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Liborius-Glocke hängt jetzt im Turm

03.01.2008 | 00:20 Uhr
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Garbeck. Die Garbecker Liborius-Glocke wurde gestern Morgen in den Glockenturm der Drei-Königs-Kirche gezogen. Nun ist das Geläut endlich komplett Dreimal hallten die Glockenschläge gestern morgen um 9 Uhr über die Dächer Garbecks. ...

... Doch noch befand sich die neue Liborius-Glocke nicht an ihrem Platz. Johann Hartl, der Mitarbeiter der Gießereifirma Perner, hatte die 350 Kilogramm schwere Glocke mit dem Hammer angeschlagen, um sie ein letztes Mal zu testen, bevor die Glocke ihren Platz im Garbecker Kirchturm einnahm.

Der Kranverleih Balve war mit einem Fahrzeug vor Ort, um die Liborius-Glocke an ihren Platz in luftiger Höhe zu heben. Ganz langsam ging es dann an einem kräftigen Stahlseil nach oben, wo in fast dreißig Metern Höhe Reimund Schulte vom Kirchenvorstand, Zimmermann Vinzenz Schulte und mehrere Helfer warteten.

Mit Kran in die Höhe Kein Problem, die 350 Kilogramm schwere Glocke in die Höhe zu bringen: Der Kran war für Gewichte bis zu 1000 Kilo ausgelegt. Doch als Nadelöhr erwies sich gestern Morgen das geöffnete Schall-Loch im Turm der Garbecker Pfarrkirche. Zwar waren bei der Vorbereitung der Arbeiten extra ein Balken abgesägt und mehrere Ziegelsteine aus dem Mauerwerk gebrochen worden, dennoch musste Reimund Schulte Maßarbeit leisten, bevor er die Glocke durch die Öffnung ins Innere des Glockenturmes ziehen konnte. Die erweiterte Öffnung hätte keinen Millimeter kleiner sein dürfen.

Im Inneren des Turmes übernahm dann Johann Hartl die Regie: Mit zwei Flaschenzügen wurde die Glocke an ihren Platz im Glockenstuhl gebracht. Ohne jede Angst vor der Höhe turnte der Fachmann auf dem Glockenstuhl und den drei vorhandenen Glocken, bis er zusammen mit Vinzenz Schulte die neue Glocke ins Geläut eingfügt hatte. Nachdem die Glocke ihren Platz erreicht hatte, musste noch der geschmiedete Klöppel eingesetzt und festgeschraubt werden. Dann endlich war das Garbecker Geläut komplett und die einzelnen Glocken konnten aufeinander abgestimmt werden.

Schon vor den Weihnachtsfeiertagen hatten die Garbecker den Glockenturm erneuert und die gekröpften Halterungen der Glocken gegen neue Joche aus Eichenholz ersetzt. Nun schwingen die Glocken um ihre Aufhängung und sollen dadurch einen noch schöneren Klang erzeugen.

Glocken schwingen Davon können sich die Garbecker spätestens am 6. Januar überzeugen, wenn die Glocken zum Feiertag der Heiligen Drei Könige im Geläut erklingen sollen. Dann feiern die Garbecker in der Kirche und in der Schützenhalle. Bis dahin werden auch die noch vorhandenen Probleme mit der Aufhängung der größten Glocke "Heilige Drei Könige" bereinigt sein.

Von Wolfgang Simon

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