In unter 40 Stunden von Winterberg nach Duisburg
12.05.2010 | 05:30 Uhr 2010-05-12T05:30:00+0200
Arnsberg. Der Ruhrtal-Radweg ist 230 Kilometer lang. Ultra-Marathonläufer aus ganz Deutschland wollen die Distanz am Pfingstsamstag ohne Pause durchlaufen. Bei der "TorTour de Ruhr" gibt es zudem Starts über 100 Meilen in Arnsberg am Freizeitbad Nass (Sa. 18 Uhr) und über 100km ab Hagen.
So weit die Füße tragen — und noch ein wenig weiter. Der Hohenlimburger Jens Vieler organisiert die „TorTour de Ruhr 2010”. Bei der längsten Nonstop-Laufveranstaltung Deutschlands werden am Pfingstsamstag Ausdauersportler vom Ruhrquellstein in Winterberg bis zur Mündung in Duisburg rennen. 230 Kilometer im Laufschuh — immer auf dem Ruhrtal-Radweg.
Unvorstellbar, aber möglich: „Wer bei uns mitmacht, der weiß, dass so etwas geht”, sagt Jens Vieler. Der Web-Administrator ist die Distanz 2007 selbst schon gelaufen und brauchte damals etwas über 33 Stunden. Seit 2008 organisiert er die „TorTour de Ruhr”. Zum Volkslauf ist die Veranstaltung nicht geeignet. Mitlaufen dürfen nur geladene Gäste mit Meriten in der Ultra-Ultra-Marathon-Szene. 24-Stunden-Nationalläufer sind ebenso am Start wie Trans-Europa-Renner. Auch ein Läufer aus Mexiko kommt.
Die „TorTour de Ruhr” hat eigene Maßstäbe. Mit klassischen Bahnleichtathletik hat Ultrasport in diesen Kategorien nichts zu tun. Wer umgerechnet 575 Stadionrunden am Stück läuft, empfindet Rundenzeiten als Augenblicke. „Bei uns kommt es auf das Ankommen an”, sagt Jens Vieler. Der Kilometer wird in Zeiten zwischen 6 und 10 Minuten zurückgelegt — Verpflegung, Gehpausen und eventuell ein kurzes Nickerchen zwischendurch inklusive.
Am Ruhrquellstein in Winterberg werden sich am Pfingstsamstag 45 Läufer/-innen auf den Weg machen. Abends um 18 Uhr wird zeitversetzt am Freizeitbad Nass in Arnsberg-Hüsten ein 100-Meilen-Rennen bis Duisburg gestartet, wo weitere zwölf Läufer auf die Strecke gehen. Hier wird als Einstieg eine 8km-Runde ums „Nass” gedreht, zu der auch jeder Hobby- und Freizeitläufer eingeladen ist. Unterwegs gibt es früh am Morgen des Pfingstsonntags einen weiteren Start in Hagen — hier aber lediglich der „Bambinilauf” über läppische 100 Kilometer. 25 Athleten/-innen trauen sich das zu. Auch das ist nur etwas für Spezialisten. Trainingsumfänge von bis zu 250 Kilometer pro Woche und Marathons dienen als Vorbereitung auf das Rennen.
Je weiter es die Ruhr flußabwärts geht desto weiter wird das Feld auseinander gezogen sein. Da kann es schon einmal vorkommen, dass die Helfer an einer der rund alle 30 bis 40 Kilometer eingerichteten Verpflegungsposten ein paar Stündchen auf ihren nächsten „Kunden” warten. Auf dem Ruhrtalradweg orientieren müssen sich die Sportler eigenständig. „Der Weg ist ja prima beschildert”, weiß Jens Vieler. Ohnehin muss jeder Starter seinen eigenen Wettkampfbetreuer mitbringen, der ihn per Rad oder mit dem PKW in der Nähe des Radweges begleitet. Sie reichen den Ultras der Ultra-Läufern das, was sie brauchen: Wasser, Cola, Energieriegel, Power-Gels und später auch Käse- und Salamibrötchen. Der Lauf entlang der Ruhr geht durch den Magen — und manchmal auch ganz schön schnell. „Hier gibt's die meisten Probleme”, weiß Jens Vieler. Blasenbildungen an den Füßen sind das kleinere Übel.
