkung sein.

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