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Bald kann es rund gehen

17.07.2008 | 15:45 Uhr

Plan für den Kreisverkehr Königsallee/Haarstraße und Ausbau der Kosterstraße nun öffentlich ausgelegt und im Landeshaushalt mit 6,2 Mio verankert. Verkehr soll flüssiger werden

Nachdem sich an der Kreuzung Königsallee/Haarstraße mehrere Abbiegerunfälle ereignet hatten, wurde die Ampelschaltung verändert, die Staus wuchsen. Pendler und Anlieger setzen auf den Kreisverkehr. Skizze: Tiefbauamt Stadt Bochum Foto: WAZ-Archiv, Michael Korte

Stiepel. "Ich bin überrascht über die Resonanz, vor allem bei diesem guten Wetter", freute sich Christian Haardt, Ratsmitglied und Vorsitzender der CDU in Stiepel. Im Saal der Gaststätte "Alt Piräus" waren alle Stühle besetzt beim öffentlichen Informationsabend der CDU über den Ausbau der Kosterstraße mit der Umgestaltung der Kreuzung Königsallee/Haarstaße zu einem Kreisverkehr. Als Referent stand Stadtbaurat Dr. Ernst Kratzsch Rede und Antwort.

Dieses Projekt, an dem schon seit Jahrzehnten herumgeplant wird, ist nun öffentlich ausgelegt und kann von den interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Planungsamt eingesehen werden.

Der Plan sieht den dreispurigen Ausbau der Kosterstraße vor, wobei der bergauf führende Teil mit zwei Fahrbahnen ausgebaut wird. Entlang des Hangs zum Henkenberg werden Fußgänger- und Radfahrwege angelegt. Wo es notwendig ist, werden die Böschungen befestigt. Im oberen Teil des Ausbaus wird die Wohnbebauung durch Schallschutzwände vor Lärm geschützt.

Die bergauf fahrenden Autos werden an der Königsallee einspurig in einen Kreisverkehr geführt. Stadtauswärts ist in Richtung Hattingen ein so genannter Bypass eingerichtet, der die Hauptfahrtrichtung entlasten soll. Mit 45 Meter Außendurchmesser ist er so dimensioniert, dass auch Schwertransporte diesen Straßenabschnitt weiterhin befahren können.

Nach dem Erörterungstermin im Herbst 2008, zu dem all diejenigen eingeladen werden, die während der Auslegung Anregungen und Einsprüche gemacht haben, beginnt das Planfeststellungsverfahren.

Mit dem Beschluss ist laut Kratzsch frühestens im Herbst 2009 zu rechnen. Über das 1,7 Kilometer lange Straßenstück und den dazugehörigen Kreisverkehr beschließt das Land. Dass es der Regierung in Düsseldorf ernst ist mit dem Vorhaben, beweisen die 6,2 Millionen Euro, die dafür im Landeshaushalt für die Ausbaustufe 1 bereit gestellt sind.

Im Interesse der Stadt ist vor allem der Ausbau der Kreuzung Königsallee/Haarstaße zu einem Kreisverkehr, damit der Verkehr flüssiger wird und endlich der allmorgendliche Stau bis zur Von-Dücker-Straße aufhört. Wenn alles so läuft wie geplant, ist mit dem Bau 2010/2011 zu rechnen.

Die anwesenden Anlieger der Straße erwiesen sich für den Stadtbaurat als äußerst umfassend informiert und konnten ihre Fragen nach Details so präzise formulieren, dass ihm die Antworten fehlten. "Da müssen Sie noch mal den Ausbauplan genau einsehen", war sein Rat in diesen Fällen.

Die Befürchtung, dass der Verkehr zunehmen würde, führte automatisch zu den Fragen des Lärmschutzes. Der ist auf den Plänen vorhanden, doch die Bürger interessierte in diesem Fall besonders das "Wie". Auch dazu gab es noch keine hinreichende Klärung. Wegen der vielen Zwischenfragen kam es nach einer kurzen Eingangsphase nicht mehr zu einem zusammenhängenden Vortrag. KTh

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Kommentare
09.09.2009
16:08
Bald kann es rund gehen
von kai stein | #6

das ist ja schön und gut mit dem ausbau,aber hat sich irgend jemand mal gefragt was mit den menschen ist die durch diesen ausbau ihre häuser oder sogar ihr lebenswerk verlieren?
NEIN,wohl keiner!! die einen bekommen nen schallschutz und die anderen dürfen gehen (auch die die schon seit mehr als siebzig jahren dort leben.
schönen dank auch!!

23.07.2008
11:23
Bald kann es rund gehen
von Philipp Andresen | #5

endlich tut sich hier mal was. die verkehrssituation an dieser stelle ist seit ewigkeiten einen katastrophe. nach hattingen ist von der koenigsallee kaum ein durchkommen in einer ampelphase moeglich, von der einfachen fahrt weiter gerade aus nach stiepel gar nicht erst zu reden. hoffentlich wird es noch mehrere dieser kreisverkehre in stiepel geben. am kemnader see waere die moeglichkeit vielleicht auch gegeben???? durch diese dort dimensionierten ampelanlagen wird vielleicht auch mehr stau als freie fahrt ermoeglicht.

23.07.2008
10:49
Bald kann es rund gehen
von Hardy | #4

Als Anwohner der Kosterstr. kann ich dieses Projekt nur begrüßen. Der Individualverkehr wird sicher nicht abnehmen und die Belastung der Anwohner -auch in den Nachtstunden- ist extrem. Durch die neue Verkehrsführung werden die Anwohner (ja es leben dort Familien mit Kindern!)entlastet. Schade nur das die bisherigen Kommentare nur mit Thema verfehlt bewertet werden können.

19.07.2008
14:08
Bald kann es rund gehen
von Andreas Seier | #3

Wer es glaubt wird selig, dass dieses Projekt nur den Landeshaushalt belasten wird. Die Landes- und kommunalen Gelder, die für dieses noch aus Henrichshüttenzeiten stammenden Straßenausbauprojekt ausgegeben werden sollen, wären in den Ausbau des ÖPNV viel besser angelegt. Und die Bochumer Einwohner könnten noch Geld sparen, indem sie dann ihr Auto einsparen und auf günstigere Busse und Bahnen umsteigen können.

18.07.2008
10:36
Bald kann es rund gehen
von Investor | #2

Ich frage mich immer öfter, ob Herr Dr.Kratzsch weis was in seinen Bauämtern so vor sich geht. Wenn man sich die Statistiken von vergleichbaren Städten im Bundesgebiet und insbesondere im Ruhrgebiet ansieht stellt man fest: Hier bewegt sich vergleichsweise wenig. Keine Visionen, keine Ideen, kein Bauland, keine Perspektiven, kein Platz für Familien. Das Bestmögliche was man in Bochum nach langen Kämpfen erreichen kann ist Durchschnitt. Selbst von der Stadt eigens in Auftrag gegebene Gutachten von renomierten Beratungsfirmen, die Kritik z.B. an der restriktiven Baulandlandpoltik üben (die schon legendäre Bochumer Bauverhinderungspolitik) werden ignoriert. Es ist ja auch viel leichter zu sagen: Geht nicht, gibts nicht, haben wir noch nie so gemacht. Auf in Richtung 350.000 Einwohner Herr Dr.Kratzsch und Mitstreiter/innen!

17.07.2008
19:09
Bald kann es rund gehen
von delahaye | #1

Wer Strassen sät, wird (Auto.) Verkehr ernten ! Und der Schnellbus SB 37 fährt im Stundentakt .. Typisch Ruhrgebiet, typisch Bochum !

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