Das beim Marathon vielzitierte „Runners High” — die Ausschüttung von Glückshormonen — will sich auf den 230 Kilometern nicht so recht einstellen. „Das fühlt sich dann schon nicht mehr nach Glück an”, weiß Vieler.

22:35
Mal wieder schön, solche Kommentare zu lesen.
Auf einer solchen Strecke wird die Einnahme irgendwelcher Mittelchen zu keiner Leistungssteigerung führen. Außerdem sind hier Spezialisten am Werk, die so was einfach nicht nötig haben und denen ihre Gesundheit wesentlich wichtiger ist als ein kurzfristiger Erfolg.
Und wenn Eleven sich nun fragt, wie ich das beurteilen kann: Ich habe den Lauf gerade hinter mir, dazu noch erfolgreich. Ein paar Blessuren habe ich natürlich auch davongetragen: Ein paar Blasen an den Füßen und ein leicht geschwollener Knöchel. Nichts also wofür es sich lohnt einen Arzt zu konsultieren.
Ach ja, den Arzt musste jeder Teilnehmer vorher aufsuchen. Ein ärztliches Attest war nämlich Grundvoraussetzung um zum Lauf überhaupt zugelassen zu werden. Solche Atteste zahlt übrigens keine Krankenkasse sondern jeder aus seiner eigenen Tasche.
Und noch was: Ihr glaubt gar nicht, wie gut eine Currywurst Pommes nach einem 5 1/2 fachen Marathon schmecken kann!!!!
Frohes Laufen (und anderes Sporteln) noch
Frank
15:15
Höflichkeit ist eine Zier, doch besser kommentiert es sich ohne ihr...........
15:15
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
12:36
Lustig das ganze mal wieder, da ist einer der vor Neid platzt und hier den Dicken Otto macht.
Lustig das ganze!!!
Geh ins Bett und träum von Schnitzel und Pommes aber lass deine Blöden Kommentare stecken.
Einen Psychologen braucht meiner Meinung jemand der sich über sowas so künstlich Aufregt wie Sie/Du, mir egal... ich laufe mit und gut is :-)
18:09
Er fühlt sich ertappt und kann es deshalb nicht
bei Rede und Gegenrede belassen, nein, er muss
noch nachlegen; da mischt sich Pech mit Unvermögen. Auch wenn Sie glauben, mich satirisch ankumpeln zu müssen, eine einfache Entschuldigung für Ihre Pöbelkeien in #6
hätte besser gepasst.
Mit sportlichem Gruß
13:33
@7:
Unwissenheit schützt anscheinend vor schlauen Sprüchen nicht.
Bist schon ein intimer Kenner der Laufsportszene Eleven, Tatsache !
Adipöser Gruß !
21:33
Lauf (sport)bedingte Verletzungen kommen die KK weitaus weniger teuer zu stehen als chronische Krankheiten wie Herzkreislauf-Krankheiten, Diabetis etc., die durch Bewegungsmangel begünstigt werden. Also runter vom Sofa und rein in die Laufschuhe (oder ab aufs Rad)!
18:24
Jeder soll das machen was ihm Glück bringt , aber wo ist die Herausforderung zu rauchen , hm ??
13:09
Benehmen ist Glückssache, Sie sind wohl ein
Pechvogel.
Tatsache bleibt, dass Marathonläufer häufig
vorbeugend Schmerzmittel einnehmen, dass
die Ärzte bei Laufveranstaltungen gut zu tun haben;
Extremismus ist weder im Kommentar, noch
im Sport von Vorteil.
17:48
@5
Komm mal wieder runter. Natürlich ist Laufen gesund und man kann die Überbelastung Marathon oder weiter sehr wohl trainieren.
Wenn Du einen Grund brauchst lieber die Beine hochzuleben und die Plauze zu streichen.. bitte.