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Die Kirche bleibt im Beginen-Dorf

13.06.2012 | 17:37 Uhr
Die Kirche bleibt im Beginen-Dorf
Das ehemalige ökumenische Pfarrzentrum Maximilian Kolbe bildet den Mittelpunkt des Beginendorfes.

Kornharpen.  Der Beginenhof in Kornharpen entsteht, das Gotteshaus darf bleiben. Die Gemeinde freut sich über den Erhalt, auch wenn es keine Gottesdienste gibt.

Mit einem Spatenstich wurden die Bauarbeiten für den Beginenhof in Kornharpen gestartet. Auf dem Gelände des ehemaligen Max. Kolbe-Gemeindezentrums entstehen Wohnhäuser für einen Beginenhof. Die Kirche bleibt erhalten.

Das (Kirchen-) Gelände an der Kornharpener Straße hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Als Filialkirche der katholischen Gemeinde Heilig Geist am 22. Juni 1976 errichtet, wurde Max. Kolbe das erste ökumenisch Pfarrzentrums des Bistums Essen. Als die finanziellen Mittel beider Kirchen nicht mehr ausreichten, zog sich 2006 erst die evangelische Kirche zurück und 2009 folgte die katholische Kirche. Die Max. Kolbe-Kirche wurde vom Bistum Essen zur „weiteren Kirche“ ernannt und daraufhin geschlossen. Die Pfarrei Liebfrauen machte sich auf die Suche nach einer neuen Verwendungsmöglichkeit. Auf Initiative von Schwester Britta Lieb von „Beginen heute“ und Pastor Walter Bauer entstand die Idee, in Kornharpen einen christlichen Beginenhof für Frauen zu errichten.

Die Gemeinde Heilig Geist steht dabei „Pate“ für das Projekt und ist Gastgeber von monatlichen Beginentreffen. Nach fünfjähriger Planung erfolgte nun der Spatenstich und die ersten Baumaßnahmen für den Beginenhof starteten.

Beginen mit langer Tradition

Die Beginenbewegung in Bochum hat eine lange Tradition. Urkunden von 1322 und 1435 belegen das frühe Wirken von Beginen in der Stadt, daran wollen die heutigen Beginen „anknüpfen“, wie Schwester Britta Lieb vom „Beginen heute“ betonte. Sie freut sich, dass die Kirche als „Raum der Stille“ den Mittelpunkt des Beginenhofes bilden wird.

„Die Kirche bleibt im Dorf“, zeigte sich auch Pfarrer Bernd Wolharn von der Pfarrei Liebfrauen, die Eigentümer der Kirche bleibt, erfreut. „Die Mitglieder der Heilig Geist-Gemeinde haben sich in den 70er Jahren mit viel Geld und Engagement für das Entstehen der Max. Kolbe-Kirche eingesetzt“, wie Pastor Walter Bauer betonte. Daher ist die Gemeinde froh, dass durch das Beginenprojekt der Kirchenraum erhalten bleibt. Auch wenn es keine Gemeindegottesdienste geben wird, so planen die Beginen dort christliche Feiern durchzuführen. Seit der Schließung des ehemaligen Gemeindezentrums Max Kolbe gibt es im Stadtteil Kornharpen keine eigene Kirche mehr.

Christian Schnaubelt



Kommentare
15.06.2012
13:20
Die Kirche bleibt im Beginen-Dorf
von MANFREDM | #1

Wenn die Beginen genauso Pleite gehen, wie die in Bremen, haben sie einen Raum zum beten.

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