Drei Firmen gehören zu den Erstausbildern
03.01.2012 | 13:59 Uhr 2012-01-03T13:59:00+0100
Bottrop. Im Emscher-Lippe-Raum konnte die Industrie- und Handelskammer im letzten Jahr rund 180 Betriebe gewinnen, die zum ersten Mal ausbilden. „Sie handeln klug, denn damit nutzen sie die effektivste Möglichkeit, auch künftig trotz deutlich weniger junger Leute einen Stamm qualifizierter Mitarbeiter aufzubauen“, sagt IHK-Geschäftsführer Christoph Pieper.
Er sicherte den Unternehmen volle Unterstützung zu, um die Premiere für alle Seiten zum Erfolg zu führen: „Damit sie demnächst erneut ausbilden“. Denn es käme jetzt darauf an, möglichst viele Schulabgänger für die duale Berufsausbildung zu gewinnen, bevor die Schulabgängerzahlen nach dem doppelten Abiturjahrgang 2013 spürbar sinken.
Die IHK hatte die Firmen kürzlich zum „Tag der Erstausbildung“ eingeladen. Dabei wurden die gesetzlichen Grundlagen zu Themen wie Berufsschulzeiten, Urlaubsregelung, Prüfungen und Berichtsheftführung praxisnah erläutert. Dort hörten die Ausbilder zum Beispiel, dass „Berichtshefte von den Auszubildenden zu führen sind. Sie sind Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung bei einem dualen Ausbildungsberuf“, wie IHK-Beraterin Daniela Schmitz zur Information gab.
Wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Ausbildung sei die frühzeitige Einbindung des Auszubildenden ins Mitarbeiterteam sowie das rechtzeitige Heranführen an selbstständiges und verantwortliches Handeln. Und wenn doch Defizite auftreten, gibt es „ausbildungsbegleitende Hilfen“. Diese kostenlose Schulungs- und Unterstützungsangebote für Lehrlinge, die eine zusätzliche Förderung benötigen, stellte Gerd Lind von der Arbeitsagentur Recklinghausen vor. Nachhilfe gibt es aber auch über die Arbeitsagentur in den Städten Bottrop und Gelsenkirchen.
In Bottrop bilden erstmals als anerkannte IHK-Ausbildungsbetriebe Lüttmann Bürokommunikation, RIW Personalservice und Stoeßel Bauträgergesellschaft aus.

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