Witterung trübt den Badespaß
15.07.2012 | 16:46 Uhr 2012-07-15T16:46:00+0200
Derne/Scharnhorst. Einmal Hallenbad „Die Welle“ oder einmal Freibad Derne heißt, immer Schwimmverein Derne. Seit dem Gründungsjahr 1949 befasst sich der Schwimmverein Derne mit dem Element Wasser und erfreut sich in der Bevölkerung einer großen Beliebtheit.
1914 wurde das Freibad erbaut und eingeweiht durch den früheren Landwirt Schulte-Tigges sowie mit Quellwasser befüllt. Das Bad gilt als ältestes Freibad Nordrhein-Westfalens. 1990 übernahm der Schwimmverein Derne infolge einer drohenden Schließung durch die Stadt die Anlage Im Sperrfeld.
War in den Anfangsjahren durch die Kriegswirren des Ersten Weltkrieges das Freibad-Vergnügen getrübt – auch während des Zweiten Weltkrieges stagnierte der Badebetrieb –, sorgt seit dem Jahr 1990 nun der SV Derne für Frischwasser und ungetrübtes Badevergnügen im Freien. Zahlreiche Schwimmbegeisterte füllten an sonnigen Sommertagen das Bad und fanden Badevergnügen inmitten einer von Kohle, Stahl und Brauereien dominierenden Industrielandschaft.
Zwei Olympia-Teilnehmer, die sich hier auch zu Trainingsstunden einfanden, entstammen dem SV Derne. Gerald Mörken, mehrfacher Europarekordler und -meister im Brustschwimmen, sowie Frank Henter, Europarekordler in den Disziplinen Schmetterling und Freistil, sind auch heute noch ständige Besucher des Bades.
Aber auch weniger Wettkampf orientierte Freizeitschwimmer wagen im Freibad den Sprung ins kühle Nass. Baby, Kind, Jugendliche oder Senioren, nutzen entsprechende Angebote des Vereins bei sommerlichen Temperaturen. Doch in diesem Jahr ist der Andrang von Freizeitschwimmern aufgrund der vorherrschend schlechten Witterung eher zurückhaltend.
In dieser Badesaison, bis zum heutigen Tag gezählt, sprangen bisher 1000 Badbesucher ins kühle Nass. So liegen die Besucherzahlen derzeit bei 80 Prozent hinter normal. Die durchschnittliche Wassertemperatur liege bei 21 Grad, erklärte Ehrenvorsitzender Klaus Henter bei einem Gespräch mit der Stadtteil-Zeitung.
Auch das Scharnhorster Hallenbad „Die Welle“, hier stehen sportlichen Schwimmern fünf Bahnen im 25-Meter-Sportbecken zur Verfügung, ist seit dem Jahre 2002 in der Regie des Schimmvereins Derne. Dieses Bad, wo unter anderem auch künftige Schwimmmeister ausgebildet werden, erfreut sich großer Beliebtheit.
So konnte jetzt der Vereinsvorstand Jens Langenfeld nach dreijähriger Ausbildung als frisch gebackenen „Fachangestellten für Bäderbetriebe“ feiern. In seinem Zeugnis der Berufsschule Hagen ist nur die Note „sehr gut“ und in der Gesamtprüfung die Note „gut“ zu finden. Von der Badewasser-Chemie über die gesamte Badetechnik bis zum Entertainer für die Badbesucher und Sicherheit der Kunden, reicht das Spektrum seiner Ausbildung.
Badleiterin Tanja Will sowie Ehrenvorsitzender Klaus Henter zeichnen für die Ausbildung verantwortlich. Marvin Siegel befindet sich jetzt im zweiten Ausbildungsjahr, und ganz frisch ab kommenden August kommt Marina Kropyvynytska dazu und konnte schon jetzt ihren Vertrag entgegennehmen. In diesem Zusammenhang wies Vorsitzender Manfred Lesinski darauf hin, dass der Schwimmverein Derne auch künftig jungen Menschen eine Chance im Rahmen eines Sozialen Jahres geben wird.
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