Das aktuelle Wetter Dortmund 19°C
In Asseln

Polit-Picknick gegen Straßenbau

16.08.2012 | 18:07 Uhr
Polit-Picknick gegen Straßenbau
Grünes Picknick auf auf der gedachten Trasse der OWIIIa: „Unsinniges Projekt“.Foto: Klaus Pollkläsener

Im Nordosten. Tag für Tag quält sich der Verkehr durch Wickede und Asseln. Morgens rein nach Dortmund, abends wieder raus. Würde eine Umgehungsstraße, eine Verlängerung der OWIIIa, Pkw- und Lkw-Fahrer entspannen und den Anwohnern mehr Lebensqualität bringen? Ja, sagen die Befürworter wie SPD und CDU. Quatsch, meinen die Grünen. Sie machten am Donnerstag, 16. August, ein Picknick auf der gedachten Umgehung. Aber auch zwischen Grill- und Info-Stand wurde heiß diskutiert.

Für die Grünen scheint klar: Die Umgehung von Asseln und Wickede gen Unna würde den Hellweg nur gering entlasten; dafür müsste ein Stück wertvolle Natur im Nordosten geopfert werden, das der Naherholung sowie der Landwirtschaft diene. Am Ende seien zwei Straßen verstopft - und nicht viel gewonnen. Kurz: Der Preis für eine Verlängerung der OWIIIa sei unverhältnismäßig hoch.

„Unsinnige Projekt“

Bei ihrem Polit-Picknick an der Kreuzung Asselner Straße/Brackeler Straße machten die Grünen klar: Ihrer Meinung nach handle es sich um ein „unsinniges und überflüssiges“ Straßenbauprojekt, wie Ratskandidatin Ingrid Reuter sagte. Landtagsabgeordnete Daniela Schneckenburger hatte zwar auch keine Neuigkeiten aus Düsseldorf mitgebracht; mit Blick auf die ausstehenden Etappen wie Linienfindung, Planfeststellung, Umweltprüfung und mögliche Klageverfahren von Gegnern sei aber wohl in den nächsten zehn Jahren mit keiner neuen Umgehung zu rechnen. Wenn überhaupt: „Die Finanzmittel auch in Düsseldorf werden immer knapper. Es gibt den Trend, keine neuen Straßenbauprojekte zu beginnen, sondern bestehende Trassen zu pflegen.“

Während sich die Grünen einig in der Ablehnung einer OWIIIa-Verlängerung zeigten, widersprachen einige Bürger, die zum Grünen Picknick gekommen waren.

Widerspruch aus Kurl

Ein Kurler, der namentlich nicht genannt werden wollte, verteilte ein Papier mit seinen Pro-Argumenten. Der Ausbau der L 663n mindere die Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt. Die Umgehung entlaste den Hellweg sowie die Schleichwege, nehme endlich den Durchgangsverkehr von Osten nach Westen (Unna, Kamen) auf. „Ich kenne viele in meiner Siedlung“, so der Kurler, „die ähnlicher Meinung sind.“ Sein Beispiel: die Loheide. Das sei in Husen ein verkehrsberuhigte Zone; im weiteren Verlauf sei die Pendler-Strecke ein asphaltierten Feldweg ohne befestigten Seitenstreifen. Hier liege das Verkehrsaufkommen im Bereich einer Kreisstraße. Das alles sei lebensgefährlich für Fußgänger, Jogger und Radfahrer.

Andere Bürger winkten ab: Die Menschen in Husen und Kurl sollten nicht glauben, dass ihnen die Umgehung spürbare Vorteile bringen würde.

Alexander Ebert


Kommentare
Aus dem Ressort
Evangelische Gemeinde kritisiert Stände am Mahnmal
Wahlkampf
Kein Ort für Wahlkampf: Überall in Dortmund ist Wahlkampf. An allen Straßenecken grinsen Politikergesichter und prangen Parolen auf Plakaten. Die evangelische Kirchengemeinde Brackel ärgert sich dabei über manche Begleitumstände im Kampf um Stimmen.
Nachbarn riechen Rauch und rufen die Feuerwehr
Rauschenbuschstraße
Feuer am Morgen: Aufmerksame Hausbewohner an der Rauschenbuschstraße haben am Donnerstagmorgen Rauch bemerkt und die Feuerwehr gerufen. Das war die richtige Entscheidung, denn tatsächlich brannte es in einer Wohnung im 1. Stock.
Kleinkind stürzt in Dortmund aus Wohnzimmer-Fenster
Unfall
Ein anderthalbjähriger Junge ist am Donnerstag in Dortmund-Eving aus dem Fenster gestürzt – fünf Meter tief in den Vorgarten. Das Kleinkind war mit seiner großen Schwester allein im Wohnzimmer, als der Unfall passierte. Schwer verletzt kam der Junge ins Krankenhaus.
Über 100 Schwimmer schrubben Freibad
Im Sperrfeld
Sauber in den Sommer: Über 100 fleißige Helfer haben sich am Dienstag im Derner Freibad, Im Sperrfeld, eingefunden. Bewaffnet mit Wischern und Eimern haben sie ihr Freibad fit für den Sommer gemacht - denn in diesem Jahr gib es sogar ein Jubiläum zu feiern.
DFB kommt für Länderspiel nach Kirchderne
Blindenfußball
Es wird das erste Länderspiel seiner Art in NRW: Die deutsche Nationalmannschaft im Blindenfußball tritt am Samstag in Kirchderne an. Die besten Blindenfußballer Deutschlands spielen auf dem Platz des Integrationssportclubs (ISC) Viktoria Kirchderne gegen Rumänien. Mit dabei sind auch Dortrmunder...
Fotos und Videos
Feuer am Wambeler Hellweg
Bildgalerie
Fotostrecke
Jungs bleiben draußen: Das war die Sporterlebnisnacht für Mädchen
Bildgalerie
Fotostrecke
AWO-Olympiade
Bildgalerie
Fotostrecke
Evinger Frühling
Bildgalerie
Fotostrecke