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Blickpunkt Stadtplanung

Kreisel kann kommen

08.04.2010 | 17:28 Uhr

Stiepel. 100000 Euro sind für den Grundstückserwerb an der Kosterstraße auf Landesebene in diesem Jahr eingesetzt, damit kann der erste Spatenstich für den Kreisverkehr an der Haastraße Mitte 2011 erwartet werden.

Die Verwirklichung eines lange geplanten Projektes rückt in greifbare Nähe: Der Ausbau der Kosterstraße und damit und vor allem der Bau des Kreisverkehrs an der Haarstraße. Nach dem Eröterungstermin im Januar liegt nun der Planfeststellungsbeschluss des Arnsberger Regierungspräsidenten vor.

Gegen eine erste Planung vor langer Zeit, die einen vierspurigen Ausbau der Straße vorsah, gab es massive Proteste. Mit der Schließung der Henrichshütte und dem Bau der Ortsumgehung in Blankenstein änderten sich ohnehin die Vorgaben, ein dreispuriger Ausbau mit Kriechspur bis zum Henkenberg bergauf fand breite Zustimmung. Damit wurde auch die Planung einer eigenen Anliegerstraße mit Lärmschutzmaßnahmen möglich. Dann aber, so schildert Thomas Eiskirch, SPD-Landtagsabgeordneter, verschwand das Projekt offenbar in den untersten Schubladen des Landesbetriebs Straßen.NRW. Und mit ihm die Planung für den Kreisel, um den Dauerstau auf der Haarstraße morgens und nachmittags auf der Königsallee zu verringern.

Straßen.NRW erklärte, keine Planungskapazitäten zu haben, die Stadt übernahm daher die Grundplanung. 2008 wurde das Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts eingeleitet.

Die Bezirksvertretung löste die Probleme, die die Schulwegsicherung aufwarf, der Gehweg auf der Haarstraße wurde ausgebaut und gesichert, im Knick der Kemnader Straße wird nun noch eine Bedarfsampel vorgesehen.

7Die Tage der ehemaligen Schule sind gezählt.Foto: Michael Korte

Als nächste Schwierigkeit erwies sich die Finanzierung, der Kreisel wurde in den Maßnahmenkatalog Kosterstraße eingebunden. Eiskirch schildert, dass 100 000 Euro auf Landesebene für den Grundstückserwerb angesetzt wurden, damit Mitte 2011 als Fortsetzung der erste Spatenstich erfolgen kann, und zwar am Kreisel: „Wir haben endlich den Fuß in der Tür.“ Am 12. April soll der Planfeststellungsbeschluss veröffentlicht und vom 19. April bis 3. Mai ausgelegt werden. Dann sind bis zum 3. Juni Einwenderklagen möglich. Bleiben die aus, erwartet Eiskirch die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme bis 2013. Der Kreisel soll 1,5 Mio Euro in Anspruch nehmen, das Paket etwa 8,2 Mio. Als entscheidend sieht Eiskirch am Ende des Verfahrens, dass das Projekt immer parteiübergreifend getragen wurde. Auch Christian Haardt, CDU-Ratsherr und Eiskirchs Gegenkandidat für den Landtag, unterstreicht, dass mit dem Kreisel endlich ein wichtiges Verkehrsproblem - wie von Bezirksvertretung und Rat gefordert - gelöst werde.

Mit dem (vorläufigen) Abschluss der Arbeiten am Wasserhochbehälter an der Kemnader Straße (wir berichteten) wird ein weiterer Knoten verschwinden, nun muss noch die leerstehende marode ehemalige Schule an der Haarstraße abgerissen werden.

Uli Kolmann


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