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Jetzt erst einmal „runterkommen“

30.06.2012 | 19:44 Uhr
Jetzt erst einmal „runterkommen“
„Wir fühlen uns wie Udo Jürgens“, lachten die Bandmitglieder, als sie sich in ihrem Zelt die weißen Handtücher überwarfen.

Dorsten-Hervest. Der Adrenalin-Spiegel war noch Stunden nach dem Auftritt auf seiner Höchststufe. „Es war unglaublich - unglaublich geil,“ sagte Linda Poppenberg, Frontfrau der Dorstener Moekicks über den Riesengig der Gruppe am Samstagabend auf dem WDR 2-Festival. Als Vorband, als Anheizer war die Gruppe angetreten. Umjubelt von Familie, Freunden und Bekannten, aber auch von zahlreichen Festival-Besuchern, die zu früher Stunde schon aufs Gelände der Zeche Fürst Leopold gekommen waren.

Ein wenig leise kamen die Moekicks rüber - der Stimmung jedoch tat das keinen Abbruch. Und dem emotionalen Höhenflug der Band ebenfalls nicht. Souverän spielten Philipp Cirkel, Linda Poppenberg, Johann Gutzmer, Christopher Whitford, Hendrik Weber und Benedikt Behlert ihr Programm. Den Nachwuchsmusikern war nicht anzumerken, dass die Premiere für sie alles andere als ein Routine-Auftritt war. „Heute Nacht habe ich ganz schlecht geschlafen habe“, gab Hendrik später zu. Beim Zusammenpacken der Instrumente am frühen Morgen, „da ging uns allen ganz schön die Flatter“, lachten die Moekicks-Mitglieder später in ihrem Pagoden-Zelt hinter der Bühne.

Mitten zwischen den „ganz Großen“ hatten die Nachwuchsmusiker ihren Platz. Im weißen Zelt, mit schwarzen Sitzmöbeln. Und für jeden gab’s nach dem Auftritt ein weißes Frottierhandtuch, um die Schweißperlen abzuwischen. „Ich fühle mich fast wie Udo Jürgens“, lachte Hendrik und warf sich das Tuch um den Nacken. „Ich will auch eines“, tönten seine Bandkollegen: „Das ist eine tolle Erinnerung an diesen Tag hier.“

Die sechs kosteten jede Minute des Events aus. Anfangs noch ungläubig, die Situation noch nicht wirklich realisierend. So hatte kaum einer des Sextetts bemerkt, dass beim Bad in der Menge, eine Viertelstunde nach dem Auftritt, schon die ersten Fans mit Autogrammwünschen auf sie zugestürmt waren: „War das wirklich so“, fragte Hendrik später ungläubig.

Bürgermeister Lambert Lütkenhorst ließ es sich nicht nehmen, dem Nachwuchs noch einmal persönlich zu gratulieren. Er erntete befreites Lachen. „Wir wollten eigentlich ungestört bleiben, aber Sie dürfen gerne reinkommen“, scherzten die Bandmitglieder. „Es ist schon ein Knaller, dass gleich zwei aus Dorsten - David Pfeffer und wir - bei so einem Mega-Event auf der WDR 2-Bühne mitmachen,“ freuten sich die Moekicks.

Entspannt genossen die Musiker nach ihrem grandiosen Einsatz auch den Rest des Abends. Dass sie das Glückserlebnis des ersten großen Auftritts nicht in allen Zügen auskosten konnte, bedauerte Linda ein wenig. Die frisch gebackene Abiturientin (Notenschnitt 1,6) musste anschließend zum Abiball der Ursula-Realschule. „Aber die Party geht ja noch weiter. Wir haben uns offen gelassen, wo wir feiern“, erklärte die junge Frau. Nur eine Absage habe sie erteilt: „Man hatte uns gefragt, ob wir auf dem Abiball später auch noch spielen. Da haben wir nein gesagt.“

Susanne Menzel



Kommentare
01.07.2012
18:14
Jetzt erst einmal „runterkommen“
von yuppie0 | #1

Wehrte Redaktion, es ist ja schön, wenn über diese tolle Dorstener Band berichtet wird. Beim Lesen Ihres Artikels fällt allerdings sofort auf, dass Ihnen das siebte Bandmitglied abhanden gekommen ist. Sie haben schlichtweg den Gitarristen Sebastian Enning vergessen! Und schon wird aus dem propagierten Sextett ein Septett, wie es schon seit der Gründung Bestand hat! Ein solcher Fehler darf auf keine Fall passieren!!

Des Weiteren sollte auch Ihnen bekannt sein, dass ein Abiball auf gar keinen Fall von einer Realschule gefeiert wird. Das ist ausschließlich dem Gymnasium, in diesem Fall dem St. Ursula Gymnasium, vorbehalten. Im Übrigen bleibt noch anzumerken, dass auch Benedikt Behlert sein bestandes Abi auch auf diesem Ball gefeiert hat.

Ansonsten vielen Dank für die umfangreiche Berichterstattung!

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