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Bochumerin Jägers soll Rechtsdezernentin werden

02.02.2013 | 02:20 Uhr
Diane Jägers.
Diane Jägers.Foto: Michael Grosler

Dortmund/bochum.  Diane Jägers, Rechtsdezernentin in Bochum, hat beste Chancen, die Dortmunder Verwaltungsspitze zu verstärken. Mit Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau ist sie bereits früher einmal aneinandergeraten.

Die CDU-Fraktion, die das Vorschlagsrecht für die Nachfolge von Rechtsdezernent Wilhelm Steitz hat, sieht unter den eingegangenen Bewerbungen Diane Jägers als Wunschkandidatin.

Dortmund als Champions League
Der Vertrag von Steitz, der vor acht Jahren auf dem grünen Ticket in den Verwaltungsvorstand einzog, wurde nicht verlängert, sein Posten zum 1. April ausgeschrieben. Entscheiden wird letztlich der Rat am 14. Februar.
"Ich habe mich auf die Stelle der Rechtsdezernentin in Dortmund beworben", bestätigte Jägers gegenüber unserer Redaktion. Sie sei mit Leib und Seele Rechtsdezernentin, auch in Bochum, "aber wenn man im Leben das Angebot bekommt, noch einmal in der Champions League zu spielen, dann lehnt man nicht ab."

Sie werde in Dortmund genau das machen können, was sie auch in Bochum getan habe, sagte die 51-Jährige, deren Amtszeit dort ansonsten noch bis mindestens 2015 laufen würde.

Gewohnte SPD-Spitze
Ihre Erfahrung mit der Führung großer Organisationseinheiten, ihre Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit, ihre Kenntnis des Politikbetriebs und der Verwaltung und ihre angenehme Art hätten überzeugt, erklärte Ulrich Monegel, Fraktionschef der CDU in Dortmund. Der Vorstand war von der Fraktion ermächtigt, einen Kandidaten unter den Bewerbern auszuwählen, den man bei der Wahl unterstützen werde.

Diane Jägers, mit CDU-Unterstützung Anwärterin auf den Posten des Rechtsdezernenten, gilt als respektable und respektierte Persönlichkeit des kommunalen Verwaltungsrechts, auch über Parteigrenzen hinaus. Seit 2007 Rechtsdezernentin in Bochum, ist sie es gewohnt, als Wahlbeamtin in einer SPD-dominierten Stadt mit einer SPD-Oberbürgermeisterin zu arbeiten.

Sie kann auch unbequem werden
Die ehemalige Verwaltungsrichterin kann bei allem Charme auch unbequem werden. Mit dem Dortmunder OB Ullrich Sierau (SPD) ist sie bereits einmal aneinandergeraten bei einem Treffen der Dortmunder und Bochumer Verwaltungsspitzen.
Sollte sich der Rat mehrheitlich dem CDU-Vorschlag anschließen, was zu erwarten ist, müsste Diane Jägers wie schon in Bochum als politische Beamtin die Balance zwischen den zwei Seiten des Tresens halten: Sie müsste dem Verwaltungsvorstand gegenüber loyal sein, aber auch den Erwartungen der CDU-Fraktion gerecht werden, die sie gestützt hat und nun auf einen politischen Gleichklang in der Arbeit hofft.

Das Parteibuch sei aber nicht das Auswahlkriterium für Jägers gewesen, betont CDU-Fraktionschef Ulrich Monegel. Jägers war von 2004 bis 2007 Ratsmitglied in Gelsenkirchen und gehörte dem Fraktionsvorstand an. Von 2005 bis 2007 war sie auch Mitglied im CDU-Kreisvorstand Gelsenkirchen, ehe sie in Bochum Rechtsdezernentin wurde.

Von Gaby Kolle und Benedikt Reichel

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Kommentare
03.02.2013
22:11
Ach du liebe Zeit
von Stefan2 | #2

Kaum schreiben die Ruhrnachrichten für Der Westen, schon geht das hier los mit der CDU-Propaganda. Wenn Sie es uns als Empfehlung verkaufen wollen, dass Frau Jäger bereits einmal mit Herrn Sierau aneinandergeraten ist, dann erhellen Sie bitte auch den Sachverhalt, und machen Sie nicht so billige, rhetorische, suggestive Propaganda. Man beachte die Wortkombinationen "CDU - Wunschkandidaten", "CDU - Kompetenz - Durchsetzungsfähigkeit - angenehme Art", "CDU - respektabel - respektiert", "CDU - Vorschlag anschließen", "CDU - Erwartungen gerecht werden". Aber "SPD - dominiert", "mit SPD aneinandergeraten". Informieren Sie Ihre Leserinnen und Leser doch bitte über Kommunalpolitik, aber verkaufen Sie sie nicht für dumm.

02.02.2013
14:20
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