Das aktuelle Wetter Bottrop 8°C
Senioren im Verkehr

Bei Senioren radelt oft das Risiko mit

02.08.2011 | 18:20 Uhr

Bottrop . Mehr Sicherheit für ältere Radfahrer: Dieses Anliegen rückt die Polizei mit Aktionen bis zum Ende der Ferien in Bottrop in den Mittelpunkt. Am Dienstag suchten die Beamten in der Fußgängerzone das Gespräch mit Senioren, warben für den Radhelm und beantworteten oft die Frage, wo der Radler fahren dürfe, solle oder müsse.

Die Benutzung der falschen Fahrbahn einschließlich des Radwegs steht seit Jahren unter den Ursachen für von Radfahrern verursachte Unfälle an erster Stelle, heißt es im Polizeipräsidium Recklinghausen. Und: Bei 60 Prozent der Unfälle mit älteren Radlern haben die Senioren den Unfall verursacht.

Mit der Wahl Bottrops als Schwerpunkt ziehen die Beamten die Konsequenz aus einer Entwicklung, die sich in Zahlen niederschlägt. Die Zahl der älteren Radfahrer, die im Straßenverkehr verunglückten, ist im ersten Halbjahr in unserer Stadt im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. 12 über 65-jährige Radler verunglückten seit Januar im Verkehr, im Vorjahr waren es nur 3. Hauptkommissar Rolf Schmidt hat die Umstände dieser Unfälle überprüft. Vier von ihnen ereigneten sich auf der Gladbecker Straße, davon drei im Abschnitt zwischen Scharnhölzstraße und Eigener Markt - die Unfallorte liegen im Bereich der Parkplatzausfahrten von Einkaufszentren, hat die Polizei ermittelt.

Zwei ältere Radler fuhren E-Bikes und verunglückten, weil sie mit der Technik dieser von einem Motor unterstützten Räder nicht zurecht kamen.

Viele Unfälle mit radelnden Senioren hätten die Fahrer in jüngeren Jahren vermeiden können, sagt Schmidt. Sie hätten eigenes oder das Fehlverhalten des Autofahrers durch schnelles Reagieren ausgeglichen, aber die Reaktionszeit verlängert sich mit dem Alter.

Alle Unfälle ereigneten sich bei Tageslicht. Also sollten ältere Radler ein auffällig buntes Kleidungsstück und nicht nur das in dieser Altersgruppe beliebte Grau oder Beige tragen, empfiehlt Schmidt. Auch leuchtende Streifen für die Speichen hält er für wirksam.Darüber hinaus trug keiner der verunglückten Senioren einen Schutzhelm.

Eine Fahrradstreife der Polizei wird bis zum Ende der Ferien die Gladbecker und weitere Straßen im Stadtgebiet „abradeln“ und nach Mängeln suchen , die das Risiko für Radler erhöhen. Auch an größeren Kreuzungen, kündigt Schmidt an, werden die Beamten zu finden sein und Aufklärungsarbeit bei zwei Hauptunfallursachen leisten: Mangelnde Kenntnis der Verkehrsregeln für Radler und mangelnde Akzeptanz.

Marie-Luise Schmand



Kommentare
03.08.2011
11:15
Bei Senioren radelt oft das Risiko mit
von ZweckelerMarkt | #1

uih

was ist denn hier los ?

keiner fordert : die sollten den Führerschein abgeben !

ist ja nen Ding;
mein Vorschlag als - Senior -
diese Verkehrsteilnehmer sollen / müssen
auch endlich entscheidungsfrei reagieren/agieren

der Kraftfahrer muss vorher wissen :
was will er / sie denn da vor mir

keine Angst der Autofahrer guckt schon hin und hat dann auch mehr Chancen zum Stillstand zu kommen
m.E.
Glückauf

Aus dem Ressort
Flüchtlinge brauchen Betreuung
Soziales
Die dramatisch steigenden Flüchtlingszahlen auch in Bottrop stellen nicht nur Anforderungen an die Unterkünfte. Auch Hilfen zur Integration müssen ausgebaut werden.
"Bottrop Monopoly" - Rücken Sie vor bis zum Rathaus!
Städte-Spiel
Das neue Bottop-Monoply ist ab sofort auch im WAZ-Shop erhältlich. Neben Herne ist Bottrop die zweite Revier-Stadt, für die die Firma „Winning Moves“ ein neues Städte-Monopoly herausbrachte. Zum Teil flossen auch Vorschläge Der Bottroper das neue Städte-Spiel ein, das aber den alten Regeln folgt.
Kinder schmücken Weihnachtsbäume in der Stadt
Aktion
1100 Kinder sind am Donnerstag in den Einkaufsstraßen unterwegs und schmücken 120 Tannenbäume. Die Passanten freuen sich über die Aktion und hoffen, dass die Dekoration lange erhalten bleibt und nicht wieder Rowdys zum Opfer fällt.
Land zahlt 325 000 Euro für Bottroper Schulsozialarbeiter
Finanzen
SPD-Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper lobt, dass die rot-grüne Landesregierung vorerst gut 80 Prozent der Kosten übernimmt. CDU-Landtagsabgeordnete Anette Bunse kritisiert hingegen, dass die Stadt immer noch einen finanziellen Eigenanteil erbringen muss.
Knöllchen fürs Parken auf Gehwegen auch außerhalb der City
Parken
Fürs Parken auf Gehwegen auch außerhalb der City gibt es künftig in Bottrop Knöllchen. Darauf weist das Team vom Straßenverkehrsamt hin. Immer wieder hätten sich Fußgänger über Behinderungen durch parkende Autos auf dem Bürgersteig beschwert. Auch weitere „Unarten“ sollen geahndet werden.
Umfrage
Wie gefällt Ihnen der neue Weihnachtsmarkt?

Wie gefällt Ihnen der neue Weihnachtsmarkt?

 
Fotos und Videos
Junge Jecken
Bildgalerie
Kinderprinzenpaar
Projekt 25/25/25
Bildgalerie
Quadrat Bottrop
Leber Erkrankungen
Bildgalerie
WAZ- Medizinforum