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Immer die Radfahrer

28.06.2012 | 17:40 Uhr
Immer die Radfahrer
Idyllisch: Der Radweg „Rheinischer Esel“ kann ab dem 7. Juli offiziell befahren werden. Foto:

Langendreer.   Zwischen Langendreer und Witten eröffnet am 7. Juli der neue Radweg „Rheinischer Esel“. Entlang der Strecke laden „Volksbänke“ zum Verweilen ein.

Der letzte Hammerschlag ist noch nicht getan, aber die Eröffnung des „Rheinischen Esels“, des neuen Radweges zwischen Witten und Langendreer, wird definitiv am Samstag, 7. Juli, stattfinden: Ab 13 Uhr bitten die zwei Städte gemeinsam mit der Volksbank Bochum/Witten als Sponsor und den Organisatoren von der SV Langendreer 04 und dem PV Triathlon Witten zum Spendenlauf mit Familienfest.

Wo früher Dampfloks schnauften, schwitzen Jogger und Radler schon seit Wochen auf der attraktiven Trainingsstrecke. Sie nutzten die ehemalige Bahnstrecke (von Dortmund-Löttringhausen nach Langendreer) schon, als der Asphalt noch gar nicht trocken war.

So kann man auf der alten Bahntrasse das Ardeygebirge durch eine ansprechenden Landschaft annähernd steigungsfrei bis zum Ruhrtal durchqueren. Außerdem gibt es eine direkte Radwegverbindung zum „Ruhrtal-Radweg“.

In Höhe des Ponyhofes, nahe der Grenze Langendreer/Stockum, muss noch eine Zufahrt-Rampe errichtet werden. Ähnliches gilt für den Wittener Anschluss am Ledderken: Dort ist die Betonrampe bereits fertig, muss aber noch an den Radweg angebunden und mit einem Geländer versehen werden.

Anlässlich des internationalen Tages der Genossenschaften stiftet die Volksbank Bochum/Witten 25 000 Euro für „Volksbänke“, damit man sich entlang der Strecke auch ausruhen kann. „Unser Geschäftsgebiet verknüpft die Städte des mittleren Ruhrgebietes von Herne bis Wetter miteinander: Diese Verbindung wollen wir als Partner der Städte Bochum und Witten mit den Volksbänken sichtbar machen“, erläutert Vorstandsmitglied Uwe Schulze-Vorwick.

Beim offiziellen Auftakt starten Sportler in Witten und Langendreer zum Spendenlauf, dessen Erlöse dem Wittener Palliativnetz und dem Bochumer Verein „Aktiv gegen Brustkrebs“ zu Gute kommen. Alle Aktiven treffen sich dann etwa auf halber Strecke zum Familienfest an der Adolf-Reichwein-Realschule, wo Putzfrau „Walli“ alias Esther Münch für Unterhaltung sorgen wird. „Die Strecke ab Langendreer an der Oberstraße ist 4 Kilometer lang, ab der Brunebecker Straße in Witten 5,5 Kilometer lang und gut zu schaffen“, so Hans-Hermann Brunholt, Vorsitzender der SV Langendreer 04.

Der gute Zweck und Spaß an der Bewegung sollen im Vordergrund stehen bei der Eröffnung des Rheinischen Esels. Auch Landtagspräsidentin Carina Gödecke hat ihr Kommen zugesagt, wird aber wohl eher nicht mit laufen. Die Organisatoren hoffen auf 500 Aktive, die sich unter www.vr-spendenlauf.de im Internet anmelden können und damit das Hilfsprojekt ihrer Wahl mit einem Betrag von je 5 Euro unterstützen können.

Als Esel noch als Transportmittel dienten

Die von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft am 15.12.1880 eröffnete Strecke war Hauptverbindung zwischen den beiden wichtigsten Strecken im Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet: der Verbindung zwischen Osterath und Dortmund-Süd sowie der zwischen Düsseldorf-Derendorf und Dortmund-Süd. Die Bahn ersetzte den damals üblichen Esel als Transportmittel. So entstand dann wohl auch der Name „Rheinischer Esel“.

Eberhard Franken



Kommentare
06.07.2012
13:22
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

29.06.2012
15:44
Immer die Radfahrer
von randori20 | #1

Eine Kartendarstellung wäre sehr informativer, schade das sie fehlt.

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