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Tobias Frese ist Begründer der Jungen Liberalen in Arnsberg

03.12.2012 | 16:48 Uhr
Tobias Frese ist Begründer der Jungen Liberalen in Arnsberg
Tobias Frese ist seit drei Jahren Vorsitzender und außerdem Begründer der Jungen Liberalen in Arnsberg.Foto: Ted Jones

Arnsberg. Seine Philosophie ist einfach, bei einer Tasse Kakao schnell erläutert und erklärt sein Tun. „Wenn man irgendwo ist, gehört das Engagement nebenbei doch dazu“, sagt Tobias Frese. Der 20-jährige Arnsberger ist seit drei Jahren Vorsitzender und Begründer der Jungen Liberalen in Arnsberg. „Weil wir für junge Leute in der Stadt etwas bewegen wollen“, sagt er.

Wo sich Tobias Frese bewegt, bringt er sich ein. Von 2008 bis 2011 war er Schulsprecher am Mariengymnasium Arnsberg. Und jetzt, wo er an der BiTS in Iserlohn im dritten Semester Wirtschaft studiert, engagiert er sich auch dort. Im Börsenverein BiTS-invest oder in der studentischen Unternehmensberatung. Typisch FDP? „Wir als junge Liberale kämpfen viel gegen Klischees“, sagt er, „unser Image ist ja nicht das Beste!“.

Dabei will er mit seinem Ortsverband der JuLi’s Gutes für junge Menschen der Stadt erreichen. 20 Mitstreiter hat er bisher. „Ich bin davon überzeugt, dass man vor Ort etwas verändern kann“, sagt Tobias Frese. Als Junger Liberale spricht er in der erweiterten Stadtratsfraktion der FDP mit und hat einen Sitz als sachkundiger Bürger im Wirtschaftsausschuss. Wichtiger ist ihm aber die Ansprechbarkeit: „Wir wollen ins Gespräch kommen mit jungen Leuten, die Ideen und Projekte in der Stadt anstoßen wollen“. sagt Tobias Frese. Vernetzung ist ihm dabei wichtig. Die Arnsberger JuLi’s haben Kontakt zur Jungen Union, seit kurzem aber auch zu den Arnsberger „Piraten“ und den jungen „Grünen“. Oft nämlich sind die Ziele gleich.

Wer Politik macht, braucht Positionen. Und die haben auch Tobias Frese und die JuLi’s: Die Sekundarschule als Zusammenschluss von Haupt- und Realschule wäre okay, „aber das Gymnasium soll erhalten bleiben“. Es müsse einen Bildungsraum geben, in dem sich auch die leistungsstarken Schüler voll entfalten können. Wünschenswert wäre aus Freses Sicht auch eine Intensivierung der Kooperation benachbarter Gymnasium, um in der Oberstufe noch mehr Sprachen anbieten zu können. Bei den monatlichen Stammtischen der Jungen Liberalen geht es auch um den Öffentlichen Nahverkehr. „Mit den Bussen läuft’s noch ganz gut“, sagt er. Auch die Anbindung mit der Bahn ins Ruhrgebiet sei gut. „Allerdings nicht, wenn man vor 6 Uhr morgens aus der Disko nach Hause kommen will“, so Frese.

Der 20-jährige Arnsberger lebt noch zu Hause. Aber auch sein Weg wird ihn bald erst einmal ins Ausland ziehen. Auf dem Weg zum Master-Abschluss wird er ein Auslandssemester in Dublin bei einer Partner-Uni absolvieren. Ist er dann weg? Ist dann wieder eine Portion Engagement für die Stadt verloren?

„Arnsberg ist toll. Ich kann mir vorstellen, später hier zu leben“, sagt Tobias Frese, „aber erst einmal will ich ein paar Jahre die Welt sehen“. Perspektiven für einen guten Job in der Region sieht er. „Der Mittelstand in Südwestfalen bietet gute Möglichkeiten“, ist er sich sicher. Aktionen wie „Homebase Sauerland“ - hier werben junge Menschen für die Attraktivität der Region als qualifizierter Lebens- und Arbeitsort - unterstützt er voll.

Der Kakao ist leer.

Martin Haselhorst



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