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Guard-Projekt

Demokratie spielerisch erleben

08.06.2012 | 17:20 Uhr
Demokratie spielerisch erleben
Das Guard-Projekt geht in die zweite Runde. Foto: Kevin Schrief

Dorstfeld. Die gute Nachricht zuerst: Das Guard-Projekt geht in diesem Jahr in die zweite Runde. „Guard steht für ‘Gemeinsam und aktiv für Respekt und Demokratie’“, erklärt Arne Thomas. Gleichzeitig bedeute das Wort im Englischen „leiten“, aber auch „beschützen“.

Der Fachreferent vom Jugendamt der Stadt Dortmund zieht eine erfolgreiche Bilanz für das Premierenjahr 2011: Insgesamt 1577 Kinder- und Jugendliche haben im vorigen Jahr an den 54 Veranstaltungstagen teilgenommen.

Premierenjahr war erfolgreich

Auch Olaf Meyer von den Dorstfelder Ferienspielen, die als Veranstalter mit im Boot sind, freut sich: „Der Nachwuchs erlebt auf diese Weise spielerisch die Demokratie.“

Im vergangenen Jahr sponserte das Stadtbezirksmarketing das soziale Projekt mit 14000 Euro - ein „Sondertopf“ hat das möglich gemacht. Diesmal unterstützen die Verantwortlichen den Dorstfelder Nachwuchs mit rund 9000 Euro.

Thomas will die finanzielle Lücke mit einer Radiowerkstatt unter dem Namen „Radio Guards“ stopfen. „Wir hoffen auf baldiges grünes Licht der Landesmedienanstalt“, erklärte der Fachreferent beim Pressegespräch jetzt im Schulte-Witten-Haus.

Denn die Wächter über Radio- und Fernsehsender im Land fördern Schul- und Jugendprojekte finanziell. „Die ersten Beiträge für unsere Radiosendung beim Lokalsender 91,2 haben wir schon produziert“, sagt der Sozialpädagoge stolz. Parallel dazu absolvieren Arne Thomas und seine Mitstreiter einen „Radio-Führerschein-Kurs“. Nur wer den in der Tasche hat, darf ans Mikro. Ansonsten setzt Guard auf Kunst- und Spielaktionen sowie Sumo-Ringen, Streetkick mit dem Fan-Projekt Dortmund und das beliebte Kistenklettern.

„Letzteres wäre ohne die Dortmunder Feuerwehr nicht möglich“, bedankt sich Thomas. Alle Verantwortlichen hoffen, dass sich diesmal auch die Schulen stärker beteiligen. „Beim Programm haben wir bewusst auf größtmögliche Flexibilität gesetzt“, betont Thomas. Die Veranstaltungstage sind gesetzt, der Treffpunkt wird jeweils noch bekanntgegeben. Damit wollen Arne Thomas und sein Team es dem Dorstfelder Nachwuchs ermöglichen, „bestimme Areale im öffentlichen Raum zurückzugewinnen - und ihn nicht aus Angst den Neonazis zu überlassen“.

Auch der Stadtbezirk Lütgendortmund ist an Guard interessiert. Start, so war jetzt zu hören, könnte voraussichtlich 2013 sein.

Von Sebastian Schulte

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