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Nach dem WDR2-Tag

Kritik an „Durststrecke“ bei "WDR 2 für eine Stadt" hält an

03.07.2012 | 17:09 Uhr
Kritik an „Durststrecke“ bei "WDR 2 für eine Stadt" hält an
Gedränge am Bierstand: Bei "WDR2 für eine Stadt" kam es zu Getränke-Engpässen.

Dorsten.   In Internetforen werden die Wartezeiten an den Getränkeständen am Rande von "WDR 2 für eine Stadt" in Dorsten kritisiert. Personal soll überfordert gewesen sein. Der Nachschub habe gestockt. Ein leitender WDR-Redakteur bilanziert: „Das Catering war eine Minderleistung. Das muss man sagen. Wir lernen daraus."

Die Kritik an der „Durststrecke“ beim WDR-Konzert hält an. In Internetforen werden die Wartezeiten an den Getränkeständen kritisiert, wird berichtet, dass Personal überfordert war und der Nachschub stockte . Dieter Bey, leitender WDR-Redakteur für den Tag: „Ohne Thomas Hein und seine Firma Interevent wäre vieles an diesem Tag nicht möglich gewesen. Aber das Catering war eine Minderleistung. Das muss man sagen. Wir lernen daraus. Für den nächsten Caterer wird es nicht einfacher.“

Hein, der die Konzession für den Tag erworben hat, räumt im Gespräch mit der WAZ Fehler ein, wehrt sich aber gegen überzogene Vorhaltungen. Er habe 40% mehr Getränke geordert, als beim letzten WDR2-Tag in Warburg zur Verfügung standen. Sowohl die mit veranstaltende Media Group als auch Brauereien hätten ihm gesagt, das reicht. Als falsch hätten sich Annahmen über den Publikumszustrom erwiesen. Erwartet wurden bis 16 Uhr 4000 Besucher. Tatsächlich seien es zu diesem Zeitpunkt schon 11.000 gewesen. „Dass man dann gegen die Durstigen nicht mehr ankommt, kann bei jedem Festival passieren.“

Das sagen die Musiker
Was die Musiker über ihren Auftritt sagen
Was die Musiker über ihren Auftritt sagen

Musiker des Konzerts haben auf ihren Facebook-Seiten eigene Eindrücke geschildert:

Stefanie Heinzmann: Dorsten: Es war einfach unfassbar !! Ein so schöner Tag. So tolle Leute. Mega-Bands und ein fantastisches Publikum. Und danke Rea für diese Chance (gemeinsam zu singen). Danke danke danke danke! Soooo schöööööön !!!

Rea Garvey: Dorsten war überwältigend! Das Duett mit Stefanie Heinzmann war bombastisch und das Publikum war Weltklasse! Vielen Dank für diese unvergessliche Show! Ein Meer von Menschen dominiert die Schallwellen!

The Moekicks: Mann, Dorsten, war das ein hammergeiles Konzert! Wir grinsen immer noch im Kreis und können es noch gar nicht richtig fassen. Danke, Dorsten, Ihr habt den Samstag für uns unvergesslich gemacht. Als kleines Special verlosen wir auf Facebook für die zwei besten Live-Fotos von unserem Auftritt jeweils unsere limitierte Moekicks-Tasche plus CD und Sticker. Und das signiert!

David Pfeffer: Was für ein Tag! Danke an Alle die in Dorsten waren. Wahnsinn!

Morten Harket und Katzenjammer haben jeweils nur Verweise auf Berichte auf ihren Facebook-Seiten eingestellt.

Der Pütt rockt

Auch sein Personal nimmt Hein ausdrücklich in Schutz. Eigentlich hätte er die Teams nach vier Stunden auswechseln müssen. Darum habe er noch am Abend die Mannschaft von 65 auf 80 Mitarbeiter aufgestockt. Er räumt außerdem ein, dass eine gesonderte Annahmestelle für Leergut (50 Cent auf Pappbecher) die Situation entspannt hätte. Sein Fazit: „Es ist doof gelaufen. Aber es gab Faktoren, die konnte ich nicht beeinflussen. Wir lernen daraus.“

Dorsten holt den WDR

WDR-Redakteur Bey betont indes, dass der Tag trotz der Getränkeprobleme ein großer Erfolg war. Es war der bisher größte Radiotag, mit der größten Bühne und dem umfangreichsten Multimedia-Angebot. Es schätzt, dass am Samstag 3,3 Mio Hörer etwas aus Dorsten gehört haben und weiß aus Mails, dass „sich die Stimmung gut übertragen hat.“

Ludger Böhne

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Kommentare
04.07.2012
11:19
Kritik an „Durststrecke“ bei
von Otto99 | #2

50 Ct Pfand auf Pappbecher! Da hat jemand eine schöne Nebengewinnquelle aufgetan, in der Hoffnung, dass sich dafür keiner anstellt. Hat ja wohl auch geklappt. Alles unter dem Mäntelchen des Umweltschutzes.

Wenn die Dinger sowieso weggeworfen werden, ist es absolut lächerlich, auch noch Pfand dafür zu nehmen. Die Angestellten hätte man anders einsetzen können, und die Stadtreinigung muß sowieso sauber machen.

04.07.2012
06:58
„Durststrecken“
von rotoheb | #1

Wie lange haben wir (un-) heimlich auf so ein Event gewartet? Auch eine Durststrecke.

Und wie lange warten wir nun schon (vergeblich) auf ein Freibad? Auch eine Durststrecke.

Und dann noch an alle, die ganz vorne stehen "mussten" auf dem Konzertgelände: Wir standen hinten und hatten unsere Drinks

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