Gänsehautstimmung bei Lichterprozession
30.03.2010 | 19:00 Uhr 2010-03-30T19:00:00+0200
Balve/Lourdes. Nach fast einer Woche im katholischen Wallfahrtsort Lourdes in Südfrankreich kehren heute mehr als 600 Pilger aus dem Erzbistum Paderborn, darunter etliche Balver Gläubige, zurück in ihre Heimat.
Mit einer Heiligen Messe an der Grotte begann der Samstag in Lourdes. Diesen Tag am Beginn der Heiligen Woche stellte Weihbischof Hubert Berenbrinker unter das Zeichen des Kreuzes. Viele der Wallfahrtsteilnehmer hätten ihr Kreuz zu tragen. Ob nun durch Krankheit, Sorgen oder Probleme im Alltag.
In seiner Predigt rief der Weihbischof dazu auf, dass jeder dafür sorge, dass die Kreuze in unserer alltäglichen Umgebung weiterhin zu sehen sind. „Wir müssen aufpassen, dass das Zeichen unseres Glaubens nicht aus unserem Alltag verschwindet,” bat Weihbischof Berenbrinker die Gläubigen um Mitsorge. „Passen wir auf, dass wir die Kreuze nicht aus unseren Gemeinde- und Gruppenräumen sowie den Schulen verlieren”, so der Weihbischof.
Beeindruckende Szenen gab es immer wieder zu sehen: Liebevoll kümmerten sich die Schwestern und Helfer des Lourdes-Krankendienstes des Malteserordens um die vielen kranken und behinderten Mitpilger. Wie Jesus Christus stellen sich hier jedes Jahr viele junge Menschen in den Dienst am Nächsten.
Am Nachmittag war dann die Pilgergemeinschaft aufgerufen, den Kreuzweg Jesu zu gehen und zu beten. In vielen Kleingruppen zogen die Pilger mit dem Kreuz voraus über den Kalvarienberg von Lourdes. Manch einer, der nicht so gut zu Fuß war, nahm diese Last des Kreuzweges ganz bewusst auf sich, um das Leiden Christi etwas nachempfinden zu können.
Kreuzweg mit Fackeln und Kerzen
Gänsehautstimmung gab es bei der abendlichen Lichterprozession. Zur Eröffnung des Pilgerjahres 2010 versammelten sich über 1 000 Menschen an der Grotte, um mit Kerzen in der Hand an dem Fluss Gave entlang zu laufen.
Die jugendlichen Pilgerinnen und Pilger beteten im Anschluss daran dann noch einmal den Kreuzweg über den Kalvarienberg. Mit Fackeln und Kerzen wurde ein ruhiger Weg gegangen. Mit eindrucksvollen Texten und Gebeten brachten Vikar Jörg Plümper und Pastor Norbert Scheckel den Jugendlichen den Leidensweg Christi näher und stellten immer wieder den Bezug zum eigenen Leben her.
Da auch in Frankreich die Uhren in dieser Nacht auf die Sommerzeit umgestellt wurden, gab es für manchen Pilger eine kurze Nacht. Gestern machten sich die Gläubigen wieder auf den Heimweg.
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