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120 alte Schätzchen bei der 12. Oldtimer-Rallye auf und um den Rathausplatz in Bottrop

20.05.2012 | 17:48 Uhr
Beim Oldtimer-Treffen auf dem Rathausplatz konnten 120 Fahrzeuge bewundert werden. Foto: Birgit Schweizer

Bottrop.   Fast 120 alte Schätzchen kurven bei der 12. Oldtimer-Rallye auf und um den Rathausplatz in Bottrop herum. Deutsche und amerikanische Oldtimer, DKWs und NSU-Motorräder. Die Organisatoren zeigten sich „überwältigt von der großen Anzahl grandios schöner Fahrzeuge“.

Glänzendes Chrom, knatternde Motoren und fliegende Petticoats - das Flair einer vergangenen Ära brachte die zwölfte Oldtimer-Rallye am Sonntag auf den Rathausplatz. Deutsche und amerikanische Oldtimer, DKWs und NSU-Motorräder, insgesamt rund 120 Fahrzeuge wurden von ihren Besitzern aus ganz Deutschland präsentiert – ein Rekord für die Bottroper Oldtimer-Rallye: „Ich bin überwältigt von der großen Anzahl grandios schöner Fahrzeuge“, begrüßte Organisator Claus Schwarz vom Verein Marketing für Bottrop die Zuschauer.

Und die genossen diese ganz besondere Atmosphäre mit Country-Live-Musik auf und um den Rathausplatz herum sichtlich: Hier und da wurde ausgiebig gefachsimpelt, während an anderer Stelle ein Foto nach dem anderen geschossen wurde - am liebsten von den imposanten amerikanischen Buicks, Cadillacs und Fords aus den 50er und 60er Jahren. „Hier steht ein Stück Automobil-Geschichte, das für immer vorbei ist, auch in Amerika“, wusste Mitorganisator Manfred Schmeer, selbst Besitzer und Experte für amerikanische Oldtimer, „die Amerikaner kaufen ihre Oldtimer zur Zeit sogar aus Europa zurück“.

Faszination Oldtimer

So ein seltener Flattop-Cadillac in Hellblau-Metallic aus dem Jahre 1959 ist ohne Zweifel ein echtes Liebhaber-Stück - aber auch eine stabile Wertanlage. „Der Wert eines solchen Oldies richtet sich nach seinem optischen und technischen Zustand und liegt etwa zwischen 38 000 und 50 000 Euro“, erklärte Schmeer, „wobei es hier in den letzten zehn Jahren eine Preissteigerung um etwa 30 Prozent gegeben hat.“ Ersatzteile für die alten Schätzchen seien übrigens recht einfach erhältlich: „In den USA hat sich aufgrund der Vielzahl erhaltener Oldtimer eine kleine Industrie geformt, die sich auf die Nachbildung der Originalteile spezialisiert hat“, berichtete Manfred Schmeer.

Egal ob Cadillac, Ford oder Lincoln

Den Experten faszinieren besonders die Standards, welche die Marke Cadillac in den 50er und 60er Jahren setzte: „Diese Autos gehörten damals zu den technisch ausgereiftesten. Ein Beispiel: Cadillacs haben ab Baujahr 1949 elektrische Fensterheber.“ Für die amerikanische High-Society bildete damals jedoch die Marke Lincoln, ebenfalls auf der Rallye vertreten, das Non-Plus-Ultra: „Die Präsidenten fuhren ausschließlich Lincoln. Die Cabriolets dieser Marke wurden nur für die Repräsentantenhäuser gebaut“, erklärte Schmeer, „Präsident John F. Kennedy wurde übrigens in einem Lincoln erschossen.“

Aber egal ob Cadillac, Ford oder Lincoln - allen amerikanischen Oldies ist eines gemeinsam: Mit ihrer Länge von bis zu sechs Metern sind sie augenscheinlich nicht gerade einparkfreundlich. Doch Manfred Schmeer weiß: „Wo ein Golf reinpasst, da passt auch ein Cadillac rein - eine Faustregel.“



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