Das aktuelle Wetter Bochum 11°C
Hustadt

Brunnenplatz wird aufwändig umgestaltet

20.04.2012 | 12:38 Uhr
Brunnenplatz wird aufwändig umgestaltet
Der Brunnenplatz in der Hustadt wird im Rahmen des Stadtumbaus West aufwändig umgestaltet. Foto: Florian Bickmeyer

Querenburg.   Aus dem einstigen „Stadtteil-Ghetto“ in Querenburg soll ein blühender Ort werden. Im Rahmen des Stadtumbaus West wird nun auch der untere Teil der Freifläche für die Hustädter verschönert

Die aufwändige Umgestaltung des Brunnenplatzes in der Hustadt schreitet weiter voran: Zum Start des zweiten Bauabschnitts waren Bürgermeisterin Gabriela Schäfer, Stadtbaurat Ernst Kratzsch und Dieter Krämer, Geschäftsführer der VBW Bauen und Wohnen, zum Spatenstich nach Querenburg gekommen. Im Rahmen des Stadtumbaus West soll nun auch der untere Teil der Freifläche für die Hustädter verschönert werden. Mit einer neuen Oberfläche und neuen Pflanzbeeten soll der Brunnenplatz künftig ein attraktiver Aufenthaltsort für seine Besucher sein.

Die Bürgermeisterin begrüßte launisch all die hochgradig engagierten Menschen, denen an der Verbesserung der Lebensqualität in der Hustadt gelegen ist. Die Kosten des Bauabschnitts, so Schäfer, würden 800 000 Euro betragen, von denen 80 Prozent der Bund und 20 Prozent die Kommune übernehmen würden.

Auf die bisherigen Maßnahmen konnte sie mit einigem Stolz verweisen, besonders hob sie den Parkour für den gleichnamigen Sport am Hustadtring hervor. Der würde sehr gut von den Jugendlichen angenommen und mache zudem einen überaus gepflegten Eindruck.

Planbilder und Schautafeln

Die Gestaltung des Brunnenplatzes selbst konnte man den Planbildern und Schautafeln entnehmen, die im Auftrag der Stadt von „wpb Landschaftsarchitekten Ingenieure“ mit reger Beteiligung der engagierten Anwohner entwickelt worden ist.

Dieter Krämer von der VBW bekundete das große Interesse seiner Gesellschaft an der Wohnumfeldverbesserung in der Hustadt, denn ihr gehören 700 der insgesamt 1100 Wohnungen. Deshalb seien in der Vergangenheit auch hohe Beträge (8 Millionen Euro bis 2010 und 4,8 Millionen Euro seit 2011) für Sanierung und Umgestaltung der Wohnquartiere ausgegeben worden. Krämer zeigte sich engagiert und optimistisch: „Ich prophezeie der Hustadt eine gute Zukunft“, so der VBW-Geschäftsführer. Und in der Tat: Die Hustadt hat Farbe bekommen und macht mittlerweile einen frischen Eindruck.

Wünsche der Kinder werden berücksichtigt

Bei der Umgestaltung der Landschaft und des Wohnumfelds verlässt sich die Wohnungsgesellschaft auf die kreativen Vorschläge der „wbp Landschaftsarchitekten Ingenieure“, die für ihre Planungen des Parkours sogar einen Bundespreis für Spielplätze bekommen haben.

Die Gestaltung des Spielplatzes beruht übrigens auf den Wünschen der Kinder: So hatten sich die Hufelandschule, die Offene Ganztagsschule, die Kindergärten und die sozialen Einrichtungen der Hustadt damit beschäftigt. Besonders Bewegungs- und Rollenspiele haben sich die Kinder gewünscht, aber auch eine Bühne mit Feenwald.

Jutta Tilner, Leiterin des Stadtteilzentrums Hustadttreff (HUT), beobachtet, dass sich die Kinder und Jugendlichen der Hustadt stark mit ihrer Umgebung beschäftigen würden: „Da hat sich eine echte Identifikation entwickelt“, meint sie. „Vermutlich stärker als in einigen anderen Stadtteilen.“ Vom Schmuddelimage habe sich die Hustadt weitgehend verabschiedet: „Es ist sehr kinder- und familienfreundlich hier geworden“, meint sie. Einmal im Jahr würde die Hustadt im Rahmen einer großen Ferienpass-Aktion gründlich aufgeräumt, daran seien immer knapp 40 Kinder beteiligt. „Und danach sieht’s wieder picobello aus.“

Klaus Thormählen


Kommentare
Aus dem Ressort
Nachbarn über Schulpläne besorgt
Weitmar
Matthias-Claudius-Gesamtschule sucht dringend weitere Räume. Jetzt gerät der Hausmeister-Bungalow ins Blickfeld. Doch der steht nah an den Wohnhäusern
Ostereier suchen an nostalgischem Ort
Ostereiersuche
Den Ostersonntag im Eisenbahnmuseum in Dahlhausen zu verbringen, ist bei Groß und Klein sehr beliebt. Die Kleinen haben großen Spaß, die Eier zwischen den Loks zu finden. Ältere Kinder machen dabei aber auch gerne „Jagd“ auf den Osterhasen. Und manchmal erwischen sie ihn auch . . .
Gemeindezentrum war harte Nuss
Baugeschichte
Vor einem halben Jahrhundert: Landeskirche benötigte acht Jahre, um das kleine und beschauliche evangelische Hustadtzentrum auf dem Hof Brune zu errichten
Studienzeit schweißt sie zusammen
Klassentreffen
Von seiner Dynamik hat Ulrich Przybyla auch mit 70 Jahren nichts verloren. „Er hat immer alle Fäden in der Hand gehalten“, sagen seine alten Studienkollegen noch heute über den drahtigen Wiemelhausener. Vielleicht ist es dieser Schwung, der den Ingenieur endlich ans Ziel gebracht hat: Erstmals...
Doris Erdmann nimmt Abschied vom Bezirk
Politik
Doris Erdmann tritt ab von der politischen Bühne des Bochumer Südwestens. Nach fast 25 Jahren kandidiert die 67-Jährige gelernte Buchhalterin nicht mehr für die Bezirksvertretung und legt damit auch das Amt als Bezirksbürgermeisterin nieder. Im Gespräch mit der WAZ zieht sie eine Bilanz.
Umfrage
Haben Sie schon einmal ein Fahrsicherheitstraining fürs Motorrad oder fürs Auto gemacht?

Haben Sie schon einmal ein Fahrsicherheitstraining fürs Motorrad oder fürs Auto gemacht?

 
Fotos und Videos
Altenbochumer Vereine feiern
Bildgalerie
Stadtteilfest
Prunksitzung im Pater-Romanus-Stift
Bildgalerie
Fotostrecke
Blitz schlägt in Dachstuhl ein
Bildgalerie
Unwetter
"Baywatch" feiert Jubiläum
Bildgalerie
TV-Serie