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Das bieten die Wissensparks an Rhein und Ruhr

26.07.2012 | 11:45 Uhr
Das bieten die Wissensparks an Rhein und Ruhr
Phänomenta: Experimentieren an der Rotationsscheibe.Foto: Guido Raith

An Rhein und Ruhr.  Spielen und Spaß haben, dabei gleichzeitig lernen und erkennen – diese Kombination wird immer beliebter. Wir stellen vier Wissensparks vor: die Phänomenta in Lüdenscheid, die Dasa in Dortmund, das Odysseum in Köln und den Galileo-Park in Lennestadt.

Phänomenta

Von Andreas Graw

Der helle Raum wirkt wie ein eigener Kosmos. Konzentriert auf ihr Experiment wuseln jede Menge kleine und große Menschen an den Stationen in der Lüdenscheider Phänomenta . Alltagsphänomene aus der Physik werden hier veranschaulicht. 130 stehen zur Wahl.

Eine Vierjährige tritt auf ein Pedal. Kleiner Tritt, große Wirkung. Mit jeder Bewegung erhöht das Kind den Druck in einem Kunststoffbehälter. Die Gummiente darin verformt sich Stück für Stück. „Genau das können Sie beobachten“, sagt Phänomenta-Sprecherin Dunja Landi, „wenn Sie eine Plastikflasche mit ins Gebirge nehmen. Je höher Sie kommen, desto stärker verformt sich die Flasche.“

„Jetzt drück‘ mal hier“, zeigt Landi der Kleinen eine Art Buzzer. Und siehe da: Die Ente hat sich entschrumpft. „Nochmal!“ stößt es aus dem Mädchen heraus, und sie pumpt schon wieder.

Drei Stunden als Minimum

Drei Stunden sollte man einplanen für einen Phänomenta-Besuch. Mindestens. Gerade jüngere Kinder beschäftigen sich mitunter lange mit einer einzigen Station. Drücken die Tasten einer unendlichen Tonleiter. Testen die Geschwindigkeit des Lichts. Flitzen durch die erste Etage ihrer gerade verschickten Rohrpost hinterher.

Phänomenta
Ideenpark in Essen

Ein Stück Phänomenta kommt bald nach Essen. Personal aus Lüdenscheid betreut im Ideenpark Mitmach-Stationen mit Experimenten wie in dem Science Center selbst.

Der Eintritt in den Ideenpark (11.-23. August, 10 bis 18 Uhr, Messe Essen, Norbertstraße, www.ideenpark.de) ist frei. Der Ideenpark zeigt technische Innovationen in 16 Abteilungen. Für die 400 Exponate gilt: Man darf sie nicht nur anschauen, sondern auch anfassen.

Ariane Kamphaus (11) ist mit den Großeltern da. Sie steht vor einer Wand aus Seife, pustet vorsichtig Seifenblasen. „Das ist echt anstrengend und man darf nicht zu feste pusten“, sagt Ariane. Ihr Opa Gerhard Schirp aus Neheim findet: „Hier wird Naturwissenschaft erlebbar. Und das macht Spaß.“

Beispiel Sinnestäuschung. Ilka sitzt auf einer Bank. Um die Bank herum dreht sich eine riesige geschlossene Rolle: der Raum, in dem sie sitzt. Vorwärts, rückwärts, schnell, langsam. „Das Zimmer bewegt sich nur und dann“, erzählt die 9-Jährige aus Hohenlimburg, „hat man aber das Gefühl, dass die Bank sich dreht.“ Die Spin Station ist in der Regel samstags geöffnet (sonst einfach nachfragen) und kostet einen Euro zusätzlich.

Der kleine Streifzug durch die Phänomenta zeigt: Besucher probieren aus, was ihnen gerade interessant scheint, ob Flaschenzug oder eine Trommel, die eine Kerze auspustet. Fragen nach dem Wie und Warum erklären jeweils Infotafeln für mehrere Stationen. Aber nur dem, der es wissen will.

Snacks und Getränke bietet die Phänomenta in der Cafeteria. Mitgebrachte Brote können an weiteren Tischen verzehrt werden. Die Ausstellung liegt in der Nähe des Lüdenscheider Bahnhofs.

Öffnungszeiten: Mo. – Fr.: 10 - 17 Uhr, Sa.: 14 - 17 Uhr, So.: 11 - 17 Uhr
Preise: Erwachsene: 8 Euro, ermäßigt 7 Euro, Familie (2 Erw, 2 Kinder) 24 Euro
Kontakt: Gustav-Adolf-Straße 9 - 11, Lüdenscheid; 02351/ 21532, www.phaenomenta.de

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2012-07-26 11:45
